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Besitzer zahlt nicht für Hundebiss


14.06.2005 14:47 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Meine Tochter (13) ging nachmittags mit unserem Hund an der Leine durch die Stadt spazieren. Dabei kam sie an einem Straßencafé vorbei. Dort saß ein Mann mit zwei Hunden, die nicht angeleint waren. Er hatte auch keine Leine dabei und war schon des öffteren von Arbeitern und anderen Gästen des Lokals gebeten worden, die Hunde anzuleinen. Einer der Hunde sprang beim Anblick unseres Hundes auf und biss ihn in den Rumpf. Der Mann rief den Hund nur zurück, stand aber nicht auf. Als unsere Tochter mit unserem Hund tränenüberströmt nach Hause kam, rief ich die Polizei an und bat sie darum, in dem Straßencafe nachzusehen. Anschließend fuhr ich mit unserem Hund zum Tierarzt.
Dieser stellte fest, daß die Bauchdecke innerlich gerissen war und operierte den Hund noch am selben Abend.
Durch die Polizei erfuhren wir dann, daß der Besitzer des anderen Hundes sich bereit erklärt hätte, den Schaden von seiner Versicherung bezahlen zu lassen. Persönlich erreichte ich nur seine Freundin an diesem Abend, und am nächsten Tag war er abgereist, nach Hause nach Wien.
Nach Erhalt der Tierarztrechnung wollte ich nun Kontakt aufnehmen und rief ihn an. Er stritt alles ab und hat das Telefongespräch durch Auflegen beendet.
Der Schaden beläuft sich finanziell auf ca. 300,-- €.
Bitte sagen Sie uns, wie wir weiter vorgehen sollen.

Vielen Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Auf Grund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie einen Anspruch auf Ersatz der Tierarztrechung haben. Zum einen hat der Hundehalter dies offenbar gegenüber der Polizei erklärt, zum anderen haftet er ohnehin gesetzlich für die Schäden, die sein Hund verursacht (§ 833 BGB).

Dass die Tierarzt-Kosten ein Schaden sind, den der Hund verursacht hat, dürfte unstreitig sein.

Nachdem der Hundehalter sich nun weigert, freiwillig zu zahlen, werden Sie wohl gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Ich habe Ihre Schilderung so verstanden, dass der Hundehalter jegliche Zahlung verweigern wird.

Hier könnten Sie den Anspruch im Wege des Mahnbescheides geltend machen. Dies ist nach dem EuGVÜ/EuGVVO als internationales Abkommen möglich, gem. § 703 d ZPO kann der Mahnbescheid von dem deutschen Gericht erlassen werden, dass für die Hauptsache zuständig wäre. Hierzu reicht ein besondere Gerichtsstand in Deutschland aus. Dieser ergibt sich in Ihrem Fall aus dem Gesichtspunkt des Ortes der unerlaubten Handlung (§ 32 ZPO).

Nach dem Vollstreckungsabkommen ist eine Zustellung des Mahnbescheides in Österreich möglich.

Allerdings müssen Sie mit einem höheren Kostenvorschuss rechnen, da zusätzlich zu verauslagen sind: Prüfungsgebühr für das Zustellersuchen durch das Gericht (i.d.R. 20,00 EUR) und Zustellauslagen der ausländischen Behörden.

Sollten Sie auf diesem Weg einen Titel erhalten, könnten Sie auch im Ausland vollstrecken.

Auch dieser Weg ist nicht ganz einfach und kostet Geld. Dieses bekommen Sie selbstverständlich vom Gegner erstattet. Allerdings tragen Sie wie immer das Risiko, dass eine Vollstreckung erfolglos bleibt.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für Rückfrage und die weitere Vertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2005 | 17:07

Ist es richtig, daß eine gerichtliche Maßnahme unter 5000,-- € nicht weiterverfolgt wird, wenn es nach Österreich geht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2005 | 13:29

Eine solche Regelung kenn ich nicht - Maßnahmen sind grundsätzlich auch im Asland möglich.

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