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Besitz BtM / Strafmaß Kokain

| 28.04.2016 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel


Mir wird der Besitz und Erwerb von 3,2 g reinem Kokainhydrochlorid (Bruttomenge 6 Gramm) zur Last gelegt. Dies geht aus einem Wirkstoffgutachten hervor, daß bei dem Verkäufer gemacht wurde.

Das Kokain wurde im sog. Darknet bestellt und an meine Adresse und Anschrift mit Einschreiben verschickt.

Aus der Ermittlungsakte geht hervor, dass mein Name auf der Bestellerliste stand und ein Vermerk ueber die Zustellung gemacht wurde, aus Basis der Einschreibenmeldung.

Ich bin nicht vorbestraft, 34 Jahre alt und hab bisher keine Eintraege zu BtM.

Mich interessiert bei o.g. Ausgangslage das zu erwartende Strafmass (Bundesland Berlin) und die Wahrscheinlichkeit zur Beendigung gegen Auflage bzw. mit Strafbefehl.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst ist hier die Frage zu klären, ob eine sog. "nicht geringe Menge" im Sinne des BtmG vorliegt. Wann eine nicht geringe Menge i.S.d. BtMG vorliegt, wurde von der Rechtsprechung für die folgenden gängigsten Betäubungsmittel entschieden und liegt bei Kokain bei 5 g Kokainhydrochlorid.

Somit liegt bei Ihnen ein Vergehen gem. § 29 BtmG vor (da geringe Menge). Der Tatbestand sieht als Rechtsfolge Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe vor. Da Sie nicht vorbestraft sind wird das Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Strafbefehl abgeschlossen werden.

Eine Straflosigkeit gibt es in diesem Fall jedenfalls nicht. Was es aber gibt ist die Möglichkeit nach §31a BtmG unter bestimmten Voraussetzungen von der Strafverfolgung abzusehen, als da wären: Geringe Schuld, kein öffentliches Interesse und geringe Menge die lediglich dem Eigenverbrauch dient. Wenn dies vorliegt kann die Strafverfolgungsbehörde von einer Strafverfolgung absehen, muss es aber nicht.

Hier müsste man jedoch zunächst Akteneinsicht beantragen, um dessen Inhalt dann mit Ihnen in Ruhe zu erörtern und dann mit HIlfe eines entsprechenden Schreiben an die Staatsanwaltschaft noch im Rahmen des Ermittlungsverfahrens ("Verteidigereinlassung") auf eine solche Einstellung hinzuwirken.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2016 | 13:19

Vielen Dank,

ist denn unter den vorliegenden Informationen eine Strafmaß bis max. 90 Tagessaetze denkbar, oder eine hoehere Strafe.?

Gibt es innerhalb der "geringen Menge" Abstufungen im Strafmaß?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.04.2016 | 13:30

Welches Strafmaß der zuständige Staatsanwalt konkret beantragen wird, kann Ihnen kein Rechtsanwalt vorhersagen. Ich gehe jedoch davon aus, dass jedenfalls nicht "mehr als" 90 Tagessätze beantragt werden würde.

"Abstufungen" im Strafmaß gibt es hinsichtlich der Menge keine, aber natürlich kann man mit einer entsprechenden Argumentation den "Schuldgehalt" der Tat bzw. die dahinter steckende strafwürdige kriminelle Energie entsprechend klein halten was dann natürlich auch zu einem geringeren Strafmaß führen würde (z.B. Eigenbedarf, Konsum aufgrund eines persönlich erlittenen Schicksals oder ähnliches).

Hier müsste man aber wie bereits erläutert, die Akte prüfen, um dann mit Ihnen gemeinsam eine entsprechende Verteidigungsstrategie zu erarbeiten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute. Sollten weitere Fragen bestehen kontaktieren Sie mich bitte über unsere Kanzleikontaktdaten.

Bewertung des Fragestellers 28.04.2016 | 13:38

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.04.2016 5/5,0
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