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Besitz BTM

27.06.2007 13:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Wurde zu Fuß mit 0,27 g Amphetamin und 0,78 g Marihuana erwischt.
Strafbefehl zu 30 Tagessätzen à 10,00 €.(NRW)

Strafe angemessen und welche Eintragungen im Führungszeugnis für Behörden / uneingeschränkte Auskunft im Bundeszentralregister sind zu erwarten???

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Die Menge der mitgeführten Drogen indiziert hier eher, dass die Drogen zum Eigenverbrauch bestimmt sind. Insoweit könnte hier entweder die Bestimmung des § 29 V BtMG („Absehen von Strafe“) oder aber auch die des § 31a II BtMG (Einstellung des Verfahrens) einschlägig sein.
Bei § 29 V BtMG soll grds. der Ersttäter privilegiert werden. Deshalb kommt es in Ihrem Fall darauf an, ob Sie wegen BtM-Delikten bereits in Erscheinugn getreten sind.
Falls nein, würde sich aber eine Einstellung nach § 31a II BtMG anbieten, der nicht nur den Ersttäter privilegieren soll. Jedenfalls mehrere (einschlägige) Vorstrafen dürften aber auch einer Einstellung nach § 31a II BtMG im Wege stehen.

Es kann daher Sinn haben (insbesondere ist der Umstand entscheidend, ob Sie bereits vorbestraft sind oder nicht), gegen den Strafbefehl Einspruch einzulegen und dann in der Hauptverhandlung auf eine günstige Folge hinzuwirken. Ggf. sollten Sie einen Verteidiger beauftragen, der den Einspruch mit einer Einstellungsschrift verbindet, so dass – für Sie günstig und weniger belastend - auch eine Einstellung außerhalb einer Hauptverhandlung in Frage kommen kann. Der „Erfolg“ eines solchen Vorgehens kann hier aber natürlich nicht sicher vorhergesagt werden.

II. Der Eintrag (Geldstrafe) erscheint im Bundeszentralregister, nicht aber in einem Führungszeugnis für Behörden (oder Private); dies aber nur dann nicht, wenn keine weitere Strafe im Register eingetragen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2007 | 14:45

Danke für die schnelle Antwort,
ich bin "Ersttäter" und brauche ich für einen Einspruch einen Anwalt, da ich arbeitslos bin und kein Geld habe.

Danke im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2007 | 14:54

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Einen Pflichtverteidiger werden Sie hier nicht bekommen können, da die Strafe dazu viel zu gering ist. Sie müssten daher selbst einen RA bezahlen. Falls eine weitere Vertretung durch mich gewünscht ist, können Sie mich gerne kontaktieren.

Ansonsten können Sie den Einspruch natürlich auch ohne RA einlegen und sich dann in der Hauptverhandlung selbst verteidigen. Beachten Sie bitte, dass bei einem Einspruch eine kurze 2-Wochen-Frist nach Zustellung des Strafbefehls gilt!

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2007 | 14:54

Danke für die schnelle Antwort,
ich bin "Ersttäter" und brauche ich für einen Einspruch einen Anwalt, da ich arbeitslos bin und kein Geld habe.

Danke im voraus

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