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Beseitung Wasserschaden

15.05.2019 16:44 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag!

Meine Tochter wohnt zur Miete und die Wohnung hat 2 Wasserschäden:
1.) In der Wohnung über ihr ist das Klo undicht, und es treten jetzt an der Decke über Ihrem WC Wasserflecken auf, die sich vergrößern.
2.) Durch die Außenwand der Fassade dringt Feuchtigkeit ein, und es bildet sich Schimmel ( schwarz).

Beide Mängel wurde von uns beim Vermieter angezeigt, und durch eine Sanitärfirma - die der Vermieter beauftrag hat - begutachtet, und auch bestätigt.

Nun zögert der Vermieter die Reparatur hinaus. Wir haben bereits 5 x um einen "Reparaturplan" gebeten, damit wir wissen, wann der Schaden behoben wird, aber der Vermieter meldet sich nicht bei uns, nicht nach schriftlicher oder Fernmündlicher Aufforderung.

Wie kann man den Vermieter dazu bringen, endlich zu handeln?
Der Mietvertrag läuft seit 8/2018 und ist erst nach 2 Jahren kündbar.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
15.05.2019 | 17:29

Antwort

von


(712)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Ihrer Tochter steht ein Anspruch auf Beseitigung des Mangels zu. Dieser Anspruch kann durchgesetzt werden, indem die Beseitigung des Mangels selbst vorgenommen und die erforderlichen Aufwendungen vom Vermieter ersetzt verlangt werden. Zunächst muss der Vermieter zur Mängelbeseitigung aufgefordert werde, wobei eine angemessene Frist zu setzen ist, § 536a Abs. 2 BGB.

Allerdings darf der Handwerker nur im eigenen Namen beauftragt werden.
Sofern Ihre Tochter nicht mit den Kosten für die Ersatzvornahme in Vorleistung gehen will, hat sie auch das Recht, vom Vermieter einen Vorschuss für die voraussichtlichen Kosten der Mängelbeseitigung zu verlangen. Insofern ist ein geeigneter Kostenvoranschlag eines vorzulegen, aus dem sich die erforderlichen Maßnahmen ergeben.

Sollte eine Vorleistung wegen zu hoher Kosten nicht infrage kommen, kann der Anspruch auf Mangelbeseitigung nach Ablauf der angemessenen Frist auch eingeklagt und der Vermieter zur Mangelbeseitigung verpflichtet werden.

Daneben kann eine angemessene Mietminderung vorgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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