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Beschwerde nach § 304 StPo und bzw. oder Gnadengesuch

| 04.07.2008 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo, ich habe heute den Beschluss vom Gericht bekommen in dem steht das meine Bewährung wiederrufen wird (ich also 6Mon. -3 Wochen absitzen muss).
Ich wurde 08/2007 Rechtskräftig wegen Alkohol im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Strafe von 6 Mon. auf 4 Jahre + 200 Sozialstunden und 18 Mon. Fahrverbot Verurteilt. Nach dem Urteil habe ich nur sehr schleppend die Sozialstunden gemacht und erst nach erneuter androhung am 8.2.08 mit der auflage meine restlichen Stunden zu absolvieren soviele gemacht das am Stichtag noch 54 Std. übrig blieben. Man muss dazu sagen das ich mich in Ausbildung befinde und mehr in den 2 Monaten nicht mehr drin gewesen ist. Den Termin zu einer Anhörung habe ich unbewusst Verstreichen lassen da ich den Brief nicht richtig gelesen habe. Nun ja heute dann der Beschluss Bewährung wiederrufen 6 Monate absitzen unter abzug der geleisteten Sozialstunden welche als 3 Wochen abgerechnet werden also 5 Mon. und 1 Woche.
Ich sehe ein das ich für die Tat bestraft wurde aber ich finde es unfair mir die Bewährung zu wiederrufen obwohl der Richter wusste das ich mich in Ausbildung befinde und ich nicht mehr machen konnte,und mir dann für die abgeleisteten Sozialstunden grade mal 3 Wochen abzuziehen.
Da ich mich wie gesagt in Ausbildung befinde habe ich nicht das Geld für einen Anwalt gibts da auch einen Rat??...
Ich wäre für alles sehr dankbar meine Freundin ist Schwanger und wird im November Entbinden da wächst mir das grade einfach alles über den Kopf. Ich bin seit dem nicht mehr Straffällig in erscheinung getreten und bereue die Tat natürlich auch da noch weitaus mehr hätte Passieren können.
Wenn ich Beschwerde nach §304 StPo einreiche habe ich mit dem Geschilderten eine hoffnung auf erfolg? Wenn dem nicht so ist möchte ich Gnadengesuch einreichen. Wie kann ich schnell einen Anwalt finden der mich Vertritt auch da ich nicht sehr viel Verdiene (da Ausbildung)
Es wäre nett wenn Sie mir sagen könnten wie ich die Schreiben Verfassen muss und was dort drin stehen muss.
Danke Ihnen vorab.
Eingrenzung vom Fragesteller
04.07.2008 | 15:44

Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Zunächst bitte ich um Verständnis, dass diese Plattform nicht dazu geeignet ist, fertige Schriftsätze zu liefern. Hierzu bedarf es der vollständigen Kenntnis aller Fakten und Informationen, die aus der Ferne nicht abschließend erfasst werden können.

Ich empfehle Ihnen daher dringend, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Sache zu beauftragen, da die Beschwerde nur dann Erfolgsaussichten hat, wenn sie ordentlich begründet ist. Eventuell könnte Ihnen ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt werden. Sie könnten sich dann einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl nehmen, dessen Kosten zunächst von der Justizkasse getragen werden. Erkundigen Sie sich hierüber bei einem Anwalt vor Ort oder bei dem Richter, der den Beschluss erlassen hat. Bei der Anwaltssuche ist allerdings Eile geboten, da die Beschwerdefrist regelmäßig eine Woche beträgt. Das heisst, die Beschwerde muss dem Gericht, welches den Beschluss erlassen hat, eine Woche nach Zustellung des Beschlusses zugehen. In Ihrem Fall also spätestens nächsten Freitag. Danach wird die Beschwerde als unzulässig abgelehnt, ohne dass man sich überhaupt mit dem Inhalt auseinandergesetzt hat.

Für den Fall, dass Sie sich dennoch entscheiden, die Beschwerde selbst verfassen zu wollen, ohne anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, sollten Sie auf eine eindeutige, sachgemäße und vor allem der Wahrheit entsprechende Begründung achten. Insbesondere ist überzeugend darzulegen, warum Sie nicht in der Lage waren, die Sozialstunden abzuleisten und vor allem, warum Sie nicht zu der Anhörung erschienen sind. Richter reagieren auf ein solches Verhalten nämlich regelmäßig sehr empfindlich und wenig verständnisvoll. Man wird Ihnen entgegen halten, dass die Sozialstunden auch am Wochenende hätten abgeleistet werden können. Die Vereinbarkeit mit der Ausbildung wäre also unproblematisch. Erwähnen können Sie natürlich die Schwangerschaft Ihrer Freundin, um den Richter eventuell milde zu stimmen. Machen Sie auch deutlich, dass Sie nunmehr alle Auflagen ohne weitere Verzögerungen erfüllen werden.

Beachten Sie bitte, dass die Beschwerde keine aufschiebende Wirkung entfaltet. Sie haben folglich trotz eingereichter Beschwerde zunächst die Haft anzutreten.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich nochmals ausdrücklich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen können.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2008 | 17:01

Was ist mit dem Gnadengesuch und mit der Tatsache das mir bei Verhandlung kein Anwalt zur Seite gestellt wurde?
Wenn ich zu einem Anwalt gehe wie läuft die Bezahlung oder soll ich einfach zu einem in meiner gegend gehen und den Rest mit Ihm klären?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2008 | 17:34

Zunächst bedaure ich, Sie bezüglich des Gnadengesuchs mißverstanden zu haben. Ich habe dies als Feststellung und nicht als Frage interpretiert.

Für den Fall, dass Ihnen für das Beschwerdeverfahren ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt wird, zahlt zunächst die Justizkasse den Rechtsanwalt. Bezüglich der Klärung gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen können Sie selbst den Richter anrufen und fragen, ob Ihnen ein Pflichtverteidiger gestellt wird. Zum anderen können Sie direkt einen Anwalt Ihrer Wahl damit beauftragen. Beachten Sie jedoch, dass Sie dessen Kosten zu tragen hätten, wenn Ihnen keine Pflichtverteidgung gewährt wird.

Zum Gnadengesuch ist Folgendes zu sagen:
Meines Erachtens wäre es sinnvoller, zunächst das Beschwerdeverfahren durchzuführen. Sollte dies für Sie negativ verlaufen, können Sie noch immer ein Gnadengesuch einreichen. Dieses ist form- und fristfrei. Sie sind also an keine Frist gebunden. Einzureichen wäre das Gnadengesuch gemäß § 3 Gnadenordnung NRW bei den Landgerichten, den Vollstreckungsbehörden oder beim Generalstaatsanwalt. In Ihrem Fall wäre die Einreichnung beim Landgericht Kleve angebracht. Der Inhalt des Gesuchs kann mit dem der Beschwerde übereinstimmen. Sie sollten wiederum stichhaltig begründen, warum Ihnen Gnade gewährt werden soll.

Auf die Tatsache, dass Ihnen kein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt wurde, wurde bereits in der Ergänzung eingegangen.

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 04.07.2008 | 16:58

Die Entscheidung des Gerichts, Ihnen bei Ihrer damaligen Verhandlung keinen Pflichtverteidiger zu stellen, dürfte rechtmäßig gewesen sein. Ein Pflichtverteidiger wird Ihnen nur unter den Voraussetzungenn des 140 StPO gestellt. Diese dürften in Ihrem Fall aber nicht zutreffen.

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"Leider wurde meine frage bezüglich des Gnadengesuchs nicht beachtet"
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