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Beschwerde gegen Zwangsverwalter

21.01.2009 10:00 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Wir befinden uns mit unserem Haus in der Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung. Weil wir einen grösseren Zahlungseingang erwarten und damit die Schuld in absehbarer Frist komplett ablösen wollen, haben wir den Inbesitznahmetermin durch den Zwangsverwalter bisher verweigert. Dabei spielte auch eine Rolle, dass der Zwangsverwalter von Anbeginn im Übereifer (sollten wir nicht kooperieren) Begriffe wie "Ausräuchern" der Schuldner verwendete, mit Zwangsräumung drohte und irreversible Umbau- und Abrissarbeiten am Objekt plante, um die Bedingungen für eine Nachvermietung günstiger zu gestalten. Das Verhältnis ist inzwischen völlig verhärtet.
Wir haben der Gläubigerseite vor reichlich einer Woche schriftlich angezeigt, dass wir in zwei bis drei Wochen ablösen wollen und können und darüber auch den Nachweis geführt.
Dennoch versucht der Zwangsverwalter mit aller Härte die Inbesitznahme noch zu vollziehen und hat den GV beauftragt, im Haus sämtliche Schlösser auszutauschen, so dass wir praktisch auf die Strasse fliegen, unsere Erklärung, dass wir ablösen wollen, ignoriert er. Der Termin beim GV für diese Aktion ist bereits festgelegt. Einen Räumungstitel hat er nicht.
Was können wir gegen diese Willkür tuen, wenige Tage bevor wir zahlen nicht doch noch aus dem Haus geworfen zu werden?
Ist eine Beschwerde beim zuständigen AG plus Antrag auf einstweilige Verfügung oder Anordnung (dass er das unterlassen soll) zweckmässig? Dürfen wir das auch ohne Anwalt einreichen?
Die Sache ist dringend und wir bitten um eine rasche Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Gem. § 3 ZwVwV hat der Zwangsverwalter das Objekt in Besitz zu nehmen. Daher ist der Zwangsverwalter verpflichtet eine entsprechende Inbesitznahme durch einen Inbesitznahmetermin vorzunehmen. Aufgrund bestehender Haftungstatbestände, insbesondere des Versicherungsschutz, als auch der Berichtspflicht gegenüber dem Gericht, hat der Verwalter die Inbesitznahme unverzüglich (2 Wochen) vorzunehmen.

Sinn und Zweck der Inbesitznahme ist u.a. zu prüfen, welche Mietverträge bestehen und welche Räume dem Eigentümer belassen werden können. Insoweit kann sich der Zwangsverwalter mit der Bestallungsurkunde (Vollstreckbare Ausfertigung) auch zwangsweise Zutritt mit einem Gerichtsvollzieher verschaffen.

Insoweit sollten Sie die Gläubiger anschreiben, dass die Zwangsverwaltung zurückgenommen wird, da alsbald der Schuldsaldo ausgeglichen wird. Der Gläubiger ist bei dieser Einzelvollstreckungsmaßnahme Herr des Verfahrens. Wir die Zwangsverwaltung nicht aufgehoben, wäre dem Zwangsverwalter die Inbesitznahme zu ermöglichen. Eine Beschwerde diesbezüglich hat daher bei dem Vollstreckungsgericht wenig Aussicht auf Erfolg.

Allenfalls wären die Androhungen seitens des Verwalters in Bezug auf Ausräuchen gegenüber dem Gericht zu thematisieren.

Ich bedaure Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können, hoffe Ihnen trotzdem einen ersten Einblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

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