Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.757
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beschwerde gegen Ernennung eines Testamentsvollstreckers durch das Nachlassgericht

03.09.2018 19:31 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


05:49
Ich führe eine Beschwerde gegen die Ernennung eines Testamentsvollstreckers (Kosten für den Testamentsvollstrecker geschätzt 20.000 Euro) durch das Nachlassgericht in einer Erbschaftsangelegenheit mit 4 Erben . Der Beschwerde wurde durch das zuständige Nachlassgericht nicht abgeholfen und dieses hat die Sache dem OLG zur Entscheidung vorgelegt.
(a) Wie hoch sind die voraussichtlichen Kosten für das Beschwerdeverfahren vor dem Nachlassgericht und folglich auch vor dem OLG wenn auch das OLG der Beschwerde nicht abhilft und entstehen diese Kosten auch wenn die Beschwerde zurückgezogen wird?
(b) Wer hat diese Kosten zu tragen, der Beschwerdeführer oder alle 4 Erben?
03.09.2018 | 20:53

Antwort

von


(1086)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


a)

Im Rechtsmittelverfahren bestimmt sich der Geschäftswert nach den Anträgen des Rechtsmittelführers, vgl. § 61 Absatz 1 GNotKG.

Der Geschäftswert für das Verfahren über die Ernennung oder Entlassung eines Testamentsvollstreckers beträgt jeweils 10 Prozent des Werts des Nachlasses im Zeitpunkt des Erbfalls, wobei Nachlassverbindlichkeiten nicht abgezogen werden, vgl. § 65 GNotKG.

Ist das Verfahren auf sonstige Weise erledigt oder wird der Antrag zurückgenommen, gilt § 81 FamFG entsprechend, vgl. § 83 Absatz 2 FamFG.

b)

Das Gericht kann bei der Rücknahme der Berufung die Kosten des Verfahrens nach § 81 Absatz 1 FamFG nach billigem Ermessen den Beteiligten ganz oder zum Teil auferlegen. Es kann auch anordnen, dass von der Erhebung der Kosten abzusehen ist.

Wenn der Beteiligte durch grobes Verschulden Anlass für das Verfahren gegeben hat oder der Antrag des Beteiligten von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatte und der Beteiligte dies erkennen musste, so soll das Gericht nach § 81 Absatz 2 Ziff. 1, 2 FamFG die Kosten des Verfahrens ganz oder teilweise einem Beteiligten auferlegen.

Bei Rücknahme der Beschwerde werden regelmäßig dem Beschwerdeführer die Kosten auferlegt.

Ansonsten gilt der Grundsatz in § 84 FamFG. Das Gericht soll danach die Kosten eines ohne Erfolg eingelegten Rechtsmittels dem Beteiligten auferlegen, der es eingelegt hat.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Einer positiven Bewertung sehe ich entgehen.

Gerne höre ich von Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2018 | 22:44

Vielen Dank für Ihre schnelle und umfassende Antwort zu der ich folgende Nachfrage habe:

Sie schreiben : " Das Gericht kann bei der Rücknahme der Berufung die Kosten des Verfahrens nach § 81 Absatz 1 FamFG nach billigem Ermessen den Beteiligten ganz oder zum Teil auferlegen. Es kann auch anordnen, dass von der Erhebung der Kosten abzusehen ist. " auf der anderen Seite sagen Sie aber: "Bei Rücknahme der Beschwerde werden regelmäßig dem Beschwerdeführer die Kosten auferlegt".
Ist das ein Widerspruch in sich, oder meinen Sie damit, dass das Gericht zwar die Kosten bei Rücknahme der Beschwerde durch den Beschwerdeführer anders verteilen könnte dies aber nie macht sondern stets dem Beschwerdeführer, der die Beschwerde zurücknimmt, auch die Kosten auferlegt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2018 | 05:49

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, es liegt kein Widerspruch vor. Nach meiner Erfahrung werden dem Beschwerdeführer, der die Beschwerde zurücknimmt, auch stets die Kosten auferlegt.

Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth


Wir
empfehlen

Einzeltestament

Mit dem interaktiven Muster von 123recht.net schreiben Sie Ihr wasserdichtes Einzeltestament. Einfach die Fragen beantworten, Ihr Testamentstext wird für Sie formuliert.

Jetzt Testament machen
ANTWORT VON

(1086)

Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Immobiliensteuern, Strafrecht, Baurecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbsrecht, Familienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64106 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt war sehr Kompetent! Er hat mir sehr geholfen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles war für mich in Ordnung. Schnell und in einer verständlichen Ausdrucksart. Super - so soll es sein. Danke ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde ausführlich beantwortet und es wurde eine neue Möglichkeit aufgezeigt, diesen "Fall" evtl zu lösen. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER