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Beschwerde gegen Beschluss in Bezug auf Versorgungsausgleich

| 03.11.2020 08:58 |
Preis: 50,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
ich Wohne seit Juli 2017 in Polen.

Im August 2018 ließ ich mich in Polen nach polnischem Recht scheiden.
Eheschließung in Polen nach polnischen Recht 1981 (zu dem Zeitpunkt nur polnische Staatsangehörigkeit beide Personen).

Meine Ex-Frau wohnt in BRD. Hat deutsche und polnische Staatsangehörigkeit seit 1989 (wie ich auch).

Im September 2019 stellte meine ehemalige Ehefrau Antrag auf Versorgungsausgleich und unter Angabe von falschen Tatsachen hat sie sich eine Prozesshilfe in Deutschland zugesichert (das ist nur nebensächlich in dem Fall zu jetzigem Zeitpunkt).

Zuständig für Versorgungsausgleich ist ein Gericht in NRW (entfernt 900 km von meinem Wohnort in Polen).

Nach lange suche von Polen aus habe ich einen Anwalt im November 2019 in Berlin gefunden und der hat die Sache angenommen.

Anfänglicher Schriftverkehr hat in der Zeit von November 2019 bis anfangs Februar 2020 Stattgefunden. Drei Briefe.
Da ich schwer krank bin hatte ich nicht die Kraft mich selbst um die Sache zu kümmern.

Auf Grund der schweren Erkrankung beziehe ich Rente wegen voller Erwerbsminderung (seit dem 1 Juli 2013) auf Lebenszeit. Jegliche Beschäftigung wurde ausgeschlossen.
Mein Gesundheitszustand war seit Anfang an dem Gericht bekannt (Gutachten, Krankenhausberichte, Bescheinigungen von Behandelenden Ärzten).

Von Anfang Februar 2020 bis Ende August 2020 habe ich nichts mehr, weder von meinem Anwalt aus Berlin noch von dem Gericht gehört.

Im August 2020 kam ein Schreiben von dem Gericht in NRW mit der Info, dass mein Anwalt am 2 Mai 2020 gestorben ist.

Nach der Information mein Gesundheitszustand hat sich der maßen verschlechtert, dass ich nichts mehr selbst unternehmen konnte.
Meine Vermieterin in Polen hat sich um mich gekümmert und verfasste ein Brief an das Gericht, dem wurde Ärztliche Bescheinigung meines Arztes beigefügt.
Von Gericht Kamm nichts zurück!

Heute, am 2 November 2020 habe ich Beschluss von dem Gericht bekommen. Ich habe alles verloren!

Dem Beschluss waren etliche Briefe beigefügt, die das Gericht zwischen Mai und Juli an meinen toten Anwalt Geschick hat!
Zum Beispiel, dass wir eine abschließende Stellungnahme binnen X Tage abgeben dürfen.
Wie kommts, dass das Gericht, das mich über den Tod des Rechtsanwalts informierte die an den verstorbenen Anwalt gerichtete Briefe die ich nie gesehen habe zu meinen Ungunsten ausgelegt hat?

Wie konnte sich Anwalt meiner ex-Frau Informationen von den Rentenversicherungen einholen ohne, dass ich darüber informiert wurde? EU Datenschutz- Verordnung gilt in DE nicht?

Steht mir nicht das Recht einen fairen Prozess zu haben?
Steht mir in BRD kein Recht auf einen Anwalt nur deshalb, weil ich in Polen (noch) lebe?

Wie soll ich jetzt eine Beschwerde gegen den Beschluss anlegen, wenn ich krank bin, die Pandemie tobt und ich einen deutschen Anwalt nehmen muss, ohne die Möglichkeit ihn schnell in Deutschland zu finden?
Bitte um Rat, Hilfe oder sonst was.

Das was ich geschrieben habe ist stark verkürzt, aber ein Anwalt wird sofort erkennen wie viele Fehler und Ungereimtheiten hat sich die Frau Dr. Richterin des besagten Gerichtes in NRW erlaubt.

Von Gleichbehandlung beider Parteien kann hier nicht die Rede sein.
Beschwerde kann ich nur per einen deutschen Anwalt binnen kurzer Zeit einreichen (!).

Wie? Seit April bin ich auf fremd Hilfe angewiesen und in der tobenden Pandemie wird niemand mit mir nach Deutschland reisen um Anwalt zu suchen.
Kann jemand hier als deutsche Anwalt mich vertreten?
Zumindest erst zwecks Beschwerde / Berufung?

03.11.2020 | 09:51

Antwort

von


(755)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wichtig ist, dass die Beschwerdefrist für das Rechtsmittel gegen den Beschluß nicht verstreicht. Für das Beschwerdeverfahren gilt Anwaltszwang, d.h. Sie müssen für das Beschwerdeverfahren anwaltlich vertreten sein.

Ich kann Ihnen anbieten, dass sie den Beschluß schnellstmöglich zur Verfügung stellen und dann fristwahrend Beschwerde eingelegt wird. Unter Umständen kann für Sie ebenfalls Verfahrenskostenhilfe beantragt werden. Dazu ist allerdings Ihre Mitwirkung erforderlich, da ein dafür vorgesehenes Formular ausgefüllt werden muss.

Ob die Beschwerde Aussicht auf Erfolgt hat, lässt sich ohne weitere Kenntnis des Falles natürlich überhaupt nicht einschätzen. Dazu wäre zunächst Akteneinsicht bei Gericht zu beantragen.

Sofern Sie eine weitere Vertretung zumindest für die Einlegung einer Beschwerde wünschen, lassen Sie mit den Beschluss gesondert per Email zukommen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 03.11.2020 | 13:12

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