Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beschuldigung sexueller Belästigung


| 30.08.2007 16:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,folgender Sachverhalt:
heute sprach mich mein Vorgesetzter an, um mir mitzuteilen, das sich eine Betriebsfremde Person über mich beschwert hat. Ich hätte an meinem Arbeitsplatz auf dem Schreibtich ein Pornoheft liegen gehabt, ferner soll ich die Person berührt haben, was sich nicht vermeiden läst, da ich Ihr Papiere geben muss.Auch soll ich Ihr unsittliche Worte hinterhergerufen haben. Ich muss dagegen vehement widersprechen da ich kein Pornoheft liegen hatte und auch keine unsittlichen Worte gesagt habe. Was kann nun passieren und was muss ich tun. Es steht Aussage gegen Aussage.
Für eine Antwort danke ich in voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben summarisch gern wie folgt beantworten möchte.

Wenn an Ihren Arbeitgeber ein solcher Vorwurf herangetragen wird, muss er den Sachverhalt prüfen. Dazu hat er die vermeintlich sexuell belästigte Person, den mutmaßlichen Belästigenden sowie gegebenenfalls Zeugen anzuhören. Wenn der Sachverhalt sich so wie von der Person geschildert zugetragen hätte, so würde dies den Tatbestand der sexuellen Belästigung erfüllen. Eine Abmahnung wäre gerechtfertigt, eine Kündigung wohl bei einem einmaligen Vorfall nicht.

Da es sich jedoch nicht so zugetragen hat, haben Sie auch keine arbeitsrechtlichen Sanktionen zu befürchten. Der bloße Verdacht reicht für eine Abmahnung nicht aus. Sollte eine Abmahnung gegen Sie ergehen, so sollten Sie dieser widersprechen. Der Arbeitgeber muss nämlich grundsätzlich ein Fehlverhalten seines Arbeitnehmers nachweisen und notfalls auch beweisen können. Sie müssen also nicht etwa Ihre Unschuld beweisen.

Da die andere Person offenbar wahrheitswidrige und zudem rufschädigende Äußerungen über Sie verbreitet, könnte ihr gezeigtes Verhalten hier zudem strafrechtlich relevant sein. Zu denken ist hier an üble Nachrede bzw. sogar Verleumdung.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

www.jeromin-kraft.de

Nachfrage vom Fragesteller 30.08.2007 | 17:22

Vielen Dank! Und wie würde es aussehen, wenn der Arbeitgeber der anderen Persion mehr glauben schenkt?
Ich bin mittlreweile 28 Jahre im Betrieb.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2007 | 17:35

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank auch für Ihre Nachfrage.

In krassen Einzelfällen kann nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ein Verdacht für arbeitsrechtliche Sanktionen ausreichen. Dann sind jedoch starke Verdachtsmomente erforderlich, die sich auf objektive Tatsachen gründen. Dafür reicht es jedoch grundsätzlich nicht, wenn es nur einen Vorwurf gibt, der abgestritten wird. Es bedürfte z.B. weiterer Zeugen.

Ihr Arbeitgeber kann Sanktionen nicht einfach damit begründen, dass er Ihnen weniger glaubt und somit von dem Vorfall überzeugt ist. Dies ist dann seine nicht maßgebliche Überzeugung und damit seine subjektive Sicht der Dinge. Zudem spricht für Sie die lange Beschäftigungsdauer, wenn es in der Vergangenheit keine bemerkenswerten Vorfälle gegeben hat.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Super schnell hat mir sehr geholfen Vielen dank "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER