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Beschuldigung - Widerstand gegen die Staatsgewalt


25.08.2006 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

Heute bekam ich eine Vorladung. Ich werde beschuldigt in der Ermittlungssache "Widerstand gegen die Staatsgewalt".

Folgendes ist vor 2 Tagen passiert. Ich war zu fuss unterwegs, aufeinmal hält eine Polizeistreife vor mir an, ich gehe auf das Auto zu und daraufhin steigt ein Polizist aus und brüllt "Ausweis", darauf erwiderte ich "wie wärs, mit zeigen Sie BITTE mir Ihren Ausweis".

Er antwortete bzw. brüllte "ich will Ihren Ausweis sehen". Als ich mein Ausweis zeigen wollte und gleichzeitig die Bemerkung gemacht habe, "nach dem ich Ihnen mein Ausweis gezeigt habe, will ich Ihre Dienstnummer und den Namen ihres Vorgesetzten", haben die mir den Portemonee aus den Hand gerissen, mich auf die Wand gepackt, mir Handschellen angelegt und ich wurde mit "blöder Vogel" beschimpft.

Im Revier wurde von mir ein Foto gemacht, ich soll angeblich mit einen Ähnlichkeiten gehabt haben bzw. genau das selbe Capy bzw.Mütze anhaben wie der Räuber, der angeblich ein Markt ausgeraubt hat. Ich wurde wie ein Hund behandelt. Letztendlich bestand ich darauf auf die Namen der beiden unkompetenten Personen und den Namen des Vorgesetzten. Ich wurde wie ein Schwerverbrecher behandelt und ein Mensch ohne Würde.

Ich bin jetzt dabei eine Dienstaufsichtsbeschwerde anzufertigen.

Meine Frage wäre jetzt was habe ich jetzt von dieser Beschuldigung und der Vorladung zu erwarten und was könnte auf mich zu kommen bzw. mit welchen Konsequenzen habe ich zu rechnen???

Ist es sinnvoll hinzugehen oder nicht und muss ich dort erscheinen, was wäre hier vorteilhaft???

Ist dieses eine Einschüchterung ??? Wie soll ich mich jetzt am besten verhalten ???

Jetzt bin ich auf Ihre Hilfe angewiesen.

Ich bin um jeden Ratschlag dankbar.

Danke im voraus.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes antworte ich wie folgt.

Der Strafrahmen des § 113 StGB beträgt Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahre oder Geldstrafe.
Ob der Ihnen gemachte Vorwurf und somit der § 113 hier einschlägig ist wage ich nach Ihrer Schilderung zu bezweifeln.

Richtigerweise sollten Sie unverzüglich einen Rechtsanwalt mit Ihrer Sache betrauen. Dieser wird Akteneinsicht nehmen und dann das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Als Beschuldigter sind Sie nicht verpflichtet der Ladung der Polizei folge zu leisten. Wenn Sie höflich sind sagen Sie den Termin telefonisch ab. Im Übrigen müssen Sie nur Angaben zur Person machen nicht jedoch zu Sache.

Ich empfehle Ihnen nicht zur Vernehmung zu gehen und statt dessen einen Verteidiger einzuschalten.

Gerne stehe ich Ihnen hierfür zu Verfügung.

Ich hoffe Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben.
Gegebenenfalls nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die rechtlliche Lage nur bei Kenntnis des gesamten Sachverhaltes zutreffend beurteilt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2006 | 23:49

Hallo Herr Boukai,

zuerst danke ich Ihnen für Ihre schnelle Antwort.

Was raten Sie mir, soll ich trotzdem die Dienstaufsichtsbeschwerde zu schicken und gleichzeitig einen Strafverteidiger aufsuchen oder die DAB lassen??? Welchen Ratschlag könnten Sie mir da geben???

Was würde eigentlich hypothetisch gesagt passieren, wenn ich zu dieser Einladung hingehen würde bzw. welche Nachfolgen könnte dies haben???

Bei der Festnahme wurde mir gesagt, ich wäre beschuldigt evtl an einen Raub gewesen zu sein, da ich genau der Beschreibung des Täters aussehen würde und darum wurden Fotos von mir gemacht und jetzt werde ich wegen Widerstand gegen Staatsgewalt beschuldigt zu sein. Kann ich irgendwelche Ansprüche geltend machen und zusätzlich betreff das brutale Verhalten der beiden Polizisten???

Danke im voraus !!!


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2006 | 10:44

Sehr geehrter Fragesteller.

Ob Sie die Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen wollen bleibt Ihnen überlassen. Da Sie das Gefühl haben, dass die Beamten falsch gehandelt haben sollten sie die Sache nicht auf sich beruhen lassen.
Folgen Sie der Ladung so wird man Sie vernehmen wollen. Eine einmal gemachte Aussage lässt sich im Nachhinein nur wieder sehr schwer ändern.
Ob Sie weitergehende Ansprüche haben kann nur nach Akteneinsicht beurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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