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Beschränkung der Teilungsversteigerung möglich?

12.10.2007 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Ausgangssituation: Ein Ehepaar ist gemeinsam Eigentümer eines Hauses (gesetzlicher Güterstand). Der eine Ehepartner stirbt. Seinen Nachlaß, d.h. seinen 50%-Anteil an dem Haus erben zur Hälfte der überlebende Ehepartner und zu je einem Viertel die beiden Kinder des Paares.
Wegen Uneinigkeit bei der Erbauseinandersetzung überlegt man nun eine Lösung per Versteigerung.

Frage: Kann die Versteigerung auf den 50 %-Gebäudeanteil des Nachlasses beschränkt werden oder muß zwangsläufig das ganze Haus einschließlich des originären 50 %-Anteils des überlebenden Ehegatten versteigert werden? Welche gesetzliche Vorschrift ist maßgebend?

Sehr geehrter Fragesteller,

die Teilungsversteigerung ist grundsätzlich nur über das gesamte Grundbuchobjekt möglich, denn die Teilungsversteigerung hat nach § 180 ZVG die Auflösung der Gemeinschaft zum Ziel.

Bei der Teilungsversteigerung kann der überlebende Ehegatte selbstverständlich mit steigern und auf diesem Weg (möglicherweise günstig) den Rest erwerben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2007 | 08:20

Ich habe soeben gehört, es gäbe einen sogenannten "Kleinen Antrag", bei dem nur die Erbengemeinschaft aufgelöst werden soll, zum Unterschied von einem "Großen Antrag", bei dem es um die gesamte Immobilie einschließlich der nicht zur Erbengemeinschaft gehörenden Anteile geht.
Besteht die Möglichkeit des "Kleinen Antrags" hier auch, und wenn nein, warum nicht? Aus dem § 180 ZVG geht m.E. nichts dazu hervor.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2007 | 12:08

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt nach § 2042 BGB die Möglichkeit, die gesamte Erbengemeinschaft aufzulösen, also mit allem, was zum Nachlass gehört (Immobilie etc.) oder es gibt die Möglichkeit, nur die Eigentümergemeinschaft bezüglich der Immobilie aufzulösen. Beides führt in Ihrem Fall zum selben Ergebnis, nämlich dass die gesamte Immobilie (freiwillig) verkauft oder ("unfreiwillig") versteigert wird.
Es ist nicht möglich, "nur" die Erbengemeinschaft aufzulösen ohne die Immobilie zu übertragen. Allenfalls eine Teilung durch Erbauseinandersetzungsvertrag wäre möglich, aber dazu ist eine Einigung erforderlich.

Es besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit, einen Erbteil oder auch einen Anteil an der Immobilie zu verkaufen, jedoch wäre dies in Ihrem Fall nicht zielführend, denn Ihre Frage ist aus Sicht des überlebenden Ehegatten gestellt, der seinen Anteil behalten möchte und nicht von den Kindern in eine Versteigerung gezwungen werden möchte. Für diesen Ehegatten besteht leider keine Möglichkeit, gegen den Willen der Kinder seinen Anteil zu behalten.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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