Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beschränkung bei Frührente


07.01.2007 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Ich hätte gern einen Rat ob es rechtens ist das man als Frührenter beschränkt wird. Der Fall ,ich wurde mit 57 arbeitslos(Firmenverlagerung) Ich habe keinen job mehr bekommen und hatte mit 60 nur die Wahl Frührente oder kein Einkommen da kein Anspruch auf Hartz IV besteht (Vermögen)Ich habe 40 Jahre gut verdient aber nachweislich ist die Rente wegen der 18%tigen Kürzung nur 1311€.Kernpunkt ist jetzt Man kann mir keinen Job vermitteln;ich finde keinen,ich bekomme kein Hartz IV meine Rente wird verständlicherweise gekürzt,aber ich darf nur 345 € dazuverdienen.Mit welchem Recht? ab 65 ändert sich das.Ich nehme schon die Kürzung hin.Fakt ist mein Lebensstandard wird per Gesetz von früher 3000€/Monat auf heute 1311 + 345 = 1656 € beschränkt.Ich würde gene mehrere 400€ Jobs annehmen denn die gibt es zu Hauf.

Muss ich mich mit der Lage abfinden?Was könnte ich tun?

Mit freundlichem Gruss

porschedieter
Sehr geehrter Ratsuchendender,

anhand Ihres Sachverhaltes will ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des Einsatzes wir folgt beantworten:

Seit Anfang 2006 der Vorruhestand mit 60 Jahren gestrichen worden. Davor konnten Arbeitnehmer, die arbeitlos waren, mit dem 60. Lebensjahr in den „Vorruhestand“ gehen.

Nach der Gesetzesänderung ist der Bezug einer vorgezogenen Rente mit 60 nur noch möglich, wenn sie vor dem 01.04.2004 arbeitlos waren bzw. einige andere Voraussetzungen erfüllt haben.

Nach welcher Regelung Sie Ihre vorzeitige Rente erhalten haben, spielt keine Rolle, ich gehe davon aus, dass Sie noch nach „altem Recht“ beurteilt werden.

Nun schreibt das Gesetz vor, dass pro Monat bis zum vorgechriebenen Regelrentenalter (damals 65) ein Abschlag in Höhe von 0,3 % hinzunehmen ist. So errechnen sich die auch von Ihnen geschilderten 18 %
(5 Jahre x 12 Monate x 0,3 Prozent Abschlag (pro Monat).

Bei Personen in Ihrer Situation steht das Problem im Vordergrund, dass der ALG-Anspruch aufgebraucht ist, Hartz IV aufgrund des „angehäuften“ Vermögens nicht erlangbar ist, man aber darüber hinaus auch nicht vermittelt wird bzw. nur sehr schwierig.

Die gesetzlichen Regelungen bis hierhin sind aber wirksam, und so leid es mir tut, Ihnen keine besseren Antwort zu geben, derzeit auch nicht angreifbar, es sei denn Sie würden sich durch alle Instanzen klagen, um eine Verfassungswidrigkeit zu erreichen. Allerdings kann ich eine solche hier aus meiner Einschätzung auch nicht sehen.

Zu Ihrer zweiten Frage; diese stellt auf die Einschränkungen bei Nebenverdiensten ab.

Diese Beschränkungen gibt es und sie haben Ihren Ursprung darin, dass dem Grunde nach derjenige, der Rente bezieht, aus dem Arbeitsleben ausgeschieden ist.

Bei der Altersrente ist das Renteneintrittsalter entscheidend für mögliche Beschränkungen.

Wer mit Vollendung des 65. Lebensjahrs in Rente geht, kann ohne Beschränkungen hinzuverdienen. Allerdings sind hier ggf. Steuern und Abgaben gezahlt werden müssen.

Rentner, die vorzeitig in Rente gehen, dürfen nur bis zu einer Grenze von 345 EUR (heute 350) brutto im Monat dazuverdienen, wenn sie ihre Vollrente behalten wollen. Dieser Betrag darf allerdings in zwei Monaten des Kalenderjahrs bis zu einer Obergrenze von 690 EUR (700 EUR) brutto überschritten werden.

In Fällen der Überschreitung erfolgt dann eine (wohl nicht gewollte Anrechnung). Die Vollrente wird dann in eine Teilrente umgewandelt, Allerdings dürfen mit der Teilrente dann auch höhere Beträge dazuverdient werden.

Die Bestimmungen sind leider eindeutig, insbesondere die des SGB VI. Rechtliche Möglichkeiten existieren nach meiner Einschätzung nach nicht, es sei denn, die erwähnte Teilrente wäre eine Alternative für Sie.

Ich empfehle Ihnen auch, sich mit der Deutsche Rentenversicherung in Verbindung zu setzen. Mir ist bekannt, dass hier ein Informationsservice über sämtliche Möglichkeiten für Leute in vergleichbaren Situationen besteht.

Mit freundlichen Grüßen

RA Alexander J. Boos
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER