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Beschluss im Bereich der Insolvenz


23.05.2018 21:36 |
Preis: 55,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


09:02

Guten Tag,

1) unsere Schulden beliefen sich auf 24,950€ darauf hin wurde die Privatinsolvenz beantragt. Nach mühsamen 6 Jahren ergab sich eine angesparte Gesamtsumme in höhe von 33.733€.

- 19.333,33€ gingen davon für die Vergütung und die Auslagen für den Insolvenzverwalter
- 14.400€ hat sich in der Insolvenzmasse angespart

Das ärgerliche an der Sache ist, dass die Vergütung und die Auslagen für den Insolvenzverwalter höher sind wie die Insolvenzmasse die für den Treuhänder gedacht war. Ist dies rechtens?

2) es befinden sich zwei Grundstücke im Besitz der Insolvenzverwaltung, diese wurden bis heute noch nicht herausgegeben an den Gläubiger. Die Staatsanwältin verlangte zur Aushändigung der Dokumente an den Gläubiger zusätzlich 10.000€ auf die Insolvenzmasse. Heißt die Dokumente müssen Freigekauft werden.

Ist es rechtens nach 6 Jahren Restschuldbefreiung und 33.733€ Einzahlung, immer noch für die Zurückgebung der Dokumente das Geld zu verlangen? Sollten die Dokumente nicht automatisch nach 6 Jahren einfach zurück gegeben werden?

Mit freundlichen Grüßen
Herr Köse
23.05.2018 | 22:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundlage für die Berechnung der Verwaltervergütung ist nach § 1 InsVV die Summe der vom Verwalter erzielten Einnahmen ohne Berücksichtigung der Ausgaben. Abhängig von diesem Wert ergibt sich nach der Staffelrechnung des § 2 InsVV die sog. Regelvergütung, und nach eventuellen Zuschlägen nach § 3 InsVV die letztendliche Verwaltervergütung. Ohne Kenntnis von diesen einzelnen Parametern kann die Angemessenheit der Vergütung nicht beurteilt werden. Die entsprechende Berechnung können kann dem Vergütungsbeschluss entnommen werden. Da wie erwähnt Ausgaben bei der Vergütungsberechnung nicht berücksichtigt werden, kann es aber in der Tat vorkommen, dass die Verteilungsmasse geringer ist, als die Vergütung.

Ihre Ausführungen zu den Grundstücken kann ich dagegen leider nicht nachvollziehen. Wie Sie mitteilen, würde das Insolvenzverfahren abgeschlossen. Ein Abschluss setzt aber voraus, dass das gesamte Vermögen verwertet oder freigegeben wurde. Dh es können hier eigentlich keine Grundstücke mehr in der Insolvenz sein. Zudem haben Grundpfandgläubiger an sich selbst die nötigen Unterlagen, so dass ein Rückgriff auf den Verwalter unnötig und in der Regel auch nicht erfolgreich ist. In diesem Zusammenhang ist leider auch unklar, weshalb die Staatsanwaltschaft beteiligt ist. Ich bitte Sie daher um weitere Erläuterungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning

Nachfrage vom Fragesteller 23.05.2018 | 22:32

Guten Tag, die Privatinsolvenz endet am 27.07.2018, heißt das die Dokumente immer noch bei der Insolvenzverwaltung sind. Das zuständige Amtsgericht hat angeboten, das wenn wir 10.000 € zusätzlich auf die Insolvenzmasse einzahlen, einen Schlussstrich ziehen würde und somit auch die Insolvenz beenden und die Grundstück Unterlagen herausgeben würde.

Ist dies erlaubt?

Sollten die 10.000€ nicht eingezahlt werden in die Insolvenzmasse, geht dann die Insolvenz weiter wegen den Grundstücken?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.05.2018 | 09:02

Hallo

und danke für die Nachfrage. Nachdem Ihnen bereits ein fixes Datum für das "Ende der Insolvenz" genannt wurde, vermute ich nunmehr, dass an diesem Tag Ihre Wohlverhaltensphase endet und die Restschuldbefreiung ansteht. Diese ist aber nicht identisch mit dem Ende des Insolvenzverfahrens: In der Regel endet das Insolvenzverfahren vor der Erteilung der Restschuldbefreiung, d.h. mit dieser ist dann "alles erledigt". Es kann aber vorkommen, dass das Insolvenzverfahren über die Erteilung der Restschuldbefreiung hinaus fortdauert, z.B. wenn die Verwertung der Insolvenzmasse mit Schwierigkeiten verbunden ist, wie bei Grundstücken mit Altlasten. Wie bereits erwähnt, kann ein Insolvenzverfahren erst beendet werden, wenn das gesamte Vermögen verwertet wurde. Existieren Grundstücke, die noch nicht verwertet wurden, kann das Verfahren nicht beendet werden.

Leider ist mir auch weiter unklar, warum und wofür die € 10.000 verlangt werden, sowie wer diese von wem verlangt. Möglich wäre es, dass der Insolvenzverwalter Ihnen den Erwerb der Grundstücke zu diesem Preis zum Kauf anbietet, da er die Grundstücke anderweitig nicht los wird - dies ist aber nur eine Vermutung meinerseits. Um dies zu klären wäre es wohl sinnvoll, die entsprechende Korrespondenz zu sichten, was aber ein eigenes Beratungsmandat erfordern würde und hier über Frag-einen-Anwalt nicht dargestellt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
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