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Bescheinigungspflicht bei Hospitation?

26.06.2013 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung:

Freistellung für Vorstellungsgespräch

Mein befristeter Arbeitsvertrag in meiner bisherigen Firma läuft aus und wird nicht verlängert, was mir bereits mitgeteilt wurde.
Nun habe ich Bewerbungen verschickt und erste Vorstellungsgespräche gehabt. Für die Vorstellungsgespräche wurde ich von meinem bisherigen Arbeitgeber freigestellt, ohne das er erfährt wo ich mich beworben habe.

Nun hat mich eine Firma nach einem Vorstellungsgespräch zu einer Hospitation eingeladen. Mein Arbeitgeber hat zwar signalisiert, dass er mich dafür auch freistellen würde, jedoch möchte er dafür eine Bescheinigung erhalten das ich dort hospitiert habe.

Da ich nicht möchte, dass mein jetziger Arbeitgeber mitbekommt wo ich hospitiere möchte ich ihm eigentlich keine Bescheinigung vorlegen.

Kann der Arbeitgeber eine solche Bescheinigung von mir verlangen?
Habe ich einen Anspruch auf Freistellung?

Wenn der Arbeitgeber eine solche Bescheinigung verlangen darf, ich ihm aber nicht mitteilen möchte wo ich hospitiere, macht es da Sinn einen unbezahlten Urlaubstag zu nehmen um nur nicht die Bescheinigung vorlegen zu müssen?

Wäre nett, wenn Sie mir hier aus rechtlicher Sicht einen Rat geben könnten, wie ich mit dieser Situation umgehen soll.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 629 BGB hat der Arbeitnehmer Anspruch auf angemessene Zeit für das Aufsuchen eines anderen Dienstverhältnisses, somit für die Wahrnehmung eines Vorstellungsgesprächs. Die Vorschrift wird weit ausgelegt, sodass die Freistellung nicht nur für das Bewerbungsgespräch an sich zu erfolgen hat, sondern auch für die Vervollständigung der Bewerbungsunterlagen. Eignungstests o.ä. fallen in den Anwendungsbereich der Norm. Eine Hospitation kann man als Eignungstest werten, sodass auch diese von dem Anspruch umfasst ist. Der AG hat Sie daher unter Bezahlung der Vergütung freizustellen, sofern es sich bei Ihrem jetzigen Arbeitsverhältnis um ein dauerndes Arbeitsverhältnis handelt. Die Befristung spielt keine Rolle, solange kein es sich nicht um ein Aushilfs- oder Probearbeitsverhältnis handelt.
Die Freistellung ist nur auf Antrag zu gewähren. Dieser muss rechtzeitig, das heißt, mindestens 2 Tage vorher gestellt werden. Verweigert Ihr AG die Freistellung, kann ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Arbeitsgericht gestellt werden.

Eine Bescheinigung kann Ihr Arbeitgeber nicht verlangen, da Sie nicht verpflichtet sind, offen zu legen, wo Sie sich beworben haben.
Grundsätzlich kann es aber auch sinnvoll sein, einen Tag Urlaub zu nehmen.

Abschließend weise ich Sie noch auf folgendes hin:
Diese Plattform dient lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung und kann eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

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