Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beschäftigunsverbot während Schwangerschaft


09.05.2006 21:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich wende mich mit folgendem Sachverhalt an Sie:
Nach Geburt meiner Tochter im Jahr 2004 hatte ich mich mit meinem Chef auf Arbeit von zu Hause geeinigt. Arbeitszeit ist von 20.00 Abends bis 24.00 Uhr. Jetzt bin ich in der 8.Woche schwanger und meine Frauenärztin meinte, dass für diesen Zeitraum ein Beschäftigungsverbot ab 20.00 Uhr vorliegt, und mein Chef mich während dieser Zeit nicht beschäftigen dürfte. Nebenbei erwähnt, die Ärztin meinte, es wäre für mich auch besser, wenn ich nicht abends arbeiten würde.
Meine Frage ist nun, kann mein Chef mich zwingen, tagsüber zu arbeiten (z.b. 12.-16 Uhr)? Dies wäre mir aufgrund meiner 1. Tochter unmöglich, da sie erst ab September einen Kindergartenplatz bekommen hat. Kann der Chef mich zu einer eigenen Kündigung veranlassen?

Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen.
09.05.2006 | 22:13

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich muss mich der Meinung Ihrer Frauenärztin anschließen.
Denn gem. § 8 Abs.1 Mutterschutzgesetz dürfen werdende und stillende Mütter nicht in der Nacht zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.

Sollte also Ihr Arbeitgeber gegen dieses Schutzbestimmung verstoßen, würde er eine Ordnungswidrigkeit begehen.

Gleichzeitg unterliegen Sie auch dem Kündigungschutz. Denn gem.
§ 9 MuSchG ist eine Kündigung gegenüber einer Frau während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung unzulässig, wenn dem Arbeitgeber zur Zeit der Kündigung die Schwangerschaft oder Entbindung bekannt war oder innerhalb zweier Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Arbeitgeber Kenntnis von der Schwangerschaft hat, so dass der Kündigungsschutz greift.

Zusammenfassend ist also festzuhalten: Sie dürfen nachts nicht arbeiten und Ihr Arbeitgeber darf Sie nicht kündigen.Ob er Sie "zwingen" könnte auch tagsüber zu arbeiten, hängt vom Arbeitsvertrag ab. Hier kommt es auf den Vertragsinhalt an. Sollten Sie sich vertraglich nur zu einer Nachtarbeit verpflichtet haben, dann müssten Sie während Ihrer Schwangerschaft keine Gegenleistung erbringen. Ihr Arbeitgeber müsste trotzdem das Gehalt weiter zahlen, kündigen darf er das Arbeitsverhältnis allerdings in keinem Fall.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

ANTWORT VON

141 Bewertungen

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER