Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beschäftigung in der Schweiz und gleichzeitig in Deutschland

| 03.05.2021 09:39 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


15:59

Zusammenfassung: Die Schweiz verweist in ihrem völkerrechtlichen Abkommen mit den Länder der europäischen Gemeinschaft auf die Verordnungen der EG zur sozialen Sicherheit. Bei einer dauerhaft Tätigkeit in zwei Staaten kommt es darauf an, wo der wesentliche Teil erledigt wird.

Ich wohne in Deutschland und bin als Grenzgänger in Vollzeit bei einem Schweizer Unternehmen beschäftigt. Dieses Unternehmen hat in Deutschland eine Niederlassung. Ich wurde gefragt, ob ich als Angestellte in der deutschen Niederlassung anfangen möchte. Ich möchte jedoch die Vorteile der Schweizer Sozialversicherung nicht aufgeben (z.B. bessere Rentenansprüche).
Besteht die Möglichkeit bei beiden Firmen angestellt zu werden (z.B. 60-70% in der Schweiz und 30-40% in Deutschland)? Wie sieht es mit den Sozialversicherungsbeiträgen aus? Muss ich dann in beiden Ländern z.B. Krankenversicherungsbeiträge zahlen?

Danke für Ihre Antwort

A.M.
03.05.2021 | 10:56

Antwort

von


(566)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus der Sicht des deutschen Arbeitsrechtes sehe ich keine Einwände da gegen, dass sie bei der deutschen Gesellschaft eine Teilzeitstelle antreten und dann für den Rest der Arbeitszeit bei der Schweizer Gesellschaft tätig sind. Sie sollten diese Frage aber noch einmal aus Sicht des Schweizer Arbeitsrechts prüfen lassen, da die Rechtsordnungen sehr unterschiedlich sind und ich sie verbindlich nur zum deutschen Arbeitsrecht sowie zum europäischen Recht beraten kann.

Bezüglich des Sozialversicherungsrechts teile ich mit, dass in dem Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und den Mitgliedsländern der europäischen Gemeinschaft, dort Anhang II Art. 3, auf die EG Verordnung 883/04 Bezug genommen wird. Dort ordnet Art. 13 an, dass bei Tätigkeiten in zwei Mitgliedstaaten ausschlaggebend ist, wo der wesentliche Teil der Tätigkeit erledigt wird. Hier wird eine Grenze von 25 % angenommen, sodass der Anteil ihrer Tätigkeit in der deutschen Niederlassung maximal 25 % betragen sollte.

In zwei Sozialversicherungssysteme müssten sie nicht einzahlen, dies soll gerade durch die völkerrechtlichen Vorschriften vermieden werden. Sie wären in diesem Fall weiter in der Schweiz kranken-und rentenversichert und müssten eine sogenannte A1 Bescheinigung erhalten, um dann ihren Status für den Zeit ihrer Tätigkeit in Deutschland zu dokumentieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 04.05.2021 | 10:35

Guten Morgen,
vielen Dank für die rasche Antwort. Ich hätte aber noch eine Frage.
Ich habe bei meinem Arbeitgeber (in der Schweiz) nochmals nachgefragt.

Es handelt sich bei der deutschen Firma um eine eigenständige Firma (GmbH), die auch im HR eingetragen ist, aber zu 100% der Schweizer Firma gehört. Ist das dann eine Niederlassung? Wenn nein, gelten da dann die gleichen Bestimmungen?

im Voraus besten Dank für Ihre Rückmeldung

Gruss


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.05.2021 | 15:59

Sehr geehrte Fragestellerin,
gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt: Ob es sich bei dem Unternehmen in Deutschland um eine Niederlassung der Schweizer Gesellschaft handelt oder um ein eigenständiges Unternehmen, ist für die Frage der Sozialversicherung nicht wichtig. Es kommt lediglich darauf an, dass dort nicht der wesentliche Teil ihrer Arbeitstätigkeit erledigt wird, sondern dies nach wie vor in der Schweiz geschieht, wenn Sie weiter in der Schweiz sozialversichert sein möchten.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 05.05.2021 | 10:10

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank.
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.05.2021
5/5,0

ANTWORT VON

(566)

Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht