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Beschäftigung einer Amerikanerin als nanny.

17.07.2017 23:11 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Welche Chancen haben wir unser US-amerikanisches Aupair nach einem Jahr als Nanny anzustellen? D.h. Ist es möglich, wenn wir sie auf Minijobbasis anstellen, dass sie einen Aufenthaltstitel bekommt? Sie möchte gerne in Deutschland bleiben.

Alternativ: welche Chancen gibt es, dass ein Minijob neu während eines Aufenthalts zur Vorbereitung auf ein Studium zugelassen wird? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
18.07.2017 | 00:25

Antwort

von


(31)
Am Forst 14
49809 Lingen
Tel: 0591/90024545
Web: http://www.emsrecht24.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Au-pair-Verhältnis kann maximal ein Jahr umfassen. Eine erneute Beschäftigung als Au-pair ist nicht möglich, selbst wenn die Höchstdauer von einem Jahr noch nicht ausgeschöpft wurde.

Die Aufenthaltserlaubnis gilt dementsprechend für höchstens ein Jahr. Als Angehöriger eines anderen Staates (mit Ausnahme der EU, EWR und Schweiz), darf man in Deutschland aber nur arbeiten, wenn man einen entsprechenden Aufenthaltstitel hat.

Es steht Ihrem Au-Pair jedoch frei, einen neuen Aufenthaltstitel zu beantragen, bspw. zum Zwecke eines Sprachkurses, eines freiwilligen sozialen Jahres oder eines Studiums. Die diesbezüglichen Rechtsgrundlagen können Sie den §§ 16ff. Aufenthaltsgesetz (AufenthG) entnehmen.

Eine studienbezogene Aufenthaltserlaubnis berechtigt grundsätzlich zur Ausübung einer Beschäftigung, die insgesamt 120 Tage oder 240 halbe Tage im Jahr nicht überschreiten darf, sowie zur Ausübung studentischer Nebentätigkeiten (vgl. § 16 Abs. 1 AufenthG). Dies gilt jedoch nicht während des Aufenthalts zu studienvorbereitenden Maßnahmen im ersten Jahr des Aufenthalts, ausgenommen in der Ferienzeit, und bei einem Aufenthalt zum Zweck der Studienbewerbung (vgl. § 16 Abs. 3 AufenthG).

Dazu wäre ein Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Abs. 1 AufenthG (Aufenthalt zu Studienzwecken) zu stellen. Die Ausländerbehörde führt in diesen Fällen dann grundsätzlich eine Interessenabwägung durch, wobei sie allerdings auch zu dem Ergebnis kommen kann, dass eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis nicht erteilt wird. Eine solche ablehnende Entscheidung der Ausländerbehörde kann man dann grundsätzlich mit Widerspruch und Klage angreifen und auf ihre Richtigkeit überprüfen lassen.

Wichtig ist noch, dass ggf. das Studium grundsätzlich den Hauptzweck des Aufenthalts darstellen muss. Es kann vorkommen, dass die Ausländerbehörde einen abweichenden Wohnsitz verlangt, um zu verhindern, dass ein Au-pair-Verhältnis unter dem Deckmantel eines Studiums einfach fortgesetzt wird. Sie sollten hier daher die entsprechenden Details vorab mit der zuständigen Ausländerbehörde klären, um nicht später mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert zu werden.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen verständlich beantwortet habe. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Claas
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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Am Forst 14
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