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Beschädigung durch Handwerker. Schadensersatz-/Minderwertanspruch?

| 23.04.2015 20:03 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,
die Sachlage stellt sich wie folgt dar.
Im Juni 2014 wurden von der Firma H. Bodenverlegearbeiten (schleifen,spachteln,Parkett verkleben,versiegeln) in unserem Neubau ausgeführt.
Dabei wurden gravierende Beschädigungen an der Alu-Laufschiene im Boden bei einem 4 m langen Hebeschiebefenster (Preis laut Rechnung von Dezember 2013: 3.856,00 € netto) verursacht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich dabei um Mitarbeiter eines Subunternehmers handelte.
Der Schaden wurde umgehend von uns per E-Mail inkl. Fotos bei der Firma H. reklamiert.
Daraufhin wurden wir gebeten einen Kostenvoranschlag unseres Fensterbauers einzureichen.
Ende Juli 2014 wurde dies erledigt mit den Hinweisen, dass sich die Schiene nicht mehr in den Originalzustand wiederherstellen lässt und eine Alternativlösung eingebaut werden muss. Außerdem haben wir zum Ausdruck gebracht, dass wir aufgrund dieses Umstandes ein finanzielles Entgegenkommen erwarten.
Die zwischenzeitlich erhaltene Rechnung wurde nicht von uns beglichen, die Firma jedoch davon in Kenntnis gesetzt mit dem Hinweis, dass dies erst nach vollständiger Klärung der Reklamation erfolgt.
Nach dem 1. Vor-Ort-Termin mit je einem Vertreter der Fa. H., des Subunternehmers und uns im August passierte monatelang nichts.
Erst auf schriftliche Nachfrage unsererseits im Oktober zum aktuellen Stand der Sachlage (weil Versicherungsfall usw.) sowie zur noch offene Preisminderungshöhe kam es zu einem 2. Vor-Ort-Termin Anfang November.
Dabei wurde uns die Kostenübernahme durch die Fa. H. zugesagt.
Leider wurde es hier versäumt über die Höhe der Entschädigung zu sprechen.
Daraufhin wurden die Reparaturarbeiten von uns beauftragt.
Ende November/Anfang Dezember wurden diese dann abgeschlossen, die Rechnung ging direkt vom Fensterbauer an die Firma H.
Die offene Rechnung wurde indes unsererseits zur Zahlung angewiesen jedoch mit dem Einbehalt der Höhe des Kostenvoranschlags (ca. 1700 €). Dies wurde so auch mit dem Geschäftsführer beim gemeinsamen Termin besprochen.
Anfang Februar 2015 erhielten wir die Nachricht, dass die Rechnung von der Fa. H. beglichen wurde.
Daraufhin haben wir noch einmal Kontakt aufgenommen mit dem Vorschlag, dass wir 200,00 € einbehalten und die restlichen 1.500 € zur Zahlung anweisen.
Leider wurde dies nicht akzeptiert und auf die volle Forderungshöhe bestanden.
Dann ist nichts weiter passiert bis heute.
Wir hatten ein Schreiben eines Inkassobüros in der Post.
Um nun richtig weiter vorzugehen, meine Frage an Sie als Experte:
Wie ist die Rechtslage zur Tatsache, dass der Originalzustand nicht mehr eingebaut werden konnte?
Haben wir hier Anspruch auf Schadensersatz wegen Minderwert?
Oder müssen wir dies einfach so hinnehmen?

Vielen Dank vorab für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
J. Rebele


Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich haben Sie einen Schadenersatzanspruch gegen Ihre Vertragspartnerin, also die Firma H, aus dem Gesichtspunkt der positiven Vertragsverletzung und der unerlaubten Handlung. Gegen den Subunternehmer bestehen nur Schadenersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, da Sie mit dem Subunternehmer keinen Vertrag geschlossen haben.


2.

Der Schadenersatzanspruch umfaßt die Kosten, die zur Beseitigung des Schadens erforderlich sind, also die Kosten für die Wiederherstellung der Fensteranlage.

Auch ein Anspruch auf eine Zahlung wegen Wertminderung besteht dem Grunde nach. Ob tatsächlich ein Geldanspruch wegen eines Minderwerts mit Erfolg durchgesetzt werden kann, hängt davon ab, ob tatsächlich ein Minderwert vorliegt.

Diese Frage läßt sich anhand des geschilderten Sachverhalts nicht beurteilen. Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, wird, sofern man sich nicht einigen kann, ein Sachverständiger darüber zu befinden haben, ob eine Wertminderung der Immobilie eingetreten ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.04.2015 | 18:44

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Stellungnahme vom Anwalt:
Schade, daß eine verhältnismäßig schlechte Bewertung abgegeben wird, obwohl der Fragesteller die Möglichkeit hat, sofern Unklarheiten bestehen, kostenlos nachzufragen. Die Frage, wie ausführlich die Arbeit sei, wird mit drei Sternen ("dem Einsatz angemessen") bewertet. Nun, zur Frage läßt sich definitiv nicht mehr sagen, als daß Wertminderung nur geltend gemacht werden kann, wenn auch eine Minderung des Werts der Immobilie eingetreten ist. Ob Letzteres vorliegt, ergibt sich aus dem Sachverhalt aber nicht. Der Rechtsanwalt könnte nun noch langatmig um den "heißen Brei" herumreden, zielführend wäre das aber nicht. Die Frage wurde deshalb umfassend beantwortet.
FRAGESTELLER 26.04.2015 3,8/5,0
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