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Beschädigtes Garagentor

| 22.03.2016 19:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Folgender Fall:
Ein Handwerker fährt rückwärts zum Wenden in meinen Hof und beschädigt dabei ein Tor der Doppelgarage (jeder Stellplatz hat ein eigenes Tor). Ort: Bayern.
Nun stellt sich raus, dass das Tor so nicht mehr hergestellt wird (Alter der Tore 4-5 Jahre).
Würde das beschädigte Tor ausgetauscht werden (Reparatur schwer bis gar nicht möglich), hätte ich somit zwei verschiedene Tore; das ist optisch natürlich ein Desaster.
Darf die Versicherung den Tausch des zweiten Tores verweigern, so dass ich nun mit zwei unterschiedlichen Toren leben muss? Oder muss die Versicherung beide Tore tauschen, und kann dann von mir aus das zweite (intakte) Tor behalten!?
Gibt es hier möglicherweise schon Präzedenzfälle?

(Ich benötige keine allzu ausführlichen Essais; eine kurzes JA oder NEIN und ein Verweis auf gängige Rechtsprechung bzw. ein passendes Urteil würde erst mal ausreichen. Ggf. erfolgt ja danach noch eine Mandatierung in diesem Fall, falls es zu Ärger mit der Versicherung kommt. Ich möchte mich einfach nicht von der Versicherung "überfahren" lassen und denen im Fall des Falles gleich eine Rechtsgrundlage benennen können; daher erst mal auch ein kleines Budget.)

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Leider komme ich zu dem Ergebnis,dass Sie keinen Ersatz des zweiten Garagentores verlangen können. Dieses erklärt sich aus der Systematik der Schadensersatzansprüche. Ich möchte Ihnen dieses wie folgt erläutern : Eine Haftung des Schädigers erfolgt aus Paragraph 823 BGB. Danach schuldet dieser Ihnen Schadensersatz. Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich nach dem Paragraphen 249-251 BGB. In Ihrem Falle ist es so, dass eine Reparatur des Tores, was das Gesetz Naturalrestitution bezeichnet grundsätzlich nicht in Betracht kommt, also unmöglich ist. Aus diesem Grunde kommt nur ein Wertersatz in Frage. Der Wert Ersatz würde dann natürlich auch bezogen auf die optische Benachteiligung bezahlt werden müssen, aber nicht darauf, dass komplett das Tor ausgetauscht wird. Sie werden durch das aktuelle Schadensrecht insoweit entschädigt, dass man die Wertminderung die dadurch entstanden ist, dass zwei unterschiedliche Tore vorhanden sind, ersetzen muss. Selbst wenn man zum Ersatz des zweiten Tores käme, würden sie keinen Neuwert erhalten, sondern nur den derzeitigen Verkehrswert des Tores erhalten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 28.03.2016 | 16:03

Sehr geehrte Frau Müssig-Klein,

vielen Dank für ihre kurze und klare Antwort.
Wenn ich das richtig verstehe, kann die Versicherung mir nun einfach einen Zeitwert erstatten und ich kann sehen,was ich damit mache?
(Zeitwert = Anschaffungspreis / x Jahre * Restjahre?)

Wie berechnet sich denn eine "optische Benachteiligung"? In einer EFH-Siedlung sieht das sch...lecht aus? Wie ist denn da eine objektive Bewertung möglich?

Wenn der Gutachter mein, ein weißes Tor wäre ausreichend gäbe es nur wenig EUR für optische Benachteiligung?!?

Wenn nun die theoretische Haltbarkeit eines Tores (wo steht denn sowas?) abgelaufen ist, könnte praktisch jeder mein Tor kostenfrei demolieren, weil es keinen "Zeitwert" mehr hat? Das wäre ja ein Ding....

Vielen Dank und Frohe (Rest-)Ostern.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.03.2016 | 12:07

Zu Ihrer Nachfrage möchte ich festhalten, das, wie es immer so bei Juristen ist, es bei der Bewertung darauf ankommt. In Ihrem Falle müsste der Richter im Streitfall für die optische Benachteiligung einen geldwerten Ersatz festlegen, was natürlich so fast nie möglich ist. Er müsste also dann ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage und zwei gleichen Türen gegenüber einem Einfamilienhaus mit Doppelgarage und zwei unterschiedlichen Türen ins Verhältnis setzen. Dieses wäre dann der Schadensersatzanspruch. Mehr gibt es leider hierzu nicht. Dieses ist grundsätzlich Beurteilungs Frage des Sachverständigen beziehungsweise des Gerichtes. Irgendwann ist es natürlich so, wie Sie auch feststellen, dass nach Ablauf einer gewissen Zeit ein Zeitwert kaum mehr festzustellen ist. Dann gibt es natürlich immer noch Schadensersatz,aber deutlich geringer. Ich kann Ihnen hier leider keine konkrete Antwort mehr geben, weil dieses wirklich eine Beurteilungfrage des Richters ist. Und wie dieses immer so ist, wenn dieser Verständnis für Ihre Situation hat und möglicherweise ebenfalls ein Einfamilienhaus in einer Siedlung hat, wird dieser das anders beurteilen, als einer der in der Stadt wohnt in einer gemieteten Wohnung

Bewertung des Fragestellers 05.03.2017 | 10:01

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