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Beschädigte Sendung, verschickt mit iloxx

18.02.2009 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Dezember letzten Jahres habe ich als Privatperosn vom einem nicht gewerblichen Verkäufer einen neuen Backofen über ebay gekauft.
Dieser Backofen wurde mit iloxx an mich verschickt.
Ich habe auf dem Lieferschein den Erhalt der Ware bestätigt, und nach dem Auspacken leider feststellen müssen, dass die Frontscheibe gesprungen war.
Da dies eine ESG Scheibe (wie bei einem Auto) ist, gab es keine Splitter und ich habe es beim Empfang nicht bemerkt und somit auch nicht auf dem Lieferschein vermerkt.
Die Scheibe hing noch komplett in der Backofentüre, das ist von außen nicht zu sehen.
Den Schaden habe ich beim Verkäufer gemeldet und Bilder gemacht. Der Verkäufer hat ein Angebot eingeholt und alles samt den Bildern an illox weitergegeben.
Nach drei Wochen kam die erste Ablehnung, wegen nicht ausreichender Verpackung.
Dem Ganzen habe ich widersprochen, da der Ofen mehrfach in Luftpolsterfolie gewickelt, mit Styropor geschützt und in Wellkarton verpackt war. In meinen Augen ausreichend geschützt zum Transport.
Außerdem habe ich die Beschädigung nicht auf dem Empfang vermerkt, sodass "man davon ausgehen muss, dass die Lieferung in unbeschädigtem Zustand in Empfang genommen wurde."
Das heißt doch im Klartext,das ich lüge. Ich habe den Backofen in Empfang genommen, die Scheibe zerschlagen, und möchte sie nun von iloxx ersetzt haben.
Bilder von dem Backofen vor dem Versand habe ich ebenso, da war die Scheibe noch in Ordnung.
Der Verkäufer hat mir die Rechte abgetreten, sodass ich seitdem mit iloxx in Kontakt stehe.
Außerdem hatte der Verkäufer eine Sicherungsleistung dazu abgeschlossen, aber nachdem der Schaden "nicht schriftlich vermerkt" wurde kann diese nicht in Kraft treten.
Verweis auf einem Schreiben von iloxx auf HGB §438 und ihre AGB 4.5.

Nach der inzwischen dritten Ablehnung durch illoxx, wird "alle weitere Korrespondenz nun über die Anwaltskanzlei erfolgen, da Sie ihren Rechtsstandpunkt wiederholt eindeutig dargelegt haben."


Ich habe den Ofen inzwischen reparieren lassen, und mir ist ein Schaden von 250,- € entstanden.
Die defekte Scheibe ist noch hier und man kann sehen, wo sie vermutlich einen Schlag abbekommen hat.


Meine Frage nun, habe ich eine realistische Chance den Schaden noch ersetzt zu bekommen?

Wenn ja, wie sollte ich vorgehen, ich möchte nicht noch mehr Geld investieren, bin aber von illox sehr enttäuscht und finde das Verhalten so nicht korrekt!

18.02.2009 | 13:10

Antwort

von


(411)
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18225 Kühlungsborn
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Sehr geehrter Fragesteller,

Herzlichen Dank für ihre Fragen und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Bereits vorweg muss ich Ihnen leider mitteilen, das nur wenig Chancen bestehen, den Anspruch gegenüber dem Transportunternehmen erfolgreich geltend zu machen.

Der abgetretene Anspruch resultiert aus dem zwischen dem Verkäufer und dem Transportunternehmen geschlossenen Vertrag. Dies bedeutet, dass Sie die Rechte des Versenders aus dem Transportvertrag geltend machen können.

Danach steht Ihnen zunächst der Anspruch auf eine ordnungsgemäße Versendung zu und sodann, wenn Schäden durch die Versendung entstehen, ein entsprechender Schadensersatzanspruch.

Hier wäre dies gegebenenfalls Ihr Schadensersatzanspruch gegen den Verkäufer, den Sie sodann aufgrund Abtretung im eigenen Namen geltend machen können.

Vorliegend ist sodann weniger die Frage des Anspruchs entscheidend als vielmehr die Frage, ob Sie diesen Anspruch nachweisen können. Hieran ist auch das oben genannte Risiko zu messen. Als Anspruchsinhaber müssen Sie grundsätzlich beweisen, dass der Schaden durch das Transportunternehmen verursacht worden ist.

Sofern § 438 HGB vorliegend anwendbar ist, wovon ich vorerst ausgehe, wäre durch Sie binnen einer Woche nach der Annahme ein Antrag auf Feststellung des Mangels durch einen Sachverständigen angezeigt gewesen. Dies regelt § 438 Abs. 3 HGB . Dies hätte zur Folge gehabt, dass der Transportunternehmen auch nach der Annahme in Anspruch genommen werden hätte können.

Nunmehr müssten Sie jedoch nachweisen, dass zum einen das Transportgut ordnungsgemäß und unbeschädigt übergeben worden ist und dass der Schaden durch das Transportunternehmen während des Transports verursacht worden ist.

Dies dürfte generell sehr schwer werden und lediglich durch die Art und Weise des Schadens durch einen Gutachter, ggf. im gerichtlichen Verfahren, festgestellt werden können.

Alleine die Gutachterkosten dürften hier relativ hoch sein, so dass ein hohes Kostenrisiko bestehen würde.

Sofern Sie dieses also nicht eingehen wollen, würde ich empfehlen, hier den Schadensersatzanspruch nicht weiter zu verfolgen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort vorerst weitergeholfen zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.



Rechtsanwalt Christian Joachim

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