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Beschädigte Fahrzeuge

| 07.06.2014 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin stark Alkohlisiert von einer Feier nach Hause gekommen. Ich kann mich auch nicht an vieles dabei erinnern.
Auf jeden Fall kam Nachts ein Mann aus der gegenüberliegenden Wohnung und hielt mich fest mit der Aussage er habe mich dabei beobachtet, mehrere Fahrzeuge beschädigt zu haben (Kratzer und Beulen). Ich habe dieses verneint und gebeten die Polizei zu holen, was auch passierte Diese unterstellten mir ebenfalls die Fahrzeuge beschädigt zu haben, was ich immer noch verneinte.In der Strasse sind bereits mehrfach Nachts Autos beschädigt worden muß ich dazu sagen. Meine pers. Daten wurden darauf hin aufgenommen, meine Schuhsolen wurden fotografiert und die Beschädigungen wurden aufgenommen (Fotos). Ich bin mir definitiv auch im Nachhinein keiner Schuld bewußt und auch aus dem Grund bewußt stehen geblieben- wurde trotzdem die ganze Zeit fest gehalten.
Kann man mir diese Beschädigungen nun so einfach anhängen- frei nach dem Motto, ich habe jemanden gesehen, halte diesen fest und behaupte dieser sei der Verursacher.
Weder an meinem Schlüssel war Lack (wurde Nachts von der Polizei kontrolliert) noch hatte ich sonstige Gegenstände in den Taschen. Es waren Schuhabdrücke auf den beiden Fahrzeugen erkennbar, aber selbst heute kann ich diese nicht mir zuordnen, was wohl für die Polizei eindeutig war.
Wie muß ich hier weiter vorgehen und womit ist nun zu rechnen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie muß ich hier weiter vorgehen und womit ist nun zu rechnen ?

Zunächst sollten Sie bei der Polizei keine weiteren Aussagen machen, denn die schreiben in das Vernehmungsprotokoll dass, was sie meinen gehört zu haben. Fehler, die Sie hier machen kann selbst ein versierter Verteidiger später kaum noch ausbügeln und Richter werden Ihnen vorhalten:"Das haben Sie doch so bei der Polizei ausgesagt."

Sie sollten mit dem Einladungsbogen zur Vernehmung einen Anwalt aufsuchen und zunächst Akteneinsicht anfordern.

Dann kann das weitere Vorgehen, wenn man die Beweislage kennt, besprechen.

Die Staatsanwaltschaft muss Ihnen beweisen, dass Sie die Sachbeschädigungen vorgenommen haben.

Hier kommt dann auch der Nachbar als Zeuge ins Spiel.

Weiterhin ist von Interesse, ob man eine Alkoholprobe gemacht hat, denn dies könnte bei einem starken Grad der Alkoholisierung schuldmindernd oder ggf. schuldausschließend sein.

Das aber nur, wenn man auf der Beweisebene nicht mir Ihrer Unschuld zu rechnen ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.06.2014 | 11:53

Zu Ihrer Information. Es wurde eine Alkoholprobe gemacht.
Der besagte Nachbar wird hierbei natürlich bei seiner Aussage bleiben.
Wieso kann hierbei der Alkoholpegel, der sehr wahrscheinlich hoch gewesen ist Schuldausschließend sein ?
Im Beweisverfahren habe ich hier doch schlechte Chancen wenn so eine Aussage gemacht wird, ohne das ich das Gegenteil beweisen kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.06.2014 | 12:01

Sehr geehrter Fragensteller,

vergleichen Sie bitte § 20 STGB

Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Weiter § 21 StGB

Ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 gemildert werden.

Das ist natürlich abhängig von BAK.

Zunächst einmal müsste der Nachbar vor Gericht glaubhaft sein. Nur weil er Sie dort hat lange laufen sehen, heißt dass nicht, dass er vor Gericht und ggf. unter Eid aussagt, Sie bei der Beschädigung gesehen zu haben.

Sie müssen gar nichts beweisen. Die Staatsanwaltschaft muss Ihnen beweisen, dass Sie es gewesen sind, wobei die Staatsanwaltschaft nach der Strafprozessordnung gehalten ist, auch entlastende Beweise zu sammeln und zu würdigen, die die Schuhabdrücke oder die Tatsache, dass keine Lackanhaftungen an Ihrem Schlüssel waren oder sonst wie Fingerabdrücke an den Fahrzeugen.

Ich wünsche Ihnen zunächst ein erholsames Wochenende und frohe Pfingsten.

Grübnau-Rieken
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.06.2014 | 10:40

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