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Besatzungskind: Vaterschaftsfeststellung post mortem beider Eltern

06.03.2018 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Us-Staatsbürger per Geburt?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde am 1954 in Berlin als Kind eines US Soldaten und meiner Mutter geboren. Die Vaterschaft wurde in die Geburtsurkunde nicht eingetragen. Dort steht Vater unbekannt. Ich habe meinen Vater und meine 4 Halbschwestern jedoch vor 10 Jahren in den USA lebend (Staat Kalifornien) gefunden und wir haben einen sehr guten Kontakt. Der Vater starb kurz nachdem ich ihn gefunden hatte und so gibt es nun nur noch meine 4 Halbschwestern in den USA. Meine Mutter ist mittlerweile auch verstorben. Meine Schwestern und ich würden nun gerne die Vaterschaft anerkennen lassen. Ich möchte im Anschluss die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen und möchte damit auch für meine 3 Kinder, die 9,13 und 19 sind im Anschluss eine Staatsbürgerschaft erwirken. Des Weiteren möchte ich im meinen Namen ändern und den Namen der amerikanischen Familie annehmen. Ich trage zur Zeit den Namen meines Stiefvaters, durch den lediglich eine Namenserteilung erfolgt ist.

Wir haben dazu bereits ein Vaterschaftsgutachten bei einem Institut zur Vaterschaftsfeststellung beauftragt, der die Vaterschaft durch Proben von mir und zwei meiner Schwestern nachweisen soll.
Wie gehen wir denn jetzt weiter vor? Muss ich hier in Deutschland einen Antrag auf Vaterschaftsfeststellung beim Amtsgericht stellen oder reicht das Einreichen des erfolgreichen Vaterschaftstestes beim Standesamt zum Eintrag des Vaters in meine Geburtsurkunde? Kann ich meinen Namen ändern, wenn der Vater in der Geburtsurkunde steht? Können meine Kinder dann auch den Namen meines Vaters annehmen?
Und schließlich die wichtigste Frage: Kann ich noch im Rahmen der Familienzusammenführung die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen und ggf. eine Doppelstaatsbürgerschaft beantragen? Gilt das auch für meine Kinder?

Ich tappe etwas im Dunkeln und wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
R. Gubela

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist Ihr Vater in Deutschland derjenige, der mit Ihrer Mutter zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet war. Das scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein, wenn Vater unbekannt angegeben wurde. Hier fehlen Angaben in Ihrem Sachverhalt. Auch fehlen die Angaben, ob Ihr Steifvater Sie adoptiert hat.

Bitte liefern Sie die Daten nach.

Davon ist abhängig, ob Sie ein Anfechtungsverfahren oder Vaterschaftsfeststellungsverfahren durchführen müssen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.03.2018 | 01:12

Sehr geehrte Frau Seiter,

ich bin etwas frustriert, dass ich jetzt meine kostenlose Nachfrage dafür aufbrauchen muss. Die von Ihnen gefragten Informationen befinden sich alle im Text.
Meine Mutter war zum Zeitpunkt meiner Geburt nicht verheiratet, da ja sonst nicht in meiner Geburtsurkunde Vater unbekannt stehen würden, wie sie selbst richtig bemerkt haben. In meiner Anfrage hatte ich auch erwähnt, dass lediglich eine Namenserteilung durch den Stiefvater erfolgt ist. Zitat: "Ich trage zur Zeit den Namen meines Stiefvaters, durch den lediglich eine Namenserteilung erfolgt ist." Er hat als Stiefvater die Wahl zwischen einer Namenserteilung und einer Adoption, wenn er möchte, dass ich seinen Namen trage. Da ich die Namenserteilung erwähnt habe schließt dass die Adoption aus.
In der Überschrift bat ich deutlich um eine Information zur Vaterschaftsfeststellung nicht um Informationen zur Vaterschaftsanfechtung. Die Frage stellte ich nicht.
Ich bitte Sie mir eine weitere kostenlose Rückfrage zur Verfügung zu stellen, da sie die Informationen im Text übersehen haben und freue mich auf eine baldige Antwort auf meine gestellte Frage.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.03.2018 | 19:46

Wenn diese Hinweise deutlich gewesen wären, hätte ich nicht nachfragt. Fragen sind leider klar und deutlich zu stellen, diese Information fehlte oder war nicht deutlich genug gestellt. Ich verlasse mich nicht auf die Angabe: ....stand nicht in der Geburtsurkunde....dafür habe ich schon viel zu viele falsch ausgestellte Urkunden gesehen.

Wenn also keine Vaterschaft durch Adoption/Anerkenntnis oder Geburt in einer Ehe besteht, so ist diese gem. §1600d BGB gerichtlich festzustellen.:

§ 1600d Gerichtliche Feststellung der Vaterschaft
(1) Besteht keine Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 und 2, § 1593, so ist die Vaterschaft gerichtlich festzustellen.

Nach der Feststellung kann der Name nach §3 Namensänderungsgesetz auf Antrag geändert werden (1) Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.). Der wichtige Grund (also die die gerichtliche Feststellung) ist dann zu benennen.

Und erstreckt sich gem §4 auch auf Ihre Kinder.

Die Zusammenführung kann in Amerika beantragt werden. Allerdings unterliegen hier die Gesetze - gerade auch seit Trump - einem Wechsel. Sie müssen hierzu einen amerikanischen Anwalt einschalten, der Sie durch das Verfahren führt. Dies kann nicht
nach deutschem Recht, in dem wir ausgebildet sind, beurteilt werden.

Sie können mir gerne, falls noch eine Frage besteht, eine Email schreiben, sodass Sie dann noch Ihre Nachfrage haben.

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