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Berufungsverhandlung verzögern?


10.03.2006 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,
also ich schildere mal kurz die Umstände und das Problem:
Es geht um mehrfachen Betrug,
Ich wurde 2003 zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten verurteilt, Betrug in 22 Fällen

Desweiteren wurde ich im März 05 zu einer Bewährungsstrafe von 24 Monaten Verurteilt, Betrug in 19 Fällen

Im Januar diesen Jahres, wurde ich erneut zu einer Strafe von 12 Monaten verurteilt, Betrug in 5 Fällen. Dessen Strafe wurde nicht mehr zu Bewährung ausgesetzt..

Würde ja bedeuten, die alten Strafen summieren sich oben drauf, wo bei ich somit bei knapp 4 Jahren landen dürfte..

Natürlich habe ich erstmal gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Die Straftaten der letzten Verurteiung war Mai-August 2005, seit dem her bin ich absolut Straffrei. Bin mittlerweile Selbstständig, zur Tatzeit war ich Arbeitslos.

In den kommenden Tagen begebe ich mich in Psychologische Behandung wegen der Straftaten. So ganz im Klaren bin ich mich mir selbst nicht, weshalb ich wieder Straffällig geworden bin, obwohl ich schon eine erhebliche Last mit mir rum trage...
Die Taten geschahen übrigends ohne direkte Finanzielle Not, somit noch viel mehr unverständlicher für mich selbst.

Meine Fragen:

In wie weit ist es möglich, das ich die Terminierung der Berufungsverhandlung herauszögere? Gerade wegen der Psychologischen Betreung, und ggf. einer Gutachten Erstellung.
Die Berufungsverhandlung dürfte in etwa 3-4 Wochen anstehen. Terminiert ist jedenfalls noch nicht.

Da diese Verhandlung der letzte Strohalm ist, der mich noch irgendwie Retten kann, möchte ich natürlich alles nutzen, was mir helfen kann, aber die "zeit" läuft gegen mich...

Über schnelle Ratschläge wäre ich dankbar!

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst droht Ihnen keine 4 jährige Freiheitsstrafe.
Es wird, wenn überhaupt, eine nachträgliche Gesamtschuld gebildet. Leider kann man mangels Aktenkenntnis keine genauere Zahl angeben. Maximal aber zwischen 30 -36 Monaten,auch wenn Sie einschlägig vorbestraft sind.

Es gibt keine Möglichkeiten, wie Sie die Verhandlung herauszögern können.

Sie sind gesund und auch eine psychologische Behandlung stellt keinen Grund dar, weswegen die Verhandlung verschoben werden sollte.

Vielmehr sollten Sie es in Betracht ziehen, einen Verteidiger zu beauftragen, der die Berufungsverhandlung führt.

Insbesondere sollten Sie sich nicht unentschuldigt der Hauptverhandlung entziehen, denn dies hätte zur Folge,dass das Gericht die Berufung ohne Verhandlung zur Sache verwirft.

Aber dies war auch nicht Ihre Frage, Sie wollten wissen, ob Sie die Verhandlung herauszögern können.

Die Terminsbestimmung liegt gemäß § 213 StPO im Ermessen des Vorsitzenden. Er hat einen großen Spielraum, insbesondere seine Zweckmäßigkeitserwägungen sind nicht überprüfbar.
Für Sie heißt das, dass Sie keinen Einfluss auf die Terminierung haben.

Gründe für einen späteren Termin sind auch nicht ersichtlich. Eine Therapie hat hier keinen Einfluss. Sie sind gesund.

Aufgrund Ihrer schwierigen Lage sollte Sie besser anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dieser kann eventuell etwas für Sie bewegen, jedenfalls hat er das Recht auf Akteneinsicht und kann im schlimmsten Fall die Länge der zu erwartenden Gesamtstrafe bei der Urteilsfällung überprüfen.

Es tut mir Leid Ihnen keine "besseren" Neuigkeiten bieten zu können - die Tatsachen müssen angenommen werden, wie sie sind.

Vielmehr könnten Sie Ihre Bemühungen mit in die Hauptverhandlung einführen,- Einsicht, Therapiewilligkeit, Schadenswiedergutmachung, Reue.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Michael Forster
Rechtsanwalt

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