Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berufung


16.03.2006 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo,
ich wurde heute in Bremerhaven verurteilt wo es sich nur um Vermutungen hergeht das ich der Täter bin was aber nicht andem ist.
Nach der Verhandlung wollte ich bei der Richterin die schriftliche Berufung abgeben diese sagte mir ich sei nicht mehr ganz bei Trost und ich sei gestört Berufung einzulegen und hat mich dann zur Geschäftsstelle verwiesen das ich da die Berufung abgeben soll.
Ich habe das Gefühl das ich zu unrecht verurteilt worden bin da ich im gesammten Jahr nicht in der Stadt gewesen bin,zudem kam hinzu das es einen anderen Strafbefehl gegen mich gibt obwohl ich schon in dieser Verhandlung freigesprochen wurde habe es eben anhand des Aktenzeichens geprüft,dieses war am 01.8.2005 worüber ich noch nicht über ein Urteil des Freispruchs verfüge.
Kann ich irgentetwas gegen die Richterin vom heutigen Tage unternehmen zwecks Beleidigung oder eine Dienstaufssichtsbeschwerde???
Diese Richterin hat mich zuerst anhand eines Strafbefehls zu 600€ verurteilt-->EINSPRUCH eingelegt und heute wurde ich von derselben Richterin zu 20Tagessätzen zu 30€ verurteilt(Befangenheitsantrag nach Strafbefehl wurde abgelehnt)Die Richterin war doch voreingenommen oder nicht
Vorallem kann ich eine Falschaussage der Zeugin beweisen das Gericht hat sich im ganzen und großen auf eine Fotomontage gestützt wo ich mit dieser Person drauf sein soll aber die Person die ich sein soll ist geweißt sodaß man da keine Person drauf erkennen kann was würde mich ein Verteidiger ungefähr kosten ?
Mfg A......

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich vor dem Hintergrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten möchte:

Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie über die Aussage der Richterin verärgert sind. Rechtsmittel stehen Ihnen gesetzlich zu und wenn Sie hiervon Gebrauch machen, muss das kein Richter mögen (er muss das Urteil dann nämlich ausführlicher gestalten), aber er sollte es akzeptieren, dafür leben wir in einem Rechtsstaat.

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde wäre möglich (an den Direktor des Amtsgerichts)- aber erlauben Sie mir den Hinweis aus der Praxis,dass Ihre Energie und die Ihres Verteidigers sich in erster Linie darauf konzentrieren sollten, eine Strategie für das Rechtsmittelverfahren zu erarbeiten, eventuell vorhandene Zeugen zu ermitteln und Beweisanträge, z.B. zum Vorliegen einer Fotomontage, vorzubereiten.

So wütend Sie heute über das Verhalten der Richterin sind, so sehr wird diese Wut in Kürze verblassen und Ihr Interesse steigen, in der Berufungsverhandlung eine günstigere Entscheidung zu erreichen.

Die Berufung können Sie bei dem AG, bei dem Sie verurteilt wurden, einlegen, in schriftlicher Form oder zu Protokoll der Geschäftsstelle. Dies muss jedoch innerhalb von einer Woche nach Verkündung des Urteils geschehen.

Nur der guten Ordnung halber möchte ich hier noch das Rechtsmittel der Revision erwähnen, das ebenfalls in Betracht kommt.

Welches Rechtsmittel gewählt werden sollte, ist jedoch vom Inhalt der Ermittlungsakte, des Sitzungsprotokolls und des schriftlichen Urteils abhängig und kann zum jetzigen Zeitpunkt aus der Ferne nicht seriös beurteilt werden.

Da es hinsichtlich der Anwaltskosten Rahmengebühren (von x...bis ...y) gibt, die jeder Kollege anhand des Einzelfalls individuell festlegt, kann ich Ihnen an dieser Stelle keine genaue Kostenaufstellung geben.

Für eine weitergehende Vertretung im Rechtsmittelverfahren stehe ich Ihnen aber gerne zur Verfügung und würde Sie auf kurze Anfrage auch unverbindlich über die von mir veranschlagten Gebühren informieren.

Sie können gerne zunächst meine homepage besuchen, um sich vorab näher über mich und meine Kanzlei zu informieren.

Damit hoffe ich Ihnen zunächst eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben, bedanke mich nochmals für Ihre Anfrage und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2006 | 16:27

Also ich habe die schriftliche Berufung die die Richterin nicht annehmen wollte bei der Geschäftsstelle des Amtsgerichtes persönlich abgegeben,wo nur drinsteht das ich gegen das Urteil Berufung einreiche.Als ich den Antrag zur Prozesskostenhilfe bei der Richterin abgeben wollte meinte diese das es sowas nicht in Bremerhaven gibt-mich wundert es allerdings denn ich habe den Antrag von der Internetseite des Amtsgerichtes ausgedruckt.Da ich zur Zeit arbeitslos bin weiß ich nicht ob eine schwere Verschuldung sinnvoll ist-keine Sorge die Beiträge über diesen Dienst sind gewährleistet.Ich werde mal eine Nacht über Ihr Angebot schlafen.
Mfg A.....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2006 | 16:38

Sehr geehrter Fragesteller,


kein Problem- nehmen Sie sich Zeit !

Zu Ihrem Hinweis auf den Prozeßkostenhilfeantrag darf ich Ihnen erläutern, dass es in Strafsachen keine Prozeßkostenhilfe gibt.

Hier greift in einigen Fällen, nach meiner jetzigen Einschätzung aber nicht in Ihrem, der Anspruch auf einen Pflichtverteidiger.

Dazu die entsprechende Vorschrift der StPO :

§ 140
(1) Die Mitwirkung eines Verteidigers ist notwendig, wenn

1. die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet;
2. dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird;
3. das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann;
4. (aufgehoben)
5. der Beschuldigte sich mindestens drei Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt befunden hat und nicht mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung entlassen wird;
6. zur Vorbereitung eines Gutachtens über den psychischen Zustand des Beschuldigten seine Unterbringung nach § 81 in Frage kommt;
7. ein Sicherungsverfahren durchgeführt wird;
8. der bisherige Verteidiger durch eine Entscheidung von der Mitwirkung in dem Verfahren ausgeschlossen ist.


(2) In anderen Fällen bestellt der Vorsitzende auf Antrag oder von Amts wegen einen Verteidiger, wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, daß sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann, namentlich, weil dem Verletzten nach den §§ 397a und 406g Abs. 3 und 4 ein Rechtsanwalt beigeordnet worden ist. Dem Antrag eines hör- oder sprachbehinderten Beschuldigten ist zu entsprechen.

(3) Die Bestellung eines Verteidigers nach Absatz 1 Nr. 5 kann aufgehoben werden, wenn der Beschuldigte mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung aus der Anstalt entlassen wird. Die Bestellung des Verteidigers nach § 117 Abs. 4 bleibt unter den in Absatz 1 Nr. 5 bezeichneten Voraussetzungen für das weitere Verfahren wirksam, wenn nicht ein anderer Verteidiger bestellt wird.

Der Antrag auf Prozeßkostenhilfe dürfte für zivilrechtliche Streitigkeiten auf dem server des AG Bremerhaven hinterlegt sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER