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Berufunfähigkeit, Erwerbsminderung


25.06.2007 23:54 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo!

Ich bin 52 Jahre alt und somit vor dem 01.01.1961 geboren.
Ich kann seit ca. 8 Monaten meinen erlernten und bis zur Erkrankung ausgeführten Beruf ( Maurer ) krankheitsbedingt nicht mehr ausüben.
Ich war bereits in der Kur gewesen. Dort wurde ich folgendermaßen entlassen.
Meinen erlernten Beruf ( den ich auch ausgeübt hatte ) kann ich nur unter 3 Stunden täglicher Arbeitszeit ausüben.
Andere arbeiten ( z.B. Pförtner oder andere leichtere Tätigkeiten )hingegen noch 6 Stunden und mehr.
Nun meine Frage: Habe ich Anspruch auf die gesetzliche Berufsunfähigkeit ( da vor 1961 geboren)oder gilt der Fakt, daß ich ja noch eine andere Tätigkeit über 6 Stunden ausüben kann und mir somit keine Erwerbsminderungsrente bzw. Berufsunfähigkeitsrente zusteht.
Vielen Dank im vorraus.

Freundl. Grüße

26.06.2007 | 00:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit
erhalten Sie, sofern Sie vor dem 2.1.1961 geboren und berufsunfähig sind, in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit (BU) 3 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die allgemeine Wartezeit in der Rentenversicherung von 5 Jahren erfüllt haben. Der Anspruch ergibt sich aus § 240 SGB VI (siehe unten).

Berufsunfähig in diesem Sinne ist, wer aus gesundheitlichen Gründen in seinem oder einem anderen zumutbaren Beruf weniger als 6 Stunden täglich leisten kann, wie vergleichbare gesunde Berufstätige.

Danach würde Ihnen hier derzeit keine Berufsunfähigkeitsrente zustehen, da Sie möglicherweise noch in einer anderen zumutbaren Tätigkeit sechs Stunden oder mehr arbeiten können. Ob die entsprechenden ärztlichen Gutachten hingegen zutreffend sind, die Ihnen noch eine über sechs Stunden hinausgehende Arbeitsfähigkeit bescheinigen, ist schwer einzuschätzen und hängt von Ihrem Krankheitsbid ab. Oftmals kann es ratsam sein, trotzdem einen BU-Rentenantrag zu stellen und gegen dessen Ablehnung Widerspruch einzulegen. Ein erneutes Gutachten kann mitunter eine andere Einschätzung rechtfertigen.

Möglicherweise können Sie hingegen bei Vorliegen der Voraussetzungen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Anspruch nehmen (Rehabiltation, Umschulung, Überbrückungsgeld). Hier empfehle ich, mit Ihren behandelnden Ärzten zu sprechen oder sich bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Eckart Johlige, Rechtsanwalt

------------------
§ 240 SGB VI

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit

(1) Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung haben bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres auch Versicherte, die

1. vor dem 2. Januar 1961 geboren und

2. berufsunfähig

sind.

(2) Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.


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