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Berufsverbot während der Schwangerschaft

13.01.2006 00:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe folgende Frage... Meine Frau ist mit Zwillimgen schwanger und hat seit der 8. Schwangerschaftswoche gesundheitliche Probleme, welche mit der Schwangerschaft zusamen hängen... de facto wird es lt. Aussage der Frauenärztin so sein, dass sie bis zum Ende der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten gehen kann... Nachdem nun die 6. Krankheitswoche vorbei ist, bezieht meine Frau ja nur noch das übliche Krankengeld. Die Ärztin meinte, sie könnte auch ein Berufsverbot für meine Frau aussprechen, was zur Folge hätte, dass sie 100 % Lohnfortzahlung bekommen würde. Allerdings wusste diese das auch nicht so genau.
Meine Fragen nunmehr: Ist es korrekt, dass meine Frau bei einem ärztlich ausgesprochenen Berufsverbot die vollen 100 % Lohnfortzahlung bekommt ? Und gilt das auch rückwirkend, d.h meine Frau ist jetzt schon 8 wochen lang krankgeschrieben.. also dann rückwirkend die 2 Wochen ?
Vielen Dank !

13.01.2006 | 02:09

Antwort

von


(571)
Gerner Str. 17
80638 München
Tel: 089/30758845
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Rechtslage stellt sich in der von Ihnen dargestellten Konstellation folgendermaßen dar:

1.
Ihrer Frau kommt in der Tat gegebenenfalls der erweiterte Mutterschutz des § 3 Abs. 1 MuSchG zugute.

Nach dieser Vorschrift dürfen Schwangere „nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist“.

Ein solches Beschäftigungsverbot hat gemäß § 11 Abs. 1 Satz 1 MuSchG zur Folge, dass werdenden Müttern vom Arbeitgeber Mutterschaftslohn zu zahlen ist, und zwar „mindestens der Durchschnittslohn der letzten dreizehn Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist“.

2.
Eine rückwirkende Zahlung ist allerdings gesetzlich nicht vorgesehen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Auskünften weiterhelfen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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