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Berufsverbot entgeld schwangerschaft

17.03.2016 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Lohn und Gehalt bei Schwangerschaft und Berufsverbot

Guten Tag, ich arbeite in einem ambulanten intensivpflege dienst aufgrund meiner tätigkeiten die ich dort ausüben muss habe ich zu beginn meiner schwangerschaft ( sept.) ein beschäftigungsverbot erhalten.
seid dem gibt es unstimmigkeiten mit meinem Gehalt.

meine gehälter incl. zuschlägen und überstunden ( Netto ) war juli 2790 euro, august 2108 euro, sept.2725 euro ( september wird in meinem fall mitberechnet da die zuschläge immer vom vormonat sind.) wenn ich also einen durchschnitt dieser gehälter berechne erhalte ich demnach 2541 euro

ausgezahlt wurde in diesem monat aber nur 2274 euro was ein minus von 267 euro bedeutet .im gesetz steht doch eindeutig das ich durch das BV keine Nachteile haben darf..

meine frage nun ist welches gehalt steht mir zu ? auch wenn meine zuschläge ( 214 euro diesen monat brutto zuschläge )versteuert werden ist doch die differenz von 267 euro nicht rechtens ??
es müsste doch ganz klar 2541 euro sein um keinen nachteil durch die ss zu haben!???

vielen dank für ihre Antwort schonmal.
17.03.2016 | 11:24

Antwort

von


(275)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es gilt der Grundsatz, dass Geldnöte für die gesamte Dauer des Beschäftigungsverbots bei der Verwirklichung des Gesundheitsschutzes keine Rolle spielen und jeder Anreiz vermieden werden soll, schwangerschaftsgefährdende Arbeiten zu übernehmen.

Nach § 1 MuSchG haben Sie deshalb einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung während des Beschäftigungsverbotes. Auszugleichen ist Ihr wegen des Beschäftigungsverbotes ausfallende Verdienst.

Sie gehen zu Recht davon aus, dass Sie so zu stellen sind, wie sie ohne Schwangerschaft und Mutterschaft finanziell dastehen würden.

Grundlage für die Berechnung der Entgeltfortzahlung die Ihnen zusteht ist Ihr Arbeitsverdienst der letzten dreizehn Wochen oder drei Monate vor Eintritt der Schwangerschaft. Gemäß § 11 MuSchG werden die letzten 13 Wochen des Gehalts gemittelt. Darauf basierend entsteht dann der Betrag, der Ihnen auszuzahlen ist. Zu diesem Arbeitsverdienst gehören nach ständiger Rechtsprechung auch alle regelmäßigen festen Bezüge einschließlich etwaiger Prämien und Zuschläge für Mehr-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, vgl. BAG, DB 78, 2496.

Dementsprechend ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet, Ihnen auch die Zuschläge zu zahlen, die Sie durchschnittlich in den letzten drei Arbeitsmonaten erzielt haben.

Das zusätzlich für Überstunden gezahlte Arbeitsentgelt einschließlich Ihrer Überstundenzuschläge gehören gem. § 4 Abs. 1a Entgeltfortzahlungsgesetz hingegen nicht zu dem zu berücksichtigen Arbeitsverdienst.

Es sollte vorliegend daher die zugrunde liegende Lohn- und Gehaltsabrechnung geprüft werden, so dass den Gründen für die von Ihnen festgestellte Lohndifferenz nachgegangen werden kann. Anschließend sollten Sie Ihren Arbeitgeber unter Fristsetzung zur Nachzahlung auffordern bzw. anwaltlich auffordern lassen, soweit es keinen Rechtsgrund für die Unterzahlung gibt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Erlauben Sie mir Ihnen abschließend noch alles erdenklich Gute für Ihre weitere Schwangerschaft zu wünschen.

Mit freundlichen Grüßen



Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

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