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Berufsunfähigkeitsversicherung von Anfang an unnütz - was kann ich tun?

| 22.08.2013 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Als ich vor 15 Jahren eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung abgeschlosen habe, war ich beruhigt, eine weitere Säule meiner Altersversorgung gefunden zu haben. Ich war damals bereits als Lehrer tätig und wunderte mich darüber, dass mir auf Rückfrage bei der Vers.-Ges. beschieden wurde, dass für Lehrer nur eine BUZ bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres möglich sei. Ich schloss also bis 55 ab.
Nun bin ich 51 Jahre alt, berufsunfähig und bekomme keine Leistung, weil lt. Auskunft des Versicherers Lehrer dienstunfähig und nicht berufsunfähig sein müssen, um aus der BUZ etwaszu bekommen.
Ich finde, das ist ein Hohn. Der Versicherer wusste, dass sich im Lehramt tätig bin. Eine BUZ - Versicherung war also vonvornherein ohne eine Gegenleistung also ein FLOP!
Dass die Versicherung damals nicht auf diesen Umstand oder auf eine evtl Beamtenklausel hingewiesen hat und erst jetzt nach 15 Jahren Beitragszahlung die Katze aus dem Sack lässt, kann doch nicht rechtens sein.
Was raten Sie mir ?
Im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Rat an Sie muss lauten, dass Sie Ihren Sachverhalt in zwei Schritten genauer anwaltlich prüfen lassen sollten.

Zunächst ist anhand Ihres Versicherungsvertrags genau zu überprüfen, ob das Risiko Ihres jetzigen gesundheitlichen Zustand versichert wurde. Das von Ihnen geschilderte Phänomen der möglichen Leistungsfreiheit von Versicherern bei Beamten ist bekannt - wenn es sich genau andersherum verhält als von Ihnen beschrieben: Versichert wird Berufsunfähigkeit, der Beamte wird aber „nur" dienstunfähig, ohne dass eine passende Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart worden wäre. Sind Sie tatsächlich berufsunfähig, so dürfte dieses Risiko versichert sein. Dies muss aber wie erwähnt näher überprüft werden, zudem tragen Sie hierfür die Beweislast. Aber selbst wenn Sie die Begrifflichkeiten vertauscht haben sollten, ist es theoretisch denkbar, dass Ihre Dienstunfähigkeit noch unter den versicherten Begriff der Berufsunfähigkeit fallen kann, vgl. LG Heidelberg, Urteil v. 20.01.2004 - 2 O 319/03.

Sollte das Risiko, welches sich bei Ihnen verwirklicht hat, nicht versichert sein, so wäre in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob ein Beratungsfehler vorliegt. Die Rechtsprechung hat hierzu aber auch schon ausgeurteilt, dass eine fehlende Beamtenklausel für den Versicherer im Hinblick auf die Beratung unschädlich sein kann, wenn die Berufsunfähigkeit im Vertrag klar definiert ist. Dann soll mitunter angesichts eines „klaren, für einen durchschnittlichen VersNehmer eindeutigen Wortlauts der Beschreibung der Berufsunfähigkeit [im Versicherungsvertrag] nicht von einer Haftung des Versicherers wegen Falschberatung auszugehen" sein, OLG München, Urteil vom 9. 8. 1996 - 21 U 3980/95.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen bereits weitergeholfen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei auch für eine weitergehende Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.08.2013 | 09:24

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Bim Lesen der Bedingungen habe ich folgende Formulierug gefunden: "Wird der Versicherte wähend der Dauer der Zusatzversicherung zu mindestens zu 50 % berufsunfähig, so erbringen wir folgende Leistungen >>>>"
Frage: Der Amtsarzt hat das Vorliegen einer solchen BU attestiert. Reicht das aus für einen Anspruch auf Leistungen ?

Ich danke Ihnen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.08.2013 | 11:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

natürlich scheint dies auszureichen für einen Anspruch gegen den Versicherer.

Aber seriös und abschließend kann ich dies nur beurteilen nach Durchsicht des ganzen Versicherungsvertrages und der Sie betreffenden ärztlichen und ggf. weiteren dienstlichen Feststellungen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Ivo Glemser

Bewertung des Fragestellers 26.08.2013 | 08:42

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"Herr Rechtsanwalt Glemser hat mir deshalb sehr geholfen, weil er mir die richtige Vorgehensweise zu meinem Problkem aufgezeigt hat.
Ich danke ihm sehr."
Stellungnahme vom Anwalt:
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