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Berufsunfähigkeitsversicherung - Überobligation

| 18.05.2020 14:20 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Fabian Fricke


Hallo!
Ich erhalte seit kurzem regelmäßige Bezüge aus meiner privaten Rentenversicherung. Da ich nach meiner Umschulung noch keine passende Arbeit bekommen habe will ich übergangsweise wieder in meinem alten Beruf arbeiten. Ist dies ohne Sanktionen der Versicherung möglich? Ich hatte etwas von Überobligation gelesen...
Mit freundlichen Grüßen!

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

der BGH hat in mehren Urteil die Recht des Versicherten gestärkt, so wurde unter anderem in einem Urteil vom 11.10.2000 festgestellt:

Zitat:
Übt der Versicherte seine bisherige Tätigkeit trotz behaupteter mindestens 50prozentiger Berufsunfähigkeit in einem diesen Prozentsatz übersteigenden Umfang aus, ist Berufsunfähigkeit dennoch anzunehmen, wenn dies auf einem im Verhältnis zum Versicherer überobligationsmäßigen Verhalten beruht


Der BGH geht dabei davon aus, dass es nicht zu Lasten des Versicherten gehen darf, wenn dieser sich für seinen Beruf aufopfert. In den wichtigen Urteilen ging es einmal um einen Lehrer der fast genau so viel arbeitete wie früher, da er aufgrund schlechter Sehkraft viel länger zum lesen brauchte, zum anderen um eine Ärztin die trotz fortdauernder Krebserkrankung zu Anfangs noch 3/4 Ihrer Arbeitszeit wahrnahm. (siehe z.B. BGH IV ZR 208/99 )

Es ist also immer dann keine Rückforderung durch die private Versicherung möglich, wenn der Betreffende trotz Feststellung der Berufsunfähigkeit gegen den ärztlichen Rat in seinem altern Beruf weiterarbeitet. Ein solches Aufopfern (Überobligation) soll dem Versicherer nicht zu Gute kommen.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünschen Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 22.05.2020 | 07:27

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