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Berufsunfähigkeitsrente ! ! ! !


07.08.2007 07:51 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Guten Morgen ! Ich hatte am 05.06.2006 einen schweren Autounfall . Seid diesem Unfall kann ich nicht mehr Arbeiten gehen , bis einschlieslich heute . Wurde vom Arzt zu 100 Prozent Arbeitsunfähig erklärt !Kurze Erläuterung zum Unfall laut Angaben von anderen! Ich selbst muss wohl alles glauben , da ich 6 Wochen im Koma lag und bis heute noch keine Erinnerung an dieses geschehen habe .Laut Angaben oder Feststellung hatte ich wohl 5 Stunden nach unserem Unfall 0,9 Promille im Blut! Da ich aber über 10 Infusionen bekam , wird zurzeit noch Festgestellt ob diese Mittel meinen Blutspiegel beeinflusst hat .Was das Krankenhaus zurzeit noch nicht ausschliest !Ich bin im Besitz einer Risiko-Lebensversicherung bei der Nürnberger Lebensversicherungs AG ! Diese Versicherung umfasst folgende Leistungen : - Risiko Lebensversicherung -Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung-Beitragsfreiheit(B)-und Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung-Rente(R). Ich habe diese Versicherung seid 1998! Sie hat ein Ablaufdatum im Jahr 2030 . Da ich noch bis Heute nichts von dieser Versicherung mitgeteilt bekam, ob sie zahlt oder nicht rief ich sie dann mal an !Man sagte mir der Fall würde von einer Person überprüft ( letzte Prüfung ) Mitlerweile sagte mir meine Betreuungsstelle, das sie noch das Urteil des Gerichtes abwarten bevor sie sich entscheiden.Können sie Mir eventuell Auskunft geben , wie meine Möglichkeit Prozentual besteht noch etwas zu bekommen .

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wird es entscheidend darauf ankommen, ob Ihnen zum Unfallzeitpunkt eine vorsätzliche Straftat nach dem StGB, insbesondere nach § 315c oder 316 nachgewiesen werden kann (ich vermute, darum geht es auch in dem von Ihnen angesprochenen gerichtlichen Verfahren).

So bewirkt eine Konzentration von mehr als 1,1 Promille in jedem Fall Fahruntüchtigkeit. Dieser Wert kann zum Unfallzeitpunkt durchaus bestanden haben, wenn die Blutalkoholkonzentration fünf Stunden später bei 0,9 Promille lag. Ob es andere medizinische Erklärungen für eine Alkoholkonzentration in Ihrem Blut gibt, kann ich aus der Ferne naturgemäß nicht beurteilen.

Wenn Ihnen nachgewiesen werden kann, dass der die Berufsunfähigkeit auslösende Unfall auf eine vorsätzlich begangenen Straftat beruht, würde der § 3 Nr. 1 b BUZ/BUV 90 eingreifen. Nach dieser Vorschrift ist der Versicehrungsschutz ür den Fall ausgeschlossen, dass die Berufsunfähigkeit durch den Versicherten mittels vorsätzlicher Ausführung oder strafbarem Versuch eines Verbrechens oder Vergehens verursacht wird.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2007 | 08:30

Danke für ihre schnelle Bemühung mir Auskunft zu geben in diesem Fall ! Was Bedeutet Vorsätzlich ! Korrektur von mir ! Ich hatte 0,9 Promille mit Aufrechnung der 5 Stunden . Es waren 0,6 zum Unfallzeitpunkt, laut denen ihrer Rechnungen !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2007 | 15:20

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage.

Vorsätzlich bedeutet, dass Sie um den Grad Ihrer Alkoholisierung und die damit einhergehende Gefahr, ein Fahrzeug nicht mehr sicher führen zu können und andere zu gefährden, wussten und sich zumindest damit abfanden ("na und wenn schon").

Leider kann sich hier auch bei einer Alkoholisierung unter 1,1 Promille eine Strafbarkeit ergeben, wenn nämlich mit der geringeren Alkoholisierung sogenannte "Ausfallerscheinungen", also z.B. Fahrfehler, unsicheres Fahren etc. einhergehen, was bei einem tatsächlich eingetretenen Unfall zumindest möglich erscheint.

Details werden der strafrechtlichen Ermittlungsakte zu entnehmen sein, so dass es dabei verbleibt, dass dem Ausgang dieses Verfahrens für die Realisierung Ihrer versicherungsrechtlichen Ansprüche große Bedeutung zukommt.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt


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