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Berufsunfähigkeits Versicherung


29.03.2006 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Guten Tag,
Hier meine Frage.:

Ich bin seit 27.08.2005 berufsunfähig geschrieben.Gemeldet habe ich es der Versicherung im September 2005.Antrag ausgefüllt und versendet.Bis zum 10.01.2006 hat die Versicherung nichts unternommen!!Erst auf ein Schreiben meines Rechtsanwaltes wurden ärztliche Berichte angefordert!Dann wurde von der Versicherung am 20.01.2006 ein Termin zur Feststellung der BU in einer Uniklinik gemacht.Dieser Termin wurde von der Versicherung am 14.02.2006 Widerrufen!??Seitdem werden auch die mtl.Beiträge der BU nicht mehr von dieser abgebucht, obwohl dies nicht von mir beantragt wurde??
Dann schrieb mein Rechtsanwalt der Versicherung.: (Ich möchte unabhängig davon darauf hinweisen, dass unser Mandant seit dem 22.08.2005 ununterbrochen krankgeschrieben ist.Nach § 2 Abs.3 der Versicherungsbedingungen liegt schon deswegen bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit vor.)
Die Versicherung reagiert überhaupt nicht,auch nicht auf die Fristsetzung des Rechtsanwaltes zum 20.03.2006!??
Der Rechtsanwalt will jetzt Klage einreichen??Warum reagiert die Versicherung nicht und lacht mich mit meinem Anwalt aus???Was soll ich jetzt machen,damit der Fall so schnell als möglich bearbeitet bzw.abgeschlossen wird??Ein Versicherung Fachmann,sagte mir,mein Rechtsanwalt hätte keine Ahnung oder es wäre eine Taktik,die er aber nicht versteht!??Dieser Versicherung Fachmann ist ein Profi...Info unter www.Pscherer.de
Wie sehen Sie meine Lage??
Mit freundlichen Gruß Rainer
P.S.:Sollte der Rechtsanwalt wirklich kein Ahnung haben,wäre ich natürlich bereit,diesen sofort zu wechseln!!Müsste es nur mit meiner Rechtschutzversicherung vorher abklären!!
Sollte eine Antwort den Betrag von 25,-Euro übersteigen,bitte ich vorher um Bekanntgabe!!

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Ob Ihr Anwalt das Mandant korrekt führt, kann von hier nicht seriös beurteilt werden, da hierfür exakte Kenntnis des gesamten bisherigen Vorgangs erforderlich wäre.

Ich kann Ihnen in der Sache aber folgendes mitteilen (was aus meiner Sicht auch eher dafür spricht, dass das Mandant bis jetzt korrekt geführt wird). Gemäß § 1 Absatz III der Bedingungen für die Berugsunfähigkeits-Zusatversicherung entsteht der Anspruch auf Rente und Beitragsbefreiung erst nach Ablauf des Monats in dem Die BU eingetreten ist.

Ansprüche bestehen daher frühestens seit dem 22.02.2006.

Ihr Versicherer hat Sie nach Ihren Angaben bereits beitragsfrei gestellt.

Dies spricht dafür, dass Ihr Versicherer Sie durchaus nicht auf die leichte Schulter nimmt, denn einen Monat nach frühestmöglichem Entstehen des Anspruchs hat er durch die Beitragsfreistellung zumindest dokumentiert, dass er Ihr Krankheitsbild ernsthaft prüft.

Aufgrund Ihres verständlichen wirtschaftlichen Interesses an einer baldigen Entscheidung könnte Ihr Anwalt den Versicherer jedoch auffordern, den aktuellen Verfahrensstand mitzuteilen und darzulegen, welche Informationen für eine endgültige Entscheidung noch fehlen.

Werden diese Angaben gemacht, können Sie ersehen, ob der Versicherer tatsächlich verzögert oder gewisse Unterlagen ohne die er nicht enstscheiden kann, schlicht und einfach noch nicht erhalten hat.

Ob eine Klage Erolg hätte, setzt voraus, dass sich aus einer Beurteilung Ihres Krankheitsbildes, Ihrer bisherigen Berufstätigkeit, Ihren Beschwerden bei der Berufsausübung und den Möglichkeiten, eine Vergleichstätigkeit auszuüben, eine diesbezüglich positive Aussage treffen lässt.

Hierfür ist aber die Kenntnis der gesamten Akte erforderlich.

Ob Ihr Anwalt das Mandant korrekt führt, kann nach dem soeben Gesagten weniger aus dem bisherigen Geschehen geschlossen werden, sondern mehr aus seinem jetzigen Vorgehen. Der Anspruch, sein Bestehen vorausgesetzt, wäre seit einem Monat fällig, der Versicherer stellt zwar beitragsfrei, zahlt aber noch nicht. Daraus welche Maßnahmen Ihr Anwalt nun ergreift, um Ihnen schnellstöglich zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu verhelfen, könne Sie sein Engagement und die Kompetenz in Ihrer Sache ersehen.

Abschließend möchte ich nochmals um Verständnis bitten, dass mangels vollständiger Kenntnis des Sachverhaltes keine abschließende rechtliche Wertung erfolgen kann.

Auch konkrete Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise können über das oben Gesagte hinaus nicht erteilt werden, da dieses Forum eine erste Orientierung ermöglichen soll, derart konkrete Aussagen aber grundsätzlich anwaltlicher Mandatierung vorbehalten sein müssen.

Ich hoffe Ihnen diese Orientierung ermöglich und insbesondere dargestellt zu haben, dass das bisherige Verhalten Ihres Versicherers keineswegs nur als auslachen gedeutet werden kann und die entscheidende Phase zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche gerade erst begonnen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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