Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berufsunfähigkeit - Würde sich eine erneute Prüfung nach Annahme des Vorschlages auf den neuen erler

02.05.2006 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Guten Tag.

Ich möchte Ihre Meinung zu folgender Problematik einer Versicherungsentscheidung auf Berufsunfähigkeit einholen.
Die BU-Versicherung hat nach Prüfung angeforderter Unterlagen, und Inanspruchnahme eines Gutachters zur Prüfung meines Gesundheitszustandes folgendes festgestellt:
1. Dauernde ( mindestens 3 Jahre) mindestens 50 %-ige BU nicht nachgewiesen
2. Vorübergehende mindestens 50 %-ige BU fraglich
3. Es wäre zu prüfen ob auch in einer vergleichbaren Tätigkeit , die aufgrund Ausbildung,Lebensstellung usw. ausführbar wäre,eine zumindest vorübergehende mindestens 50 %-ige BU vorliegt.
.
Aber:
Die Versicherung macht den Vorschlag:
1. Sie erbringt - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht -
von 04/ 2005- 07/2008 die vertraglich vereinbarte Leistung BU -Rente
2.für Leistung darüber hinaus ist ein neuer Antrag zu stellen mit der Folge einer uneingeschränkt
neuen Leistungsprüfung

Zu meinem Krankheitsverlauf:
Ich war in verantwortlicher Position im Einzelhandel tätig. Seit 10/ 2004 bin ich krankgeschrieben (dissoziative Gangstörung). Nach allen möglichen Untersuchungen und allen möglichen und unmöglichen Therapieversuchen sowie Abklärung meiner Arbeitsfähigkeit durch die Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals auch BfA) darf ich im September zwei Jahre lang einen neuen Beruf erlernen (dafür bin ich sehr dankbar). Von meiner PKV bin ich in 08/ 2005 aufgrund gutachterlicher BU ausgesteuert worden. Ich erhalte seither ALG. Der beauftragte Gutachter der Deutschen Rentenversicherung ,der Gutachter der BU-Versicherung und auch die Gutachter bei der Prüfung der Arbeitsfähigkeit haben die BU(ohne Prozentzahlen) in ihren Gutachten bestätigt. Eine Prognose zur Dauer wird vom Gutachter der BU-Versicherung wie folgt beschrieben:” mit wesentlicher Besserung ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen”
Ich habe die Versicherung von meiner Umschulung unterrichtet. Darauf hin kam das geschilderte Angebot.

Meine Fragen:
Soll ich dies als faires Angebot der BU Versicherung oder als Lockangebot deuten, mit dem sich die Versicherung vor noch teurerem schützen möchte ( bei Anerkennung der BU sind auch höhere Einmalzahlungen zu leisten) ?
Ist ein Rechtsstreit zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ? Sollte ich das Angebot annehmen und abwarten?
Würde sich eine erneute Prüfung nach Annahme des Vorschlages auf den neuen erlernten Beruf beziehen oder auf die alte nicht mehr ausführbare Tätigkeit?

Danke für Ihre Bemühungen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Die Leistungspflicht Ihrer BU-Versicherung, die erst dann vorliegt, wenn Sie mindestens 50 % nicht mehr in der Lage sind, Ihren zuletzt ausgübten Beruf nachzugehen, steht derzeit nicht fest, nachdem der Gutachter der Deutschen Rentenversicherung und der Gutachter der BU-Versicherung offensichtlich lediglich eine BU ohne Prozentzahlen bestätigt haben.

Die Tatsache, dass Ihnen die Versicherung befristete Leitungen trotz der nicht feststehenden Leistungspflicht anbietet, ist ausschließlich mit Ihrer Teilnahme an einer Umschulungsmaßnahme zu erklären. Steht die nachträglich erlernte Tätigkeit dem ursprünglich erlernten Beruf gleichwertig gegenüber, was dann zu bejahen ist, wenn gleichwertige Kenntnisse erforderlich sind, vergleichbares Einkommen und eine entsprechende soziale Wertschätzung vorliegen, wird die Versicherung Sie nach einer erneuten Überprüfung der Leistungsvoraussetzungen ggf. erfolgreich auf diese Tätigkeit verweisen können. Voraussetzung ist weiterhin, dass es sich um eine Ihnen zu mehr als 50 % mögliche Berufstätigkeit handelt.

Mit Abschluss der Umschulungsmaßnahme wird daher voraussichtlich das Ende der Leistungspflicht Ihrer Versicherung verbunden sein. Dies werden Sie nur dadurch verhindern können, indem Sie den Vergleich nicht annehmen. Gleichwohl sollte diese Entscheidung sorgfältig abgewogen werden. Zur Feststellung der BU müsste jedenfalls ein weiteres Gutachten eingeholt werden. Kann hiernach keine 50 % BU Ihres erlernten Berufes festgestellt werden, wäre der Abschluss des Vergleichs günstiger gewesen. Nach Ablehnung der BU durch Ihre Versicherung steht Ihnen zwar der Rechtsweg offen, wobei das eventuell bestehende Kostenrisiko jedoch mit zu berücksichtigen ist.

Eine abschließende Beurteilung der Erfolgsaussichten einer Klage wird erst nach genauer Kenntnis Ihres Krankheitsbildes, Ihrer bisherigen Berufstätigkeit und den konkreten Feststellungen in den vorliegenden Gutachten möglich sein. Es ist daher ratsam, vor Ihrer Entscheidung einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Überprüfung sämtlicher Unterlagen zu beauftragen. Erst hiernach kann abgeschätzt werden, ob die Annahme des Vergleichsangebotes ratsam ist. Ich bitte um Verständnis dafür, dass im Rahmen dieser Erstberatung nur eine erste Orientierung möglichen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69556 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Also mir hat es sehr geholfen, auch wenn man die Antworten und die Umsetzung erst durchführen muss. Aber alles in allem war es sehr gut um einen Überblick zu bekommen. Sicherlich wird es noch mehr fragen geben, aber das muss ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist ausreichend.Ich bedanke mich dafür. Mit freundlichen Grüßen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort war OK, ich hatte noch eine Zusatzfrage: wenn sich Verein auflöst, kann der Vorstand als Liquidator fungieren? mfg PH ...
FRAGESTELLER