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Berufsschulpflicht / Berufsschulberechtigung in Bayern

17.04.2018 13:48 |
Preis: 40,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Rokahr


Zusammenfassung: Berufsschulberechtigte werden auf Antrag in Bayern gem. § 12 Abs. 2 S. 3 BSO im Schulfach Englisch nicht benotet. Wer berufsschulberechtigt ist, ergibt sich aus den Art. 39 u. 40 BayEUG.

Guten Tag,

Ich bin 28 jahre alt und habe bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung als Elektroniker "Energie und Gebäudetechnik"
zurzeit mache ich eine zweite Ausbildung als IT-Systemkaufamm beides in Bayern :-).

Ich besuche schon seit einem halben Jahr die Berufsschule.
Gestern bin ich jetzt auf diesen Absatz in der
Schulordnung für die Berufsschulen in Bayern
(Berufsschulordnung – BSO)
(GVBl. S. 631)
BayRS 2236-2-1-K
gestoßen.

§ 12 Leistungsnachweise
3Leistungsnachweise im Pflichtfach Englisch werden auf Antrag nicht benotet, wenn eine Schülerin oder ein
Schüler berufsschulberechtigt ist oder vor Besuch der Berufsschule weniger als drei Jahre regulär den
Englischunterricht an einer Schule der Sekundarstufe I besucht hat

Nun zu meiner Frage, bin ich jetzt nur Berufschulberechtigt oder auch Verpflichet? und muss die Schule meinen Antrag auf Verzicht der Leistungsnachweise genehmigen?

Was habe ich hierzu alles vorzulegen?

Freu mich auf Ihre Antwort :-)




Einsatz editiert am 17.04.2018 19:01:50

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sind nicht mehr berufsschulpflichtig, sondern „lediglich" berufsschulberechtigt und demnach grundsätzlich gem. § 12 Abs. 2 S. 3 BSO wie begehrt antragsberechtigt.

Nach Art. 35 Abs. 2 BayEUG dauert die Schulpflicht in Bayern grundsätzlich 12 Jahre. Ihre Vollzeitschulpflicht haben Sie aller vernünftigen Voraussicht nach bereits absolviert (Art. 37 Abs. 3 BayEUG). Gem. Art. 39 Abs. 1 u. 2 BayEUG wird nach dem Ende der Vollzeitschulpflicht oder des freiwilligen Besuchs der Mittelschule die Schulpflicht durch den Besuch der Berufsschule erfüllt, soweit keine andere in Art. 36 BayEUG genannte Schule besucht wird. Wer in einem Ausbildungsverhältnis nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung steht, ist bis zum Ende des Schuljahres berufsschulpflichtig, in dem das 21. Lebensjahr vollendet wird. Die Berufsschulpflicht endet mit dem Abschluss einer staatlich anerkannten Berufsausbildung. Damit haben Sie mit Ihrer ersten Berufsausbildung auch bereits Ihre Berufsschulpflicht absolviert.

Nach Art. 40 BayEUG sind Personen, die nicht mehr berufsschulpflichtig sind, sich aber in Berufsausbildung befinden, zum Besuch der Berufsschule berechtigt; die Ausbildenden haben den Besuch der Berufsschule zu gestatten. Nicht mehr berufsschulpflichtige Personen sind zum Besuch des Berufsgrundschuljahres berechtigt. Auch Umschüler für einen anerkannten Ausbildungsberuf mit einem Umschulungsvertrag nach § 60 des Berufsbildungsgesetzes oder § 42g der Handwerksordnung haben das Recht, am Unterricht der Berufsschule teilzunehmen. Da Sie unter die Regelung des Art. 40 BayEUG fallen, sind Sie berufsschulberechtigt.

Damit fallen Sie auch unter die Regelung des § 12 Abs. 2 S. 3 BSO, wonach Leistungsnachweise im Pflichtfach Englisch auf Antrag nicht benotet werden, wenn ein Schüler „nur noch" berufsschulberechtigt ist.

Da mir weder eine Durchführungsverordnung noch Verwaltungsanweisungen zur BSO bekannt sind, kann ich Ihnen nicht genau mitteilen, welche Unterlagen dem Antrag beizufügen sind. Ich gehe jedoch davon aus, dass es ausreicht, wenn Sie mit Urkunden über die bereits erlangte Berufsausbildung Ihre bereits absolvierte Schul- und Berufsschulpflicht nachweisen. Um die Sache etwas zu vereinfachen, rate ich Ihnen, sich mit Ihrer Schulverwaltung in Verbindung zu setzten, da diese ggf. für Ihren Antrag der Einfachheit halber ein Formular vorhält.

Ich hoffe, Ihnen verständlich weitergeholfen zu haben und verweise ansonsten auf die Nachfragefunktion. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

M. Rokahr
Rechtsanwalt


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