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Berufsgenossenschaft /anerkannte Brufskrankheit

| 23.11.2013 11:01 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe als meinen ersten Beruf 1984-1987 Bäcker gelernt. Ich habe in der Gesellenzeit das typische Bäckerekzem und die Atemwegserkrankung entwickelt. Etwa 1989/90 ging die Sache an die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten ( BGN Mannheim ).

Die Krankheit wurde anerkannt: Aktenzeichen ... , anlagebedingte Hauterkrankung, die Voraussetzungen nach § 3 BKV liegen vor ...
1991 bis 1993 wurde ich zum Lebensmitteltechniker umgeschult:
"Gewährung von Maßnahmen zur Berufshilfe gemäß §§ 567 ff RVO in Verbindung mit der Berufskrankheiten VO ".
Auflage : "bisher ausgeübter Beruf muß aufgegeben werden , sowie sonstige gefährdende Tätigkeiten die für die Erkrankung ursächlich oder verschlimmernd sind, sind nicht mehr auszuüben".
Jetzt nach so vielen Jahren habe ich einen erneuten Krankheitsschub an atopischer Dermatitis. Meine Allergie hat sich in den Jahren weiterentwickelt und ich habe eine Allergie gegen Gummi dazubekommen. Auf der Arbeit muß ich aber Sicherheitsschuhe tragen . Die Füsse sind entzündet , zerkratzt und jucken. Privat kann ich offene Schuhe anziehen und auf Kleidung aus Baumwolle oder entsprechende offene Schuhe achten.

Nun meine Fragen:
1. Die Berufskrankheit wurde damals anerkannt und ich bin umgeschult. Ist die Berufsgenossenschaft aus dem Schneider? Mein Doktor hat mich darauf hingewiesen , daß die BGN Folgekosten übernehmen muß.
Welche Folgekosten ( zB spezielle Medikamente ) muß die BGN übernehmen?
Wie formuliere ich dies rechtssicher in einem Brief an die BGN ?
2. Ich möchte an die BGN herantreten für eine Kur / Rehamaßnahme um meinen Gesundheitszustand wieder zu verbessern.
Wie formuliere ich dies rechtssicher an die BGN ?
3. Unter welchen Voraussetzungen kann das verrentet werden?
3. Vielleicht noch ein Tipp oder eine Erfahrung von Ihnen ?
Mit freundlichen Grüßen
Fluchi

-- Einsatz geändert am 23.11.2013 13:37:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

als erstes ist der BGN die zunehmende Hauterkrankung anzuzeigen.

Dabei sollte Sie ihr Arzt unterstützen. Der Arzt hat nach Ihrer Darstellung diagnostiziert, dass die jetzige Hauterkrankung auf die Berufskrankheit zurückzuführen ist. Wenn die Berufserkrankung ursächlich ist für die jetzige Hauterkrankung, hat die BGN Leistungen zu erbringen.

Die jetzige Situation wäre dann auf die Erkrankungen aus dem Jahre 1984-1987 zurückzuführen. Der BGN ist der Sachverhalt MIT der Diagnose mitzuteilen.

Die BGN hat dann nach Ihrer Schilderung die gesetzlichen Leistungen nach §§27 – 34 SGB VII zu erbringen.

Dazu gehören unter anderem:

Heilbehandlungen, medizinische Rehabilitation, berufsfördernde , soziale Leistungen der Rehabilitation.

Die Erwerbsminderungsrente ist nach der Gesetzesstruktur die letzte Leistung.

Die Kur/Rehamaßnahme kann beantragt werden. Insoweit gibt es kein rechtssicheres Schreiben. Es sind im vorgeschriebenen Antragsverfahren, die Formulare der BGN zu verwenden sind. Der Arzt hat ebenfalls seine Stellungnahme abzugeben. Dann wird über Ihren Antrag entscheiden.

Es könnte eine Erwerbsminderungsrente in Betracht kommen.

Es ist zu unterscheiden zwischen der teilweisen und vollen Erwerbsminderungsrente. Die teilweise wird gezahlt, wenn eine berufliche Tätigkeit von mindestens 3, aber weniger als 6 Stunden ausüben kann. Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn eine Tätigkeit von weniger als 3 Stunden ausgeübt werden kann.

Das sind die Grundlagen; Ausnahmen können eine andere Beurteilung rechtfertigen; z.B. bei vor dem 02.01.1961 geborenen.

Ob dieses bei Ihnen in Betracht kommt, ist individuell zu prüfen.

Zu berücksichtigen ist dabei auch immer, dass eine Erwerbsminderungsrente vor dem 63. Geburtstag zu einer dauerhaften Kürzung der späteren Rente führt

Es ist daher immer gut zu prüfen, ob dieses hingenommen werden soll. Es sollte dieses insbesondere zuvor auch individuell mit ihrem Rentenberater geklärt werden.

Sofern Sie rechtssichere Schreiben wünschen, ist dieses aber nicht möglich.

Es sind Anträge erforderlich. Wichtig ist, dass ärztliche aussagefähige Unterlagen Ihren Anträgen und der ersten Anzeige beigefügt sind.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


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Bewertung des Fragestellers 25.11.2013 | 08:48

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"Frau True-Bohle hat auch bei meiner zweiten Rechtsberatung bei frag-einen-anwalt.de die freundliche und ausführliche Art wie beim ersten Mal gezeigt.
Gute Anwältin"
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