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Berufsgenossenschaft /Berufsunfähigkeit/ BU-Versicherung

06.11.2008 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,

folgender Themenkomplex: Ich habe im Februar/ März 08 bei der BFG den Antrag auf Anerkennung der Berufsunfähigkeit wegen verschiedener Probleme (Schulterverletzung, Allergie auf Pferde und Gräser) gestellt. Ich war Berufsreitlehrerin/Bereiterin und konnte meinen Beruf nicht mehr ausüben. Die Allergie geht mir auf die Atemwege und ist über Haut- und Bluttests nachgewiesen. Inzwischen habe ich bereits wieder Arbeit (im Büro), das Verfahren der BFG läuft aber noch. Nun soll ich zu diversen Untersuchungen (wg. Allergie), die z.T. weit weg sind und über mehrere Tage gehen. Dafür muß ich mir extra Urlaub nehmen.
Fragen:
1. Was habe ich an Leistungen von der BFG überhaupt noch zu erwarten? Arbeit habe ich ja bereits wieder.
2. Was passiert, wenn ich den Antrag zurückziehe bzw. das Verfahren abbreche? Hat das negative Konsequenzen, auch in der Zukunft?
3. Meine private BU-Versicherung hat die Leistung zunächst vom Urteil der BFG abhängig gemacht, inzwischen aber die Leistungspflicht anerkannt. Können die das widerrufen, wenn der BFG-Antrag abgebrochen wird?
4. Meine private BU wurde damals ohne Verweismöglichkeit seitens der Versicherung abgeschlossen. Stimmt es, das sie trotzdem die Leistung einstelle, wenn ich (in einem anderen Beruf) wieder arbeite?

Sehr geehrter User

auf ihre vier Fragen darf ich aufgrund des im unteren Bereich liegenden Einsatzes knapp wie folgt antworten:

1. Was habe ich an Leistungen von der BFG überhaupt noch zu erwarten?

Für die Berufsgenossenschaften gilt der Grundsatz "Rehabilitation vor Rente". Wenn eine Berufskrankheit vorliegt, nutzen die Berufsgenossenschaften deshalb - auch in eigenen Spezialkliniken - zunächst alle Möglichkeiten der Rehabilitation.

Medizinische Rehabilitation wird in Form von ambulanter oder stationärer Heilbehandlung durchgeführt. Berufliche Rehabilitation erfolgt in Form einer Aus-, Fort- und Weiterbildung, oder Umschulung. Bei bestimmten Erkrankungen ist die Umsetzung von dem gefährdenden Arbeitsplatz auf einen anderen, nicht belasteten, oft die einzige Möglichkeit, um Erkrankte dauerhaft in das Erwerbsleben zurückzuführen. Deshalb fordert der Verordnungsgeber bei diesen Krankheiten neben den medizinischen Voraussetzungen die Aufgabe der Tätigkeit als Grundvoraussetzung für eine Anerkennung.

Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Berufsgenossenschaft zahlt nach Ablauf der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber Verletztengeld. Die Auszahlung erfolgt auftragsweise durch die Krankenkassen. Das Verletztengeld beträgt 80 Prozent des entgangenen regelmäßigen Bruttoentgelts, darf aber nicht höher sein als das regelmäßige Nettoentgelt. Abgezogen davon werden dann noch die Beitragsanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Wenn trotz aller Maßnahmen der Rehabilitation über die 26. Woche nach dem Versicherungsfall hinaus eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent besteht, zahlt die Berufsgenossenschaften nach dem Wegfall des Anspruches auf Verletztengeld Verletztenrente. Die Höhe richtet sich nach dem letzten Jahresbruttoverdienst.

2. Was passiert, wenn ich den Antrag zurückziehe bzw. das Verfahren abbreche? Hat das negative Konsequenzen, auch in der Zukunft?

Ja, der Anspruch kann entfallen

3. Meine private BU- Versicherung hat die Leistung zunächst vom Urteil der BFG abhängig gemacht, inzwischen aber die Leistungspflicht anerkannt. Können die das widerrufen, wenn der BFG-Antrag abgebrochen wird?

Nein.

4. Meine private BU wurde damals ohne Verweismöglichkeit seitens der Versicherung abgeschlossen. Stimmt es, das sie trotzdem die Leistung einstelle, wenn ich (in einem anderen Beruf) wieder arbeite?

Sie sind außer Stande, Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf - so wie Sie ihn ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeübt haben -nachzugehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie auf Grund Ihrer Ausbildung und Erfahrung noch eine andere Tätigkeit ausüben oder ob Ihnen eine andere Tätigkeit zugemutet werden könnte. Hier sind die Bedingungen aber genau zu prüfen. Hierzu ist die Vorlage des Vertrages erforderlich.

Bitte nutzen sie zur Prüfung des konkreten Vertrages gegebenenfalls die Funktion „Anwalt Direktanfrage “ oder „Beauftrag-einen-anwalt.de“.

Die Versicherung hat aber ein Nachprüfungsrecht (§ 7 BUZ), welches bei Rücknahme des Rentenantrages provoziert werden kann. Hier sind die Bedingungen aber genau zu prüfen.







Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2008 | 17:09

Vielen Dank erstmal für die schnelle Beantwortung. Aus meiner persönlichen Situation heraus ist demnach der Anspruch auf die Leistungen der BFG doch eher als uninteressant zu bewerten, verstehe ich das richtig? Medizinische und berufliche Rehabilitation sind für mich ja nicht relevant, da ich bereits in einem neuen Beruf tätig bin.

Oder wirkt sich der Rücktritt vom Antrag auch für eventuelle zukünftige Berufsunfähigkeiten negativ aus?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2008 | 19:03

Sehr geehrter User,

leider kann ich aufgrund einer Grippeerkrankung erst jetzt antworten.

Bei ihnen geht es nur noch um die Rente. Hier sind die Aussichten nicht gut. Sprechen sie mit der Berufsgenossenschaft bevor sie alle Anträge zurücknehmen.

Die Rücknahme des Antrages hat auf künftige "Berufsunfähigkeiten" wegen anderer Erkrankungen keinen negativen Einfluss.

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