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Berufsausbildung und Studium

5. Februar 2020 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


Guten Tag,

es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir in folgendem Fall weiterhelfen könnten:

Person A ist Student an einer Hochschule in Deutschland und hat einen Informatikstudiengang fast beendet. "Leider" hatte sie so viel Hilfe, dass die praktischen Programmierfähigkeiten nie selbst erlernt wurden. Die Bachelorarbeit basiert jetzt natürlich nur darauf, aber zu den ehemaligen Helfern haben, da sie nicht nebenbei berufstätig waren, das Studium schon lange abgeschlossen. Es fehlen weiterhin finanzielle Mittel sich in so langwierigem und ausführlichem Umfang Nachhilfe zu organisieren, wie es für die fehlenden Fähigkeiten nötig wäre.

Nun hat Person A eine rein schulische Berufsausbildung in ihrer Nähe entdeckt, die eben diese Fähigkeiten lehrt. Da sie keine andere Möglichkeit sah, noch einen Abschluss zu machen, meldete sie sich dort an. Da aber nicht klar war, ob dieser Weg auch zum Erfolg führen würde, blieb sie gleichzeitg weiterhin an der Hochschule eingeschrieben. Soweit verläuft die Ausbildung aber so positiv, dass A überzeugt ist, sie sehr gut zu bestehen.

Zum Studium: Auf Grund der Länge des Studiums ist eine erneute Rückmeldung nun nur unter der Bedingung möglich, die Bachelorthesis anzufertigen. Da Person A aber erst mit der Ausbildung begonnen hat, sieht sie sich dazu nicht in der Lage. Bei einer Exmatrikulation und späterer Neueinschreibung wären einige Veranstaltungen neu zu belegen, da die Studienordnung mehrfach gewechselt hat, außerdem wäre unklar, ob Person A überhaupt erneut einen Studienplatz erhält.

Die einzige andere Alternative wäre eine Beurlaubung (nur noch diese Woche möglich) wegen Erkrankung. Er bestehen auch tatsächlich Depression und ADHS, die ein einen Besuch von Schule und Hochschule gleichzeitig unmöglich machen würden. (Berufstätigkeit und Ausbildung werden als Beurlaubungsgründe von der Hochschule nicht anerkannt, andere Gründe liegen bei A nicht vor.)

Hierbei macht sich Person A jedoch Sorgen, dass die Daten aus Hochschule und Schule irgendwo zentral organisiert sind oder zusammenlaufen, sodass auffällt, dass sie nur an einer der beiden Institutionen beurlaubt ist.
1) A fragt sich, ob es zu Problemen mit Hochschule und/ oder Schule führen würde, wenn die "einseitige" Beurlaubung auffällt. Wenn ja, welche?
2) Außerdem fragt A sich, ob sie den attestierenden Arzt nicht ebenfalls in ihre Probleme mit hineinzieht, obwohl er ja eine tatsächlich bestehende Krankheit(en) attestiert.

Für Ihre Antwort bin ich sehr dankbar!

7. Februar 2020 | 01:32

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich denke Ihr zuvörderstes Anliegen ist, mit Ihrer Sache nicht aufzufallen, um bewusst das Wort des "Auffliegens" zu vermeiden.

Eine zentrale Datenstelle zwischen der Hochschule und dem Ausbildungsplatz gibt es nicht. Im übrigen ist die Hochschule auch daran gebunden, ihr zur Verfügung stehende Daten nicht an Dritte weiter zu leiten, was vor dem Hintergrund der neuen DSGVO heute noch wichtiger ist als je zuvor.

Den Arzt würde ich nur begrenzt einweihen. Ich würde ihm schildern, daß Sie zur Zeit prüfungsunfähig sind, was dieser Ihnen mit den wohl als wahr unterstellbaren Leiden auch attestieren dürfte. Mit Prüfungsunfähig meine ich natürlich auch die Ablegung und Fertigstellung der Bachelorthesis. Vor diesem Hintergrund würde ich dann krankheitsbedingt die Beurlaubung beantragen und erst einmal Zeit gewinnen.

Was Sie in der weiteren Zeit privat oder beruflich machen, wobei Ihnen Ihre attestierte Prüfungsunfähigkeit aus psychischen Gründen nicht entgegen stehen dürfte, dürfte nur Ihre Sache sein. Ich halte das so sogar noch nicht einmal für verboten.

Voraussetzung ist natürlich, der Artz attestiert etwas für die Hochschule, was er mit Ihren Schilderungen auch vertreten und attestieren kann. Diese Verhinderung sollte also nur auf die besondere Prüfungsituation zugeschnitten sein und sich nicht auf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschränken. Denn, daß Sie arbeitsunfähig wären, würden Sie ja dann durch die Fortführung der Ausbildung widerlegen.

Ein Grenzfall, aber wegen der unterschiedlichen Anforderungen der Prüfungssituation an der Uni und der bloßen Ausbildung kann die obige Vorgehensweise mit entsprechender Attestierung von einem Arzt ( soweit von diesem auch vertretbar ) wohl noch vertreten werden.

Eine andere Möglichkeit sehe ich schlichtweg nicht, da Sie ansonsten unter Zeitverlust an der Uni eine erneute Einschreibung oder die Wiederholung zuvoriger Seminare riskieren würden.

Ich hoffe, ich habe das Uniproblem aus Ihrem Land richtig erkannt und wünsche Ihnen viel Glück.

MFG Fricke
RA


ANTWORT VON

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