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Berufsangabe bei Berufsunfähigkeitsversicherung


24.04.2006 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Hallo!

Folgende Sachlage:
Ich bin von Beruf "Chemikant" und habe eine BU abgeschlossen. Soweit ich weiss, entspricht das bei fast allen Versicherungen der Berufsgruppe "3".
Der Vertreter hat im Antrag allerdings "Chemietechniker" eingetragen. In der Police steht auch Berufsgruppe "2". Ein anderer unabhängiger Agent hatte mich darauf hingewiesen und mir einen Kostenvergleich für die Berufe "Chemikant" und "Chemietechniker" bei dieser Versicherung besorgt. Demnach war auch der Beitrag, den ich für den "Chemikanten" hätte zahlen müssen, mehr als doppelt so hoch.
Der Vertreter, mit dem ich den Vertrag geschlossen hatte, argumentierte es so, dass ich ja eine Weiterbildung (allerdings zum "Industriemeister Chemie", nicht zum Techniker) mache und es von daher egal wäre.
Nur übe ich eben die Tätigkeit eines Facharbeiters aus und nicht die eines Technikers. Und selbst wenn ich einen Techniker-Schein besäße (um auf die Argumentation des Versicherungsvertreters zurückzukommen), müsste ich doch auch einen Techniker-Posten besetzen, um eine BU als Techniker abschließen zu können, oder?

Nun meine Frage:
Sollte ich nach der geschilderten Sachlage tatsächlich eines Tages berufsunfähig werden, kann die Versicherung dann rein rechtlich mir die Leistung verweigern, mit der Begründung, dass ich eine inkorrekte Angabe zu meinem Beruf gemacht hätte?

Sollte dies der Fall sein, müsste ich diesem Vertrag unbedingt widersprechen.

Danke schon mal im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben antworte ich Ihnen gern wie folgt:

Es wäre wichtig zu wissen, ob der "Vertreter" ein echter Vertreter einer Gesellschaft ist oder ein Makler oder sonstiger Agent. Davon hängt u.U. die Wirksamkeit des Vertrages ab.

Entweder muß sich die Versicherung sein Wissen zurechnen lassen (wenn er ein echter Vertreter ist) - dann haben Sie einen gültigen Vertrag mit der Gesellschaft, die er vertritt - oder er hat einen Fehler gemacht und er haftet im Zweifel dafür.
(Hier besteht allerdings das Risiko, daß bei ihm im Ernstfall nichts zu holen ist und er keine Vermögensschadenhaftpflicht hat.

So wie Sie den Fall im Moment schildern rate ich Ihnen, sich von diesem Vertreter schriftlich bestätigen zu lassen, daß dieser Vertrag mit der von ihm gewählten Berufsgruppeneinteilung der derzeit richtige Versicherungsschutz ist, also Ihrer derzeitigen Tätigkeit und Qualifikation entspricht.

Wenn er Ihnen eine schriftliche Bestätigung der Gesellschaft vorlegen kann, daß alles seine Richtigkeit hat, sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn er diese schriftliche Bestätigung nicht beibringen kann (oder will), würde ich an Ihrer Stelle ernsthaft darüber nachdenken, diesen Vertrag zu kündigen (oder zu widerrufen, je nachdem wann dieser Vertrag geschlossen wurde) und einen neuen Vertrag abzuschließen, in dem keine unzutreffenden Angaben gemacht werden.

Wenn Sie z.B. zusammen mit dem Vertreter bewußt falsche Angaben machen, kommt kein Vertrag zustande. Hier klingt es aber eher danach, als ob ein Beratungsfehler vorliegt - dieser wurde wohl gemacht, um mit dem billigeren Preis einen Abschluß zu erzielen.

Ohne Kenntnis der genauen Daten und Unterlagen ist eine abschließende Beurteilung leider nicht möglich.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Freundliche Grüße

Diane Kirschkowski
Rechtsanwältin


Rechtsanwaeltin.Kirschkowski@gmx.de
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