Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berücksichtigung von Schulden beim Zugewinnausgleich


| 01.08.2006 22:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe vor 6 Jahren von meinen Eltern einen Kredit von 90.000,- DM zur Tilgung eines Hypothekendarlehens erhalten. Der Kredit ist bislang nicht zurückgezahlt. Schriftliche Belege über die Kreditvergabe existieren nicht.
Im Falle einer Scheidung und der folgenden Berechnung des Zugewinnausgleichs sollen die noch existierenden Schulden von 90.000,- DM berücksichtigt, also vom zu verteilenden Vermögen abgezogen werden.
Frage: wie kann nachträglich die Kreditvergabe rechtssicher dokumentiert werden? Ist eine notarielle Beglaubigung notwendig oder genügt ein privater Vertrag zw. mir und meinen Eltern? Was ist ggf. bei der Formulierung des Vertrags zu berücksichtigen?
01.08.2006 | 22:48

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.
Der zugrunde liegende Darlehensvertrag bedarf keiner Form. Ein Darlehen kann dementsprechend auch „formlos“ gewährt werden. Insbesondere besteht keine Notwendigkeit, den Darlehensvertrag notariell zu beurkunden. Von daher würde in einem etwaigen Rechtstreit auch die Behauptung eines mündlichen Darlehensvertrages genügen.
Problematisch ist aber, dass ggf. behauptet werden könnte, dass nicht ein Darlehen sondern eine „Schenkung“ von Ihren Eltern der Ehe willen (sog. ehebedingte Zuwendung) beabsichtigt war. Dann stellt sich das Problem, dass bei Fehlen einer ausdrücklichen Bestimmung angenommen würde, dass beide Ehegatten Zuwendungsempfänger sein sollten (eben der Ehe willen). Dies hätte erhebliche Konsequenzen für die Ermittlung des Zugewinns. Eine Rückforderung gegenüber dem Schwiegerkind ist dabei zudem regelmäßig ausgeschlossen.
Daher wäre ein Darlehensvertrag sicherlich nützlich. Aber wenn es auf diesen ankommt, ist ein aktuell datierter Vertrag in jedem Fall immer nur bedingt beweiskräftig, da er nicht die Vertragsziele zum Abschlusszeitpunkt dokumentiert. Ein Rückdatieren ist meines Erachtens aber sogar unter Umständen strafwürdig und daher nicht ratsam.
Es spricht aber sicher nichts dagegen, die damals verabredete Darlehensgewährung nachträglich zu dokumentieren und im Streitfall als Beweismittel zu nutzen. Allerdings, dies beachten Sie bitte, ist wegen der tatsächlich fehlenden Vereinbarung ein Prozessrisiko gegeben, weil es letztlich darauf ankommt, ob die Vertragsumstände abschließend zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung bewiesen werden können. Da leider die Gerichte in diesem Bereich häufig mit Missbrauchsgestaltungen und nachträglich von Schenkungen in Darlehensverträge „umgedeuteten“ Erklären zu tun haben, gibt es leider keinen rechtssicheren Weg, das gewährte Darlehen nachträglich effektiv glaubhafter zu machen.
Leider kann ich Ihnen keine besseren Nachrichten überbringen. Ich hoffe aber, dass Ihre Frage trotzdem zur Zufriedenheit beantwortet wurde. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 04.08.2006 | 22:29

In den ersten Jahren nach Darlehensgewährung wurden jährlich Zinsen von 3% p.a. von mir auf das Konto meines Vaters überwiesen. Ab 2004 wurde das Darlehen seites meiner Eltern zinslos gestellt.
Würden Kontoauszüge der Zinszahlungen die mögliche Behauptung, es handelte sich um eine Schenkung, entkräften?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2006 | 21:54

Sehr geehrter Ratsuchender, ich verweise auf meine email.

mfg

RA Hellmann

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort ist in Ordnung."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
3/5.0

Die Antwort ist in Ordnung.


ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht