Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berücksichtigung von Erbschaften bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs


19.06.2006 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Ehefrau und ich wollen uns scheiden lassen (verheiratet seit 1990, Trennung 2004).
Kein Anfangsvermögen. Keine Gütertrennung.
Während unserer Ehe sind Erbschaften hinzugekommen:
Ich selbst: 231.000 € (1997: 114.000€ von Großmutter, 1998: 117.000€ von Vater)
Meine Frau: 114.000 € (1997 von meiner Großmutter)
Das gemeinsame Endvermögen derzeitiger Wert ca. 338.000 € soll aufgeteilt werden.
- EFH mit Grundstück, Verkehrswert ca. 220.000€ (lastenfrei)
- Eigentumswohnung 85.000€ (Lasten 44.000€)
- Barvermögen, Erlös aus Grundstücksverkauf 67.000€
- Landwirtschaftliche Fläche Wert ca. 10.000€
Die Aufteilung sonstiger Vermögenswerte wie Hausrat, Sparbuch, ist bereits erfolgt.

Ich kann per Rechnungen/Zahlungen nachweisen, dass die gesamten 117.000 € aus dem Erbe meines Vaters in den Jahren 1998/1999 in den Bau des Einfamilienhauses geflossen sind.

Wie erfolgt die Teilung der Werte unter Berücksichtigung meines höheren Erbes?

Würde das Endvermögen je hälftig verteilt und nach der Zugewinnformel ½ x [(EVFrau-AVFrau) – (EVMann–AVMann)] berechnet, hätte ich einen negativen Zugewinn, also Null, und mein doppelt so hohes Anfangsvermögen würde nicht berücksichtigt

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich gerne beantworte, mich in Anbetracht der offenkundigen Miss-Relation zwischen den offen stehenden Summen und Ihrem Einsatz summarisch auf das Folgende beschränke:

Dem –bei einer Trennung nicht „einzurechnenden- Anfangsvermögen nach § 1374 BGB wird im Grundsatz hinzugerechnet, was Ihre Ehefrau resp. Sie nach Eintritt es Güterstandes von Todes wegen erwarben. Deswegen kommt es auf Ihren höheren, beiden Erbschaften zunächst insoweit nicht an. Denn er hat mit der „gemeinsamen Lebensleistung der Ehegatten“ nichts zu tun und wird deshalb aus dem Zugewinn herausgehalten.

Im Falle einer Scheidung würde also nur der eigentliche Zugewinn „aufgerechnet“. Der Zugewinn des einen Ehegatten, welcher den Zugewinn des anderen übersteigt, würde –was Ihnen offenbar bekannt ist- hälftig ausgeglichen (§ 1378 BGB), wobei dieses Forum die evt. von Ihnen gewünschte, exakte Berechnung des Endvermögens nach § 1375 BGB nicht bieten kann.

Ich kann Ihnen schlussendlich nur anraten, einen familienrechtlich versierten Kollegen vor Ort zu konsultieren – was allerdings ein deutlich Mehrfaches an Kosten Ihrerseits veranlassen wird.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 20.06.2006 | 00:51

Vielen Dank für die rasche Beantwortung. Ich möchte für den Einsatz keine exakte Berechnung. Nur eine grundsätzliche Auskunft. Wie können wir hier ansetzen, wenn beider gemeinsame Anfangsvermögen resp. Erbschaften höher sind als das gemeinsame Endvermögen, d. h. wie würde das gemeinsame Endvermögen aufgeteilt bei derart verschieden hohen Anfangsvermögen? Vielen Dank nochmals für Ihre Bemühungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.06.2006 | 08:06

Sehr geehrter Herr L.,

danke für Ihre Nachfrage.

Wenn (das rechtlich so ansetzbare) Anfangsvermögen BEIDER Eheleute wegen der Erbfälle höher ist als das Endvermögen, entfällt der Ausgleichsanspruch schlicht. Es verhält sich also genauso, als wenn beidseitig Zugewinn vorhanden, aber beidseitig genauso hoch wäre.

Wenn also keine Vermögensmehrungen während des Güterstandes vorliegen –weil ja das faktische Vermögen aus den insgesamt drei Erbfällen resultiert- käme man tatsächlich zu einer „Nullrechnung“.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -
ra.schimpf@gmx.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER