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Berücksichtigung einer Schenkung im Erbfall

10. November 2021 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
mein Onkel ist letztes Jahr Ende Oktober verstorben.
Im April letzten Jahres hat er einen knapp 5-Stelligen Betrag verschenkt (per Überweisung).
Die Beschenkten möchten diesen Betrag mit Hinweis auf das gute Verhältnis zu meinem Onkel
nicht wieder abgeben.
Ich bin im Testament als Alleinerbe eingesetzt.
Welche rechtliche Grundlage habe ich, das Geld zurückzufordern ?
Mit freundlichen Grüßen

10. November 2021 | 10:36

Antwort

von


(533)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

bedauerlicherweise ist eine Rückforderung hier im Grunde ausgeschlossen.

Eine Rückforderung bzw. ein Ausgleich von Schenkungen steht nur demjenigen zu, der nach § 2325 Absatz 1 BGB Pflichtteilsberechtigter ist.

Zitat:

§ 2325 Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen
(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.
(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Werte in Ansatz, den sie zur Zeit der Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht.
(3) Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt. Ist die Schenkung an den Ehegatten erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe.


Allerdings sind nur in grade Linie verwandte Personen pflichtteilsberechtigt, also die Kinder, Enkel, Eltern und unter zusätzlich noch die Ehefrau, siehe § 2303 BGB.

Zitat:
§ 2303 Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils
(1) Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.
(2) Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.


Als Neffe sind Sie leider nur in der Seitenlinie verwandt, dabei macht es auch keinen Unterschied ob Sie per Gesetz oder Testament erben. Eine Rückforderung aufgrund der erbrechtlichen Stellung ist daher ausgeschlossen.

Möglich wäre allenfalls noch eine Anfechtung der Schenkung, falls Ihr Onkel bei dieser nicht mehr geschäftsfähig war, hier sind die Hürden für einen Nachweis allerdings sehr hoch und aufgrund Ihrer Schilderung vermute ich, dass es hier wohl auch keinen Anlass zu Zweifeln gibt.

Ich bedauere Ihnen keine positivere Nachricht geben zu können, wünsche Ihnen aber umso mehr einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


ANTWORT VON

(533)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
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