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Berücksichtigung d. Anfangsvermögens beim Zugewinnausgleich im Scheidungsfall

28.10.2020 09:27 |
Preis: 28,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag,

ich habe eine Frage zu der folgenden Konstellation:

- Person A hat vor der Ehe ein Anfangsvermögen (Barvermögen) i.H.v. 150.000€.
- Person B hat vor der Ehe ein Anfangsvermögen i.H.v. 0€.

- Während der Ehe wird ein Haus erworben.
- Person A bringt das Barvermögen i.H.v. 150.000€ als Eigenkapital beim Hauskauf ein.
- Das Eigentum am Haus ist gemäß Grundbuch auf beide Personen 50/50 aufgeteilt.
- Ein Ehevertrag existiert nicht. Es gilt die Zugewinngemeinschaft.

Im Scheidungsfall ist das Haus, welches vollständig abbezahlt ist, 1.000.000€ wert. Das Haus wird im Scheidungsfall für diesen Preis verkauft. Weiteres Vermögen besteht nicht.


Wie wird der Verkaufserlös i.H.v. 1.000.000€ zwischen A und B aufgeteilt?
Wie wird beim Zugewinnausgleich das Eigenkapital von A berücksichtigt?

Welche Beträge erhalten A und B?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Der Verkaufserlös wird nach Eigentumsanteilen aufgeteilt, es er hält also jeder 500.000 €.

Der Zugewinn wird wie folgt berechnet:

Person A hat eine Differenz von Anfangs- zu Endvermögen von 350.000 €, Person B von 500.000 €. Die Hälfte der Differenz, also 75.000 €, muss B an A als Zugewinnausgleich zahlen.

Je nach Dauer der Ehe ist noch der Inflationsausgleich zu berücksichtigen. Dadurch erhöht sich bei langer Ehe im Ergebnis das Anfangsvermögen. Der Zugewinn von A ist dadurch geringer, die Zahlung, die B zu leisten hat, wird höher. Für eine genaue Berechnung müssen aber die Zeitpunkte von Heirat und Zustellung des Scheidungsantrags bekannt sein, damit die in diesem Zeitraum verzeichnete Inflation einberechnet werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Rückfrage vom Fragesteller 28.10.2020 | 10:09

Guten Tag Frau Holzapfel,
vielen Dank für die Antwort.

Ich verstehe jedoch nicht vollständig, welches Endvermögen nach erfolgtem Zugewinnausgleich Person A und B haben.

Verstehe ich Ihre Ausführung richtig, dass nach Zahlung des Zugewinnausgleichs (ohne Berücksichtigung der Inflationsausgleich) das Vermögen wie folgt verteilt wird:

Person B:
500.000 (Verkaufserlös) - 75.000 (Zugewinnausgleich) = 425.000

Person A:
500.000 (Verkaufserlös) + 75.000 (Zugewinnausgleich) = 575.000

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.10.2020 | 10:23

Sehr geehrter Fragesteller,

das Endvermögen im technischen Sinne besteht jeweils in einer abbezahlten Haushälfte im Wert von 500.000 €. Bei A ist das Anfangsvermögen abzuziehen, um den Zugewinn zu ermitteln, bei B ist das Endvermögen (mangels Anfangsvermögen) zugleich auf der Zugewinn.

Ihre Berechnung am Ende der Nachfrage ist richtig.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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