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Berliner Vertrag1

| 04.04.2019 10:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Hallo,

Eltern----> Berliner Testament --->3 Kinder

Zu Lebzeiten bekommt
Kind 1 ein Haus und verzichtet auf seinen Pflichtteil
Kind 2 bekommt Geld und verzichtet ebenfalls auf seinen Pflichtteil
Kind 3 ist Alleinerbe

Vater stirbt, Besitz geht an die Mutter über in diesem Fall ein Grundstück mit einem Haus darauf.
Kind 3 sorgte die letzten 15 Jahre für die Mutter, sie wurde Dement und Paranoid, was irgendwann in Streitereien endete. Nun wurde das Haus an einen Enkel verkauft, Verkaufspreis unbekannt, wahrscheinlich unter Marktwert.
Da von diesem Geld nichts übrig bleiben wird nun die eigentlich Frage

Welche Optionen hat Kind 3 ?

Pflichtteil möglich ?

mit freundlichen Grüßen




04.04.2019 | 12:35

Antwort

von


(143)
Von-Groote-Str. 44
50968 Köln
Tel: 0221 44900095
Web: https://roger-neumann.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine abschließende Beurteilung würde es erfordern, das Berliner Testament Ihrer Eltern vollständig zu prüfen, da es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, so ein Testament im Einzelnen zu gestalten. Dies vorweggeschickt, kann ich die folgenden Angaben machen:

1. Pflichtteilsanspruch nach dem Vater

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf Geltendmachung des Pflichtteils nach § 2303 nach dem Tod des Vaters. Allerdings verjährt dieser Anspruch nach drei Jahren zum Jahresende. Verjährungsbeginn ist der Zeitpunkt, in dem Sie Kenntnis vom Tod Ihres Vaters hatten, §§ 195 , 199 BGB .

Sodann enthaltenen Berliner Testamente häufig eine Klausel, wonach derjenige, der nach dem Tod des Erstversterbenden den Pflichtteil geltend macht, auch nach dem Tod des Zweitversterbenden auf den Pflichtteil herabgesetzt werden soll.

Da Sie annehmen, dass von dem Geld am Ende nichts übrig bleiben wird, wird es Ihnen darauf im Zweifel nicht ankommen. Gleichwohl erwähne ich es der Vollständigkeit halber.

2. In der Regel setzen sich bei einem Berliner Testament die Ehegatten gegenseitig als Vollerben ein, sodass Ihre Mutter nicht gehindert war, das Haus zu verkaufen.

3. Sie erwähnen die Demenz Ihrer Mutter. Die Frage ist, ob eine Geschäftsunfähigkeit im Sinne von § 104 BGB vorliegt. In dem Fall könnte der Hausverkauf unwirksam sein.

4. Schlussendlich vermuten Sie, dass das Haus unter Wert verkauft wurde. In dem Fall könnte eine Teilschenkung an den Enkel vorliegen. Die Folge wäre, dass Sie nach dem Tod der Mutter einen Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB hätten. Der Anspruch entspricht in der Höhe dem Betrag, um den sich Ihr Pflichtteilanspruch durch die Schenkung reduziert hat. Hier ist es im Ergebnis ein Sechstel der Schenkung.

Dieser Anspruch betreffe nur den Schenkungsanteil, also die Differenz zwischen Marktwert und tatsächlichen Kaufpreis. Er schmilzt überdies beginnend mit der Schenkung jährlich um ein Zehntel ab.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Bewertung des Fragestellers 04.04.2019 | 12:53

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