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Berliner Testament oder ?

01.02.2010 01:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Ehefrau und ich sind seit sehr kurzer Zeit verheiratet und wollen uns in dem sog. Berliner Testament gegenseitig als Erben einsetzen. ( Eigentumsverhältnisse z.Z. 90% Ehefrau, 10 % Ehemann) Wir haben keine gemeinsamen Kinder, jeder hat aus einer früheren Beziehung jeweils ein erw. Kind. Sollte meine Frau zuerst sterben, würde ich Alleinerbe sein und nach meinem Tode sollte das Kind meiner Frau erben. Mein eigenes Kind wurde bereits in dem Eheauflösungsvertrag meiner 1. Ehe berücksichtigt.
Fragen:
1. Wie hoch wäre der Pflichtteil des Kindes beim Tode der Mutter? Wird dann eine Bestandsaufnahme gemacht ?
2. Wie kann sichergestellt werden, dass mein eigenes Kind keine Ansprüche aus meinem Erbe stellen kann, auch sofern ich Erstversterbender sein sollte, bzw. wir Eheleute z.B. durch einen Unfall gemeinsam zu Tode kommen sollten?
3.Vermutlich können diese Regelungen nur notariell festgelegt werden. Wie hoch wären die ca-Kosten eines solchen Erbvertrages.

Sehr geehrter Fragestelller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Ihr Kind hat einen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Dies ist bei einem Kind und Ihrer Ehegattin ein Geldanspruch von 25 % des Nachlasses (ich unterstelle, dass Sie mit Ihrer Frau ohne Ehevertrag im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben).

2. Der Pflichtteil kann nur in den gesetzlich bestimmten Fällen entzogen werden; dies z. B. bei vorsätzlicher körperlicher Misshandlung des Erblassers oder anderen, vergleichbaren Vergehen. Die andere Möglichkeit wäre, dass Ihr Kind auf den Pflichtteil verzichtet. Dies hat in notarieller Form zu erfolgen.

Der Pflichtteilsberechtigte kann von dem Erben verlangen, dass ein (auch notarielles) Nachlassverzeichnis erstellt wird. Bei der Anfertigung des Nachlassverzeichnisses hat der Pflichtteilsberechtigte ein Anwesenheitsrecht. Soweit Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit des Nachlassverzeichnisses bestehen, muss der Erben die Richtigkeit und Vollständigkeit an Eidesstatt versichern.

Der Pflichtteilsberechtigte kann von dem Erben verlangen, dass der Wert der Nachlassgegenstände, z. B. einer Immobilie, durch die Einholung eines Sachverständigengutachtens ermittelt werden.

3.Ein wirksames Testament kann man entweder als handschriftliches Testament oder unter Einbeziehung eines Notars als öffentliches Testament errichten. Das handschriftliche Testament kann ohne Einschaltung eines Notars errichtet werden; es ist nur erforderlich, dass es eigenhändig geschrieben und unterschrieben ist.
Ich würde Ihnen jedoch empfehlen, einen Rechtsanwalt oder Notar hinzuzuziehen. Die Kosten eines notariellen Testaments richten sich auch nach dem Wert des Vermögens, den ich nicht kenne. Es ist aber kein Problem die Kosten vorab bei einem Notar oder Rechtsanwalt zu erfragen und sich dann zu entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2010 | 14:24

Sehr geehrte Frau RA,

erstmal vielen Dank für Ihre Antwort.

Der Kernpunkt meiner Frage ist ja folgendes:
Meine Frau hat von ihrer Familie Haus und Grundstück geerbt.(Das hat sie mit in die Ehe gebracht.)
Dieser Besitz (egal ob als Immobilie oder bereits verkauft als Geldwert) soll ausschließlich der Tochter meiner Frau (dem einzigen Nachkommen aus der Familie meiner Frau) zu gute kommen.

Würden beispielweise meine Frau und ich bei einem Unfall tödlich verunglücken (sie verstirbt vor mir), dann würde mein erwachsenes Kind (das bereits aus dem Eheauflösungsvertrag meiner 1. Ehe berücksichtigt wurde) gleichberechtigt mit der Tochter meiner Frau den Besitz aus der Familie meiner Frau erben.
Das wollen wir auf jeden Fall verhindern.

Deshalb nochmal kurz als Nachfrage:

Testamentarisch kann das wohl nicht erreicht werden (aufgrund Pflichtteilanspruch)?
Ist diese Regelung mittels Ehevertrag(dieser ist auch bei einem Notar zu schließen?) zu erreichen?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.02.2010 | 04:59

Sehr geehrter Fragesteller,
Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:
Wenn Sie das Vermögen Ihrer Frau erben, ermittelt sich der Pflichtteilsanspruch Ihres Sohnes im Falle Ihres Versterbens aus dem gesamten Vermögen.
Sie könnten hier nur eine andere Lösung finden, indem Sie nicht Erbe, sondern nur die Nutzung des Vermögens erhalten (Nießbrauch, Wohnrecht). Hier sollten Sie sich nochmals persönlich beraten lassen, ob eine derartige Alternative für Sie Sinn macht.
Eheverträge sind notariell abzuschließen.
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

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