Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berliner Testament - Nacherbe

10.05.2010 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ehefrau wurde von Ihren Eltern als Nacherbin für ein Mehrfamilienhaus im Testament eingetragen. Vor 7 Jahren verstarb der Vater. Die Mutter ist als Vorerbin im Testament eingetragen. Jetzt überlegt die Mutter aufgrund ihres Alters die Immobilie zu veräußern. Wir wollen Sie dabei gern unterstützen und helfen. Was muss meine Frau jetzt tun, um den Verkauf des Hauses zu ermöglichen? Reicht ein formloser Verzicht seitens meiner Frau auf das Nacherbe oder Bedarf es der Beurkundung durch einen Notar? Zudem hat mene Frau noch 2 Geschwister. Die sollten lt. Testament ausgezahlt werden. Können die beiden Geschwister in dem Fall des Verkaufs ihren Pflichtteil von dem vererbten Teil des Vaters verlangen? Ist von den beiden Geschwistern evtl. auc eine Verzichtserklärng notwendig?

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:


1.
Grundsätzlich wird die Vorerbin (= Ihre Schwiegermutter) verfügungberechtigt. Bei Grundstücken sind aber als Ausnahme Verfügungen unwirksam, die das Recht des Nacherben vereiteln oder beeinträchtigen würden (§ 2113 BGB ).

Diese Regelung dient dem Schutz des Nacherben. Wenn daher der Nacherbe dem Kaufvertrag ausdrücklich zustimmt, greift der Schutz nicht und ist auch nicht – mehr - erforderlich.

Ein formloser Verzicht reicht nicht, in der Kaufurkunde könnte aber die Zustimmung "kostenlos" mit aufgenommen werden.

2.
Die Auszahlung der beiden Geschwister richtet sich dann danach, was beim Tod des Vorerben noch an Werten vorhanden ist.

3.
Den Pflichtteil hätten diese bereits nach dem Tod des Vaters verlangen können.

4.
Da die Geschwister nicht Nacherben sind, wird keine Zustimmung benötigt.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Dankeschön! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage zum berüchtigt komplexen Erbrecht wurde sehr kompetent beantwortet – untermauert mit den relevanten §§ - hat der RA uns den Weg zum Vorgehen in der Lösung des Problems aufgezeigt und uns so die nächsten rechtssicheren ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine Antwort, die keine Erklärung braucht. Bin bereits heute dabei Ihre Ratschläge zu befolgen. Ich bedanke mich sehr für Ihre Antwort., Natürlich werde ich mich auf dem anderen Weg bei Ihnen melden. Es ist für mich eine schwere ... ...
FRAGESTELLER