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Berliner Testament - Erbanspruch


| 21.04.2007 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht




Sehr geehrter Herr Anwalt, sehr geehrte Frau Anwältin!

Ich hoffe ich verstoße nicht gegen Regeln, wenn ich hier auszugsweise einen Testamentswortlaut (Ohne persönliche Daten) angebe, da ich mir genau bei dem Wortlaut rechtlich nicht sicher bin.

Meine Fragen dazu siehe dann unten:

Hier der (handschriftliche) Testamenstext meiner Eltern, auch beim AG hinterlegt:

gemeinschaftliches Testament

der Eheleute Frau A und Herr B, wohnhaft
Strasse, Ort

Wir haben bereits am xx.xx.1986 ein gemein-
schaftliches Testament errichtet. Dieses Testament
ist nunmehr ebenso ungültig wie alle weiteren
Verfügungen von Todes wegen.

Es verbleibt dabei, daß wir uns gegenseitig
zu alleinigen und unbeschränkten Erben einsetzen.

In Abänderung des Testaments vom xx.xx.1986
sollen unsere Tochter Y Und der Sohn Z
Nacherben zu gleichen Teilen sein.

Der vorstehende Teil des Testaments wurde
von mir,(Mutter) geschrieben.

Ich,(Vater), erkläre, daß dieses Testament
auch meinem letzten Willen entspricht.

Ort, Datum, Unterschriften

---------------------------------------------------------------
Meine Mutter ist vor ca. 8 Jahren gestorben und wir haben gegen dieses Testament keinen Widerspruch eingelgt, sodaß mein Vater "alles" bekommen hat. (Haus, Geld, Depots)
Ist ja auch nicht weiter schlimm und so in Ordnung.

Nun hat mein Vater seit einigen Jahren (3 oder 4) eine neue Lebensgefährtin, die inzwischen auch bei ihm wohnt (nicht mit ihm verheiratet).

Meine konkreten Fragen nun dazu ?

1.) Inwieweit besteht für uns (Kinder) nach Ableben meines Vaters Rechtsanspruch auf das "Erbe" (1 Immobilie, Bargeld, Depot.) ?
Mich stört hier der vorherige Text "...gegenseitig zu alleinigen und unbeschränkten Erben einsetzen".

2.) Heisst dies, daß mein Vater jetzt mit dem Haus machen kann was er will ?

3.) Ist eine Änderung des Testaments demnach doch möglich, was in Ausnahmefällen beim Berliner Testament ja anscheinendd geht, wenn Beschränkungen aufgehoben wurden. Lebensgefährtin einsetzen oder Enkelkind ?

4.) Kann mein Vater der neuen Lebensgefährtin ein lebenslanges Wohnrecht im Haus meiner "Eltern" einräumen ?

5.) Was heisst hier im Zusammenhaung "...wie alle weiteren
Verfügungen von Todes wegen"

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Freundliche Grüße

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Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Falls Sie der Sohn Z sind, Sie
Nacherben neben der Tochter Y. Der Satz bezieht sich auf die Wechselbezüglichkeit bzw., dass die Eltern jeweils unbeschränkt verfügen können.
2. Um dies abschließend sagen zu können, bedarf es der Auslegung des Testaments bzw. der außerhalb des Testaments liegenden Umstände. Generell unterliegt aber der Vater als Vorerbe gewissen Beschränkungen, so dass er zB nicht über unbewegliches Vermögen verfügen kann.
3. Eine Abänderung des Testaments in Form eines einseitigen Widerrufsrecht ist nach dem Ableben der Mutter hier nicht mehr möglich und hier wohl auch nicht vorbehalten. Sonstige Gründe greifen nicht.
4. Eine Verfügung wäre auch die Belastung mit einem Wohnrecht, die dem Vorerben, Ihrem Vater, untersagt ist, als Sie das Recht der Nacherben vereiteln oder beeinträchtigen würde.

5. Damit ist gemeint, dass alle Verfügungen von Todes wegen, also Testament oder Erbvertrag, die zuvor errichtet worden sind, ungültig sind.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Ferner weise ich darauf hin, dass gemeinschaftliche Testamente im Zweifel auslegungsfähig bzw.auslegungsbedürftig sind, um den tatsächlichen Erblasserwillen zu ermitteln. Dies ist nur im Rahmen einer umfangreichen Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit besten Grüßen

RA Hermes
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