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Berichtsstermin


06.08.2007 19:38 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

nachdem ich bei einer gewerbl. Insolvenz meine Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet habe, ist nun morgen der Berichtstermin beim AG Aachen.

Dort möchte ich hinfahren, weii aber nicht, wozu dieser Termin gut ist.

Daher meine Frage: Was muss ich beachten, wenn ich diesen Termin wahrnehmen will bzw. was erwartet mich dort?

Vorerst vielen Dank !
06.08.2007 | 20:17

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage möchte ich Ihnen auf Grundlage Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten:

1. Nach den §§ 156 ff. InsO hat der Insolvenzverwalter in einem Berichtstermin, der bereits im gerichtlichen Eröffnungsbeschluss zum Insolvenzverfahren angesetzt wird, über die wirtschaftliche Lage des Schuldners und die Ursachen zu berichten. Ferner hat er eine Fortführungsprognose abzugeben und die Möglichkeit eines Insolvenzplans nebst Auswirkungen für die Gläubiger darzulegen.

2. Die spätestens eine Woche vor dem Berichtstermin in der Geschäftsstelle zur Einsicht ausgelegten Verzeichnisse bieten den Gläubigern die Möglichkeit, sich vorab zu informieren. Der Berichtstermin dient im Wesentlichen der Information der Gläubiger, die als wirtschaftliche „Herrin“ über das Verfahren in den Stand gesetzt werden sollen, rationelle Verwertungsentscheidungen zu treffen. Vor dem Berichtstermin hat der Insolvenzverwalter daher – soweit möglich – präjudizierende, irreversible Weichenstellungen zu unterlassen.

3. Der Insolvenzverwalter wird im Berichtstermin kurz auf die Ursache der Insolvenz eingehen und die rechtlichen Verhältnisse des Unternehmens einschließlich eventueller Anfechtungstatbestände darlegen. Der Insolvenzverwalter hat sich ferner zu der Frage zu positionieren, ob Aussicht besteht, das Unternehmen zu sanieren und ggf., wie dies nach einer entsprechenden Entscheidung der Gläubigerversammlung geschehen könnte. Auch die Möglichkeit eines Insolvenzplans, der grundsätzlich auch als Grundlage einer von den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Liquidierung in Betracht kommt, ist zu erörtern. Scheidet die Möglichkeit eines Insolvenzplanes nicht völlig aus, wird der Insolvenzverwalter, um den Gläubigern eine autonome Entscheidung zu ermöglichen, dessen mögliche Grundzüge kurz zu skizzieren haben.

4. Weiterhin hat der Insolvenzverwalter für sein Tätigwerden seit der Eröffnung des Verfahrens kurz beschreibend Rechenschaft abzulegen. Üblich ist, dass der Insolvenzverwalter, obgleich nicht vorgeschrieben, seinen Bericht in Schriftform zu den Gerichtsakten reicht.

5. Auf der Grundlage der – ggf. nach Rückfragen ergänzten – Darlegung des Insolvenzverwalters entscheidet die Gläubigerversammlung im Berichtstermin darüber, ob das Unternehmen stillgelegt oder bis auf weiteres fortgeführt werden soll (§ 157 I S. 1 InsO).

6. Weiterhin können die Gläubiger den Verwalter beauftragen, einen Insolvenzplan auszuarbeiten, wobei die Ziele des Insolvenzplans von der Gläubigerversammlung vorgegeben werden können.

7. Erscheint – wie häufig – im Berichtstermin kein Gläubiger, hat der Insolvenzverwalter unter Rechtsaufsicht des Insolvenzgerichts die notwendigen Entscheidungen selbst zu treffen. Dies können Sie aber durch Ihre Anwesenheit vermeiden.


Bitte beachten Sie, dass in diesem Rahmen nur eine Erstberatung erfolgt, die eine genaue und umfassende Prüfung anhand von Unterlagen und damit eine abschließende weiterführende Beratung schlichtweg nicht ersetzen kann. Dennoch hoffe ich, Ihnen einen kurzen Überblick über den Ablauf eines Berichtstermins gegeben zu haben. Für Rückfragen und eine weiterführende Vertretung Ihrer Interessen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Ich freue mich über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits!

Mit besten Grüßen

B. Alexander Koll
- Rechtsanwalt -

E-Mail: info@kanzlei24net.de
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Rechtsanwalt B. Alexander Koll

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