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Bereitstellungszinsen - wer zahlt?

09.01.2018 11:44 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Guten Tag zusammen,

ich habe eine Immobilie erworben und den Kaufpreis schon teilweise entrichtet (95.000 von 120.000 EUR).

Der Verkäufer hatte sehr lange gebraucht, um das Grundbuch lastenfrei zu stellen. Dabei wurde die Frist meines Darlehens in der keine Bereitstellungszinsen anfallen, überschritten (mehr als 6 Monate).
Im Kaufvertrag wurde keine Frist zur Übergabe, sowie keine Folgen bei Verzug geregelt.

Durch eine nachträgliche Änderung des Kaufvertrags konnten 75.000 EUR ausgezahlt werden, für die ich aber ca. 22 Tage Bereitstellungszinsen zahlen musste. 20.000 EUR waren Eigenkapital. Die ausstehenden 25.000 EUR werden bald fällig, für die aber auch Bereitstellungszinsen zu zahlen sind.

Könnte ich die Bereitstellungszinsen vom Verkäufer zurückfordern, da ich von meiner Seite gesehen, den Vertrag erfüllt habe?
Der Notar spricht selbst von einer "Vertragsstörung von der Verkauferseite her".

Vielen Dank und freundliche Grüße
09.01.2018 | 12:10

Antwort

von


(1778)
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Sehr geehrter Fragesteller,

für einen solchen Schadensersatzanspruch bedarf es ein Verschulden der Gegenseite, sprich ein dem Verkäufer anzulastendes Verhalten. Er müsste daher beispielsweise sich nicht um die Sache gekümmert haben, oder aber auch unterlassen haben, die entsprechenden Stellen anzuschreiben. Das Verschulden wird zunächst einmal vermutet, sodass sich der Verkäufer exkulpieren muss, also nachweisen muss, dass er stets alle Fristen eingehalten hatte, um das Verfahren zu fördern.

Sie könnten dem Verkäufer daher derzeit auch die Mehrkosten in Rechnung stellen (Frist Zahlung zwei Wochen) und eine Stellungnahme abwarten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt



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