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Bereinigung Grundbuch nach 32 Jahren - Verjährungsfrist - Erbfall

| 12.02.2012 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herrn,

Wir hatten einen Erbfall, meine Mutter ist 2010 verstorben. Als Alleinerbe ( Immobilie usw.) wurde meine Schwester berufen wir beiden Söhne als Pflichtteilsberechtigte. Wir Kinder haben keinen Kontakt untereinander oder zum Vater.
Die Ehe meiner Eltern ist seit 1978 geschieden., in der Scheidungsvereinbarung 1978( Notar ) überträgt mein Vater seinen Miteigentumsanteil auf meine Mutter.
In den Unterlagen die ich von meinem Anwalt erhalten habe fand ich ein Schreiben indem
die Anwältin meiner Schwester dem Gutachterausschuss der die Immobilie bewerten sollte mitteilte, dass mein Vater noch immer Miteigentümer ist.
Das heißt meine Mutter hat nie das Grundbuch umschreiben lassen.
Dem Wertgutachten der Immobilie vom Gutachterausschuss ist kein Grundbuchauszug anhängig,
es wird zwar aufgeführt das ein Grundbuchauszug von 2011 vorliegt, unter der Bezeichnung Eigentümer steht: der Name meiner Schwester und dahinter laut Auskunft der Antragstellerin.Für mich sehr fragwürdig, da ein Eigentümer sich über den Grundbuchauszug ausweist.


Jetzt meine Frage:

1.Kann das Grundbuch ohne Einwilligung meines Vaters, der nach 32 Jahren immer noch als Miteigentümer im Grundbuch steht, berichtigt werden?

2.Kommt in dem Fall die Verjährungsfrist (Ansprüche auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück das gilt auch für Miteigentumsanteile, Wohnungseigentum und das Erbbaurecht) von 30 Jahren zum tragen?


Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Eine Eigentumsübertragung kommt erst durch die Eintragung in das Grundbuch zustande, sodass es immer der Zustimmung desjenigen bedarf, dessen Recht eingeschränkt wird.

Allerdings könnte die Eigentumsübertragung ohne dessen Einwilligung dann vorgenommen werden, wenn bereits ein Titel dafür besteht, was hierbei der Fall sein dürfte, da es eine notarielle Urkunde über die Übertragung gibt.

Die Verjährungsfrist beträgt gemäß § 197 BGB längstens 30 Jahre, sodass der Anspruch heute nicht mehr durchgesetzt werden könnte.
Jedoch müsste sich Ihr Vater auf die Verjährung erst noch berufen, sodass eine Chance besteht, die Eigentumsübertragung, wie es damals gewollt war, noch durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Salzwedel, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 12.02.2012 | 15:28

Vielen Dank für Ihre Antwort,

wenn ich sie richtig verstanden habe wird der Vater nicht über seine Löschung im Grundbuch unterrichtet, aber er könnte beim Grundbuchamt sich auf Verjährung berufen da die 30 Jahre überschritten sind und würde somit Miteigentümer bleiben.

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.02.2012 | 15:33

Sehr geehrte Fragestellerin,

zwar ist die Zustimmung des Vaters nicht mehr notwendig, dürfte aber von Amts wegen und aus Informationsgründen über die bevorstehende Eintragung unterrichtet werden.

Dabei könnte er sich allerdings dann auf die Verjährung berufen.

Mit freundlichen Grüßen

Salzwedel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.02.2012 | 16:09

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