Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bereinigtes Nettoeinkommen für Trennungsunterhalt

| 06.01.2016 22:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: abzugsfähige Aufwendungen bei Trennungsunterhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Berechnung der Trennungsunterhaltes möchte ich wissen, ob folgende Posten abzugsfähig sind bzw. angerechnet werden müssen:

1.) Kirchensteuer

2.) Berufsunfähigkeitsversicherung, obwohl diese von 2001 ist und daher in der Police eine Rückzahlung geregelt ist, falls die BU nicht benötigt wurde.

3.) Riester 4%

4.) Jobticket

5.) Pauschal 5% (obwohl die wahren Kosten der Berufsausübung hauptsächlich das Jobticket sind)

6.) Arbeitgeberzuschuss zum Mittagessen ("Ticket Restaurant", taucht nicht auf Lohnzettel auf)

7.) Arbeitgeberzuschuss zu den KiTa-Kosten

8.) Freiwillige Arbeitslosenversicherung beim Unterhaltsberechtigten (Selbstständig: Einnahmen null, Ausgaben freiwillige Arbeitslosenversicherung)



Bei der Antwort für die freiwillige Arbeitslosenversicherung berücksichtigen sie bitte, ob Unterhaltsberechtigte verpflichtet sind, sich arbeitslos zu melden, wenn ALG-I deutlich höher als die jetzigen Einnahmen wären.

Mit freundlichen Grüße und vielen Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Frage möchte ich anhand Ihrer Angaben sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

- Kirchensteuer : abzugsfähig

- Berufsunfähigkeitsversicherung : abzugsfähig

- Riesterrente: abzugsfähig

- Jobticket / 5-%-Pauschale: entweder oder; beides gleichzeitig geht nicht. Entweder nehmen Sie die Pauschale oder sie listen die tatsächlich anfallenden Kosten auf (Sie erwähnen einmal, dass Sie selbständig sind? Bei Selbständigen gilt die Pauschale nicht, sondern nur für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit)

- Arbeitgeberzuschuss Mittagessen: ist als Sachbezug zum Einkommen hinzuzurechnen

- Arbeitgeberzuschuss Kita: sofern Kita-Kosten dagegen stehen, dürften sich die Beträge gegeneinander aufheben

- Freiwillige Arbeitslosenversicherung: abzugsfähig


Es besteht keine Verpflichtung ein höheres Arbeitslosengeld in Anspruch zu nehmen. Für die Berechnung des Trennungsunterhaltes sind die 12 Monate vor der Trennung für die Höhe des Anspruches entscheidend.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.01.2016 | 23:20

Sehr geehrte Frau Gansel,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Leider hatte ich den letzten Punkt missverständlich geschildert. Daher hier eine Klarstellung mit Nachfrage:

A hat einen Arbeitgeber und Einkommen, B ist selbstständig und hat kein positives Einkommen sondern zahlt freiwillig in die Arbeitslosenversicherung (= 82,95€).

Nachfrage:

Werden dann die -82,95€ (negativ!) wie das Einkommen von B gerechnet (-> 3/7 sind von A zu zahlen), oder muss B dies vom Trennungsunterhalt allein bezahlen.
Ersteres klingt für mich sinnvoll, da A ja auch 3/7 vom Arbeitslosengeld bekäme, wenn B sich arbeitslos meldete.

Damit verbunden ist die Frage, wann B sich eine bezahlte Arbeit suchen muss, wo die Selbstständigkeit von B offenbar nicht gewinnbringend ist.

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für Ihre Mühen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.01.2016 | 09:36

Die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung sind von B als Versicherungsnehmer alleine zu tragen. Von welchem Geld die Beiträge bezahlt werden, bleibt natürlich B überlassen. B muss sich aber nicht zu 3/7 an den Kosten beteiligen.

Grundsätzlich gilt auch schon während des Getrenntlebens die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen Ehepartners, dass heißt, jeder muss für seinen Unterhalt selber sorgen. Die Anforderungen sind jedoch in dieser Phase noch nicht so hoch wie bei Geschiedenen. Während der Trennungszeit sollen die bisherigen wirtschaftlichen Verhältnisse, also insbesondere die Aufgabenverteilung und der Umfang der Erwerbsfähigkeit, möglichst aufrechterhalten bleiben. Hintergrund ist, dass die Ehepartner vielleicht wieder zusammen finden.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben.

Bewertung des Fragestellers 07.01.2016 | 18:23

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Eine Begründung anhand der Normen wäre nett gewesen, insbesondere da mich die Antwort auf die Nachfrage verwundert.
Angesicht meines geringen monetären Einsatzes war die Ausführlichkeit der Antworten voll OK."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 07.01.2016 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69289 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Lembcke war sehr hilfreich, freundlich und hat nicht nur den Sachverhalt meiner Situation erklärt, sondern auch nächste Schritte, die ich unternehmen kann, aufgezeichnet. Ich rate jedem, der sich in einer verzwickten Lage ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die Antwort, sie war gut verständlich und hat unsere Option aufgezeigt. Wir werden die Angelegenheit nicht weiter verfolgen sondern beim zweiten Kind einfach wieder entscheiden, welche Lösung insgesamt (finanziell ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine sehr gute und verständliche Antwort, die mir sehr geholfen hat. Danke ...
FRAGESTELLER