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Berechnungsgrundlage für Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle

23.03.2014 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

es geht um reinen Kindesunterhalt für zwei Kinder (17 und 26 Jahret alt). Ich bezahle Unterhalt gem. der Düsseldorfer Tabelle auf Basis meines Nettogehalts. Seit zwei Jahren arbeite ich knapp 300 km entfernt von meinem und dem Wohnsitz meiner Kinder entfernt, die Kosten für diesen Zweitwohnsitz betragen ca. 800,- € monatlich. Kann ich prinzipiell deswegen ein niedrigeres, tatsächlich verfügbares Nettoeinkommen der Unterhaltsberechnung zugrundelegen?

Sehr geehrter Herr W.,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Kosten des Zweitwohnsitzes, wie Miete, Gas, Elektrizität, Telefon, Haftpflicht-,Rechtsschutz-, Hausratversicherungen etc. können nicht als Abzugsposten geltend gemacht werden, da sie als Teil Ihres eigenen notwendigen Selbstbehaltes anzusehen sind (im Verhältnis zu Ihrem 17-jährigen Kind liegt Ihr Selbstbehalt dabei in Höhe von 1000 Euro, im Verhältnis zu Ihrem volljährigen Kind bei 1200 Euro).

Abzugsfähig sind hier eventuell berufsbedingte Aufwendungen, die zur Erzielung Ihres Einkommens erforderlich sind und sich nach objektiven Merkmalen von den privaten Lebenshaltungskosten abgrenzen lassen (weitgehend entsprechend den Werbungskosten im Steuerrecht). Verbreitet ist der Abzug einer Pauschale von 5 %. Wenn Sie statt nach der 5%-Pauschale die konkret ermittelten berufsbedingten Aufwendungen in Abzug bringen wollen, können Sie die berufsbedingten Fahrtkosten nach folgender Berechnungs-Formel in Ansatz bringen:
(Entfernung zum Arbeitsplatz von Ihrem Zweitwohnsitz) x 2 x 220 Tage x 0,30 €/km x 1/12

Dass Sie den Erstwohnsitz (mit seinen Kosten) beibehalten, kann nicht zu Lasten des Unterhaltsbedarfs Ihrer Kinder berücksichtigt werden.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Sie bezüglich Ihrem jüngeren Kind nach der Düsseldorfer Tabelle Unterhalt zu leisten berechtigt sind. Bei dem volljährigen Kind richtet sich der Unterhalt jedoch nach dem Einkommen beider Elternteile, die je nach Ihrem beiden Einkommen quotal für den Unterhalt einzustehen haben. Dabei bemisst sich der Bedarf eines volljährigen Kindes, das noch bei einem Elternteil wohnt nach der 4. Altersstufe der DT. Der Bedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern wohnt, beträgt in der Regel 670 Euro.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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